Wandern ist gratis – die Wege nicht

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Wandern ist gratis – die Wege nicht

Wanderschuhe anziehen und los geht’s – ganz ohne Eintritt oder teures Fitnessabo. Doch obwohl Wandern gratis ist, verursacht die Infrastruktur Jahr für Jahr hohe Kosten. Zudem stehen hinter dem Schweizer Wanderwegnetz zahlreiche Fachpersonen, Freiwillige und Unterstützende, die das Wandern möglich machen.

Ein gemütlicher Spaziergang entlang eines Sees, ein Familienausflug in den Bergen oder eine anspruchsvolle Gipfeltour – das Wanderwegnetz gehört für viele ganz selbstverständlich zum Freizeitvergnügen dazu. Doch wer sorgt eigentlich dafür, dass die gelben Wegweiser am richtigen Ort stehen, Wanderwege sicher begehbar sind und neue Routen geplant werden können?

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Hinter jedem Wegweiser steckt mehr, als man denkt

Über vier Millionen Menschen schnüren in der Schweiz regelmässig die Wanderschuhe. Doch die wenigsten machen sich Gedanken darüber, wer eigentlich dafür sorgt, dass das Wanderwegnetz funktioniert. Wer plant neue Wege? Wer entwickelt Standards für die Signalisation? Wer unterstützt die Instandhaltung und setzt sich für die Interessen von Wandernden ein?

Die Antwort kennen überraschend wenige: Hinter dem über 65'000 Kilometer langen signalisierten Wanderwegnetz stehen der nationale Verband Schweizer Wanderwege, die kantonalen Wanderweg-Fachorganisationen und zahlreiche Freiwillige. Diese Arbeit bildet die Grundlage dafür, dass Wandern in der Schweiz zu den beliebtesten Freizeit- und Sportaktivitäten überhaupt gehört.

Wer pflegt die Wanderwege der Schweiz?

Hinter der Pflege der Wanderwege stehen kantonale Fachorganisationen, die für Planung, Signalisation und Sicherheit zuständig sind. Unterstützt werden sie von Freiwilligen, die Jahr für Jahr Arbeitseinsätze leisten: Sie erneuern Wegweiser, schneiden Vegetation zurück, melden Schäden und sorgen dafür, dass Wanderwege auch nach Unwettern oder Hangrutschungen wieder begehbar sind. Allein in einem Jahr kommen so Hunderttausende Stunden ehrenamtlicher Arbeit zusammen – unsichtbar für die meisten, unverzichtbar für alle. 

Mythos um Finanzierung

Viele Wandernde gehen davon aus, dass die Finanzierung der Wanderwege hauptsächlich durch die öffentliche Hand erfolgt. Tatsächlich stammt jedoch nur ein kleiner Teil der Mittel vom Bundesamt für Strassen ASTRA und den Kantonen. Der grösste Anteil wird durch Freiwilligenarbeit, Gönnerschaften und private Spenden ermöglicht.

Kampagne macht Unsichtbares sichtbar

Mit einer neuen Kampagne wollen die Schweizer Wanderwege nun genau auf diesen oft unsichtbaren Einsatz aufmerksam machen. Im Zentrum stehen echte Wanderinnen und Wanderer aus der Community. Vor eindrucksvollen Schweizer Landschaften zeigen sie die Vielfalt des Wanderns – über Generationen, Regionen und Jahreszeiten hinweg.

Die Botschaft dahinter ist klar: Gut unterhaltene und flächendeckend signalisierte Wanderwege sind kein Zufall. Sie entstehen durch die Zusammenarbeit vieler engagierter Menschen und durch die Unterstützung von Gönnerinnen und Gönnern.

Ziel der Kampagne ist es, mehr Menschen für die wichtige Arbeit der Schweizer Wanderwege zu sensibilisieren und langfristig für ein Engagement zugunsten der Wanderweginfrastruktur zu gewinnen.


Drei Fragen an Evelyne Zaugg

Evelyne Zaugg

Evelyne Zaugg

  • Bereichsleitung
  • Leitung Mittelbeschaffung
+41 31 370 10 27

Viele Menschen gehen davon aus, dass die Wanderwege vom Staat finanziert werden. Wie sieht die Realität aus?

Das ist tatsächlich ein weitverbreitetes Missverständnis. Die Beiträge der öffentlichen Hand machen weniger als zehn Prozent unserer Finanzierung aus. Einen grossen Teil unserer Arbeit können wir nur dank der Unterstützung von Gönnerinnen, Gönnern und privaten Spenderinnen und Spendern leisten.


Weshalb ist diese Unterstützung so wichtig?

Viele denken bei uns zuerst an die gelben Wegweiser. Tatsächlich leisten wir aber weit mehr: Wir entwickeln Fachgrundlagen, bilden Fachpersonen aus, unterstützen Projekte auf dem Wanderwegnetz und setzen uns für dessen Qualität und Sicherheit ein. Darüber hinaus informieren und inspirieren wir Wandernde mit Tourenvorschlägen und Veranstaltungen. Auch die Beratung der kantonalen Verantwortlichen sowie die Interessenvertretung auf politischer Ebene gehören zu unseren Aufgaben. Ohne die Unterstützung unserer Gönnerinnen und Gönner könnten wir dieses breite Engagement nicht im gleichen Umfang leisten.


Was möchtet ihr Wandernden mit der neuen Kampagne mitgeben?

Die Kampagne erinnert daran, dass die schönsten Wandererlebnisse oft dort beginnen, wo engagierte Menschen im Hintergrund dafür sorgen, dass alles funktioniert. Wir möchten zeigen, dass hinter jedem Meter gut ausgeschilderten Wanderweg viel Arbeit steckt. Wer gerne in der Schweiz unterwegs ist, profitiert direkt davon. Mit einer Gönnerschaft kann jede und jeder dazu beitragen, dass auch kommende Generationen auf ein hochwertiges Wanderwegnetz zählen können.

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Gönner:in werden

Sie möchten unser Engagement unterstützen? Das freut uns – danke für Ihren Rückenwind! Sie sorgen damit für attraktive, gepflegte und einwandfrei signalisierte Wanderwege.

Schweizer Wanderwege - Suisse Rando

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