Zu den schönsten Aussichtspunkten in der Schweiz wandern
Zu den schönsten Aussichtspunkten in der Schweiz wandern – ohne Nebel
Verfärbtes Laub, angenehme Frische und klarer Blick in die Weite: der Herbst hält schöne Aussichten bereit. Wenn da der Nebel nicht wäre. Und gar die Aussicht verdirbt? Ein kleiner Guide zu den schönsten Aussichtspunkten in der Schweiz, der zeigt, wie sich diese Sorge künftig in Luft auflöst.
Es gibt Regionen, die können ein Lied davon singen: Kommt Herbst, kommt Nebel – vor allem auf der Alpennordseite. Wer der grauen Suppe entkommen möchte kann mit ein paar Tricks die Chancen auf ein klares Bergpanorama und eine Extraportion Vitamin D erhöhen. Deshalb dreht sich diesmal alles rund um den Nebel.
Unsere Aussichtspunkt-Empfehlungen
Nr. 0922
Der Grat über dem Vierwaldstättersee
Nr. 2021
Aussichtsreich um die Walenstöcke
Nr. 1879
Ausgesetzte Gratwanderung über den Hardergrat
Kenne deinen Feind: Was ist Nebel?
Die Entstehung von Nebel ist Ihnen schleierhaft? Dann lassen wir Sie nicht länger im Dunkeln tappen und empfehlen die Infoseite von MeteoSchweiz. Haben Sie beispielsweise gewusst, dass sich Nebel physikalisch nicht von Wolken unterscheidet? Mehr dazu und die Erklärung zu den verschiedenen Arten von Nebel bringen etwas Klarheit.
Ausgangspunkt und Höhenprofil geschickt wählen
Wenn für einen Tag Nebel in tieferen Lagen vorhergesagt ist, kann eine Wanderung auf einem höheren Grat oder Gipfel eine gute Wahl sein. Ein hoher Gipfel nützt allerdings wenig, wenn der grösste Teil der Wanderung durch die Nebelzone führt. Entscheidend ist die Höhe entlang der ganzen Route. Deshalb lohnt sich beim Routenplaner ein Blick auf das Höhenprofil der gesamten Wanderung. Idealerweise liegt bereits der Startpunkt möglichst oberhalb der Nebelzone, wenn das möglich ist.
Wie hoch liegt die Nebelobergrenze heute?
Spieglein, Spieglein an der Wand…, wo gibt es heute die schönste Aussicht im ganzen Land? Von Anfang Oktober bis Anfang März breitet sich im Schweizer Mittelland oft Hochnebel aus. Dabei ist die Obergrenze schwer vorhersagbar. Einen Anhaltspunkt bietet die interaktive Nebelkarte Schweiz vom Institut für Software der Ostschweizer Fachhochschule. Sie zeigt, welche Gebiete hochnebelfrei sind. Mit Fokus auf die vier Regionen Alpen-Voralpen, Westschweiz, Ostschweiz und Tessin. Die Prognose ist jeweils gegen 6 Uhr morgens online. Zudem ist ein Ausblick auf die zwei darauffolgenden Tage möglich. Ebenfalls praktisch: Mit der Funktion «Was wäre wenn?» lassen sich via Schieberegler potenzielle Hochnebel-Obergrenzen simulieren. Die Webanwendung ist als Orientierung für die Freizeitplanung gedacht – wie etwa Ausflüge und Wanderungen. Bei den Vorhersagen wird der Bodennebel nicht berücksichtigt und wie immer bei Wetterprognosen finden diese ohne Gewähr statt.
Wetterprognosen und Webcams
Ein Blick auf die Wetterprognose zeigt, ob in tieferen Lagen Nebel zu erwarten ist und wie hoch die Nebelobergrenze voraussichtlich liegt. Liegt das Wanderziel deutlich darüber, stehen die Chancen auf Sonne und gute Sicht oft besser. Webcams helfen dabei, die aktuelle Situation zu überprüfen: Sie zeigen, ob die Nebelschicht tatsächlich noch vorhanden ist, wie weit sie reicht und ob darüber bereits die Sonne scheint. Besonders am Wandertag lohnt sich deshalb ein letzter Blick auf die Prognose und eine Webcam in der Nähe des Ausgangspunkts oder Wanderziels.
Weshalb bleibt die Aussicht trotz guter Planung nie garantiert?
Ausser Nebel nicht viel gewesen? Den Ausflug auf den Pilatus lange im Voraus geplant und dann oben Grau statt Wow? Trotz guter Planung bleibt die Aussicht ein Stück weit auch Glückssache. Denn Wetter und Nebel können sich schneller verändern, als es jede Prognose vorhersagen kann. Das gehört in den Bergen dazu. Zudem hat Nebel auch eine wunderschöne Seite – mystisch und mit spielerischen Lichtschatten.
Was tun, wenn unerwartet Nebel auftaucht?
Bei Nebel unbedingt auf den markierten Wanderwegen bleiben und keine Abkürzungen oder unbekannten Pfade nehmen.
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