Wandern in der Nordwestschweiz

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Schmetterlingstour auf der dritten Jurakette Nr. 2157
Wasserfallen — r • SO

Schmetterlingstour auf der dritten Jurakette

Auf der Baselbieter Wasserfallen will ein Aufwertungsprojekt Tagfalter gezielt fördern – mit ein Grund, diese rund fünf Stunden dauernde Wanderung über den Passwang, den (Hinter und Vorder) Erzberg und die Hohe Winde nach Beinwil unter die Füsse zu nehmen. Die Stiftung Wasserfallen will auf dem Baselbieter Hausberg einen Weiher anlegen, den Wald auflockern, eine Trockensteinmauer bauen und damit gezielte Tier- und Pflanzenarten fördern. Ein Augenmerk gilt dabei dem Thymian-Ameisenbläuling und dem Bergkronwicken-Widderchen. Zu Beginn schwebt die Seilbahn ab Reigoldswil rund 400 Höhenmeter auf die Wasserfallen. Nach einer Viertelstunde steht man mitten in der Natur auf einem attraktiven Gratweg aus Jurakalk mit Aussicht auf die Alpenkette. Der Blick fällt auf eine in Ost-West-Richtung verlaufende Mulde: Sie ist charakteristisch für die Gebirgsbarriere Wasserfallen. Immer wieder gibt es kurze Passagen direkt oberhalb der Felswand mit atemberaubendem Blick auf das Mittelland und bis zu Eiger, Mönch und Jungfrau. Doch immer stehen auch Ausweichmöglichkeiten für Nichtschwindelfreie zur Wahl. Die Wanderung ist Teil der Via Surprise und auf den Wegweisern stets mit der Nummer 32 markiert. Die Via Surprise ist eine Rundtour aus sieben Etappen durch den Solothurner und Baselbieter Jura im hügeligen Gebiet zwischen Basel, Liestal, Olten und Solothurn. Nach der Überschreitung des Vogelbergs führt der Weg auf den Passwang und danach über den Sunnenberg-Grat. Eine Passage legt man auf einem Asphaltsträsschen zurück. Beim Selbstbedienungskiosk beim Vorder Erzberg bietet sich eine Pause an. Nach dem letzten Aufstieg auf die Hohe Winde hat man einen wunderbaren 360-Grad-Ausblick. Langsam fällt der Weg ab Richtung Beinwil Kloster, wo es auch Übernachtungsmöglichkeiten gibt.
Von Burg zu Burg vor den Toren von Basel Nr. 2138
Muttenz — n • BL

Von Burg zu Burg vor den Toren von Basel

Diese abwechslungsreiche Wanderung verbindet Geschichte, stille Natur und kulinarische Genüsse. Sie beginnt beim Bahnhof Muttenz und führt durch das Dorf mit seinen alten Bauernhäusern zur Wehrkirche St. Arbogast. Sie ist eine der wenigen Kirchen mit Wehrmauern. Ein Blick hinter die Mauern lohnt sich. Von hier geht es hinauf auf den Wartenberg. Auf seinem Rücken stehen drei Burgruinen. Die mittlere Burg kann bestiegen werden. Vom Burgturm aus lässt sich die Regio Basiliensis wunderbar erkunden. Der Blick in die Oberrheinebene lässt einen nicht mehr los. Die Wanderung führt weiter über den Lahalle-Rücken zum Restaurant Egglisgraben und weiter durch den Wald zum Hof Schauenburg, von wo man die Burgruine Neu Schauenburg erblickt. Sie kann wegen Restaurierungsarbeiten nicht besichtigt werden. Am Waldrand entlang geht es hinunter nach Bad Schauenburg, zu einer reizvollen Oase im Baselbiet, die alle Sinne anspricht. Auf der Gartenterrasse des Lindenbeizli Zum Schauenegg können regionale Köstlichkeiten genossen werden. Gestärkt geht es dem Waldrand entlang über den Adlerhof zum Talhölzli, das in den alten Dorfkern von Pratteln führt. Nur wenige Schritte entfernt liegt das Weiherschloss, das Wahrzeichen von Pratteln. Die abwechslungsreiche Wanderung endet beim Bahnhof Pratteln.
Im Baselbieter Tafeljura von Dorf zu Dorf Nr. 2118
Anwil, Dorf — u • BL

Im Baselbieter Tafeljura von Dorf zu Dorf

Posamentendörfer nannte man diese Dörfer im Baselbieter Tafeljura früher. Weil hier in Heimarbeit Posamenten, Seidenbänder, gewoben wurden. Sie liegen für Nicht-Basler versteckt hinter der ersten Jurakette. Erst der Bau des Hauenstein-Basistunnels (1912–1916) zwischen Olten und Tecknau machte sie einfach und schnell erreichbar. Und die Reise lohnt sich! Der als «Erlebnispfad passepartout» grün ausgeschilderte Weg führt von Dorf zu Dorf. Er startet in Anwil und führt hinab über das Naturschutzgebiet Tal zu den Talweihern. Nun folgt er der noch jungen Ergolz aufwärts nach Oltingen. Ein Rundgang lohnt sich. Es ist ein hübsches, lebendiges Dorf. Weiter geht es durch einen Hohlweg hinauf zu landwirtschaftlichen Monokulturen. In der Ferne ist die Dunstwolke des Atomkraftwerks Leibstadt zu erkennen. Das Dorf Wenslingen besticht durch seine Obstgärten zwischen den Häusern. Überhaupt sind die Dörfer hier bekannt für ihre Hochstammkulturen. In Anlehnung an ihre frühere Geschichte werden die Produkte aus Steinobst unter der Marke «Posamenter» verkauft. Der letzte Abschnitt dieser Wanderung hinunter nach Tecknau führt noch einmal durch Naturschutzgebiet. Ein zwanzig Meter hoher Wasserfall und die Karsthöhle Bruderloch bilden den Abschluss dieser Baselbieter Wanderung.
Familienwanderung durch Basel Nr. 2102
Basel, Schifflände — n • BS

Familienwanderung durch Basel

Familienwandern in der Stadt geht auch. Zum Beispiel in Basel. Auf dieser Route jagen sich die Höhepunkte einer nach dem anderen. Bereits zu Beginn steigt man in die Vogel-Gryff-Fähre, auch Klingental-Fähre genannt, und legt ab Richtung Kleinbasel. Auf dem Rhein ist viel los, von Ausflugsbooten bis zu riesigen Frachtschiffen ist allerhand zu sehen. Am anderen Ufer wandert man rheinabwärts, trifft erst auf den mächtigen Hafenkran, wenig später auf das rote britische Leuchtturmschiff, das hier gestrandet ist und heute als Kulturzentrum dient. Das Schiff wie die Buvette unter dem Kran laden zu einem Halt ein, genauso wie zahlreiche kreative Buden, die auf dem angrenzenden Zwischennutzungsareal Klybeckquai an lauen Sommerabenden Apéros und mehr anbieten. Die Kinder können auf ausgedienten Bahngleisen gehen, bequemer auch auf dem Asphalt. Der Weg ist nun gesäumt von edlen Flussschiffen, aber auch von kleinen Ausflugsbooten. Bald ist die Halbinsel und an deren Ende das Dreiländereck erreicht. Es geht wieder zurück und kurz danach am Hafenbecken 1 vorbei: Kaum zu glauben, dass sich hier einmal eine zauberhafte Auenlandschaft erstreckt hat, bevor 1922 das Hafenbecken eröffnet wurde. Ab hier folgt die Wanderung dem Flussbett der Wiese, die Dammpromenade unterquert zahlreiche Brücken von Autobahn und Zug, bevor mit der Langen Erle ein idyllischer Abschnitt beginnt. Durch einen Seiteneingang gelangt die Familie in den Tierpark Lange Erlen, der Eintritt ist gratis, und einkehren kann man auch. Die Wanderung eignet sich auch für Familien mit Kinderwagen.
Auf der Flue oberhalb Kleinlützel Nr. 2044
Challpass — i • SO

Auf der Flue oberhalb Kleinlützel

Die Familienwanderung in der solothurnischen Exklave Kleinlützel ist etwas für Geschichtsinteressierte. Aber nicht nur, denn auch Naturliebhaber kommen auf ihre Rechnung. Die Wanderung verläuft stets auf Grenzen, erst auf einer Gemeindegrenze, dann auf der Kantonsgrenze zwischen Solothurn und Basel-Landschaft, schliesslich auf der schweizerisch-französischen Landesgrenze. Immer wieder trifft man auf Grenzsteine mit den unterschiedlichsten Gravuren. Besonders interessant sind die Steine zwischen dem Remelturm und Klösterli: Die meisten von ihnen wurden 1817 aufgestellt und tragen auf der einen Seite ein Solothurner Wappen mit den Buchstaben S und O, auf der anderen Seite ein F. Wer gut hinschaut, bemerkt beim roten F eine farblose Rille, die aus dem F ein D macht, denn das an-grenzende Elsass gehörte von 1871 bis zum Ersten Weltkrieg zu Deutschland. Diese Wanderung beginnt auf dem Challpass, führt auf Waldwegen über die Challhöchi bis unter den Remelspitz. Auf dem acht Meter hohen Turm – der ehemalige Beobachtungsposten während des Ersten Weltkriegs wird über zwei Leitern erklommen – lässt sich eine weitreichende Aussicht geniessen. Etwas weniger luftig zeigt sich dieses Panorama aber auch vom Fusse des Turms oder immer wieder auf der Wanderung. Der Weg führt dabei über die Fluh, immer mit genügend Abstand zum Abgrund, dessen steile Felsen eine stimmige Kulisse bieten. Auf der Roti Flue gibt es eine Feuerstelle, bis zum Klösterli gilt es zwei Höhlen zu entdecken. Dieser Grenzverlauf ist eine Ausnahme in Solothurn, weil er mit dem Grat einer topografischen Begebenheit folgt. Die meisten der stolzen 380 Kilometern Kantonsgrenze resultieren aus dem jahrhundertelangen politischen Kräftemessen zwischen dem Stadtstaat Solothurn, dem Bistum und der Stadt Basel sowie Bern. Ein Grund auch für die ungewöhnliche Form des ganzen Kantons Solothurn.
Über das Bruederholz nach Basel Nr. 2056
Ettingen, Dorf — n • BL

Über das Bruederholz nach Basel

Die gut 50 Meter, die sich der Hügelzug Bruederholz erhebt, sind im Nu bezwungen. Doch sie er-zählen viele Geschichten: In den Steilhängen hausten einst «Waldbrüder» in den Gehölzen und Büschen, die dem Hügelzug den Namen gaben. Im Norden steht der Wasserturm, nicht unweit davon die Schanze, wo mit Kanonensalven die Kriegszüge Napoleons abgewehrt wurden, und die Klosterkirche St. Margarethen. Die Wanderung beginnt in Ettingen. Gemächlich erklimmt man den sanften Rücken des Brueder-holz und folgt ihm auf der Ostflanke zum Predigerhof entlang der Kornfelder – gespickt mit knallro-ten Mohnblüten –, der Rebgärten und Waldlichtungen. Dort lädt der Baumgarten mit Buvette, Wollschwein- und Hühnergehege zum Verweilen ein. In der Ferne lockt der Wasserturm. Seine 164 Stufen zu bezwingen, lohnt sich allemal. Trotz seinen 50 Metern Starthilfe ist seine Aussichtsplatt-form immer noch 69 Meter tiefer als die höchste Turmspitze in Basel. Das Turmglöckchen der Kirche St. Margarethen läutet das Wanderziel ein. In der Ferne sieht man die Kapellen ihrer zwei Schwes-tern Ottilie (Tülligerhügel) und Chrischona (St. Chrischona). Wer noch mehr Glocken und «Schällen» hören will, verköstigt sich nebenan im ehemaligen Rinderstall und Hofrestaurant Schällenursli.
Historische Perlen im Basler Jura Nr. 1948
Frenkendorf-Füllinsdorf — t • BL

Historische Perlen im Basler Jura

Die Stadt Basel liegt nicht weit entfernt von Frenkendorf, dem Start und Ziel dieser Rundwanderung. So ist es nicht verwunderlich, dass die Gegend dicht mit Wohnsiedlungen bebaut ist. Gleich nach Frenkendorf steigt der Weg dem südlich vom Dorf gelegenen Hügel entlang hinauf. Vor allem nach Norden, in Richtung Deutschland, ist die Aussicht über den Rhein hinweg fantastisch. Nach dem ersten Anstieg führt ein flacher Weg am Waldrand entlang zum historischen Gebäude von Bad Schauenburg, wo sich im Mittelalter ein Kloster befand. Dank des Thermalwassers entstand dort ein Kurort und ein Hotel, das zwischen 1900 und dem Zweiten Weltkrieg seine Blütezeit erlebte. Da die Bäder jetzt geschlossen sind, kann die heilende Kraft des Wassers nicht mehr genossen werden. Wanderende können hier jedoch eine Pause einlegen und sich im Hotel stärken, bevor sie sich wieder auf den Weg machen. Dieser führt zuerst teilweise durch den Wald. Nach einem letzten Aufstieg erreicht man einen unbewaldeten Hügel, auf dem die Ruinen von Neu Schauenburg thronen. Die Überreste aus dem 13. Jahrhundert wurden durch das Erdbeben in Basel 1356 stark beschädigt. Die Ruinen befinden sich heute in Privatbesitz und wurden kürzlich saniert. Die Wanderung führt weiter durch die für den Basler Jura typische Hügellandschaft. Vereinzelte Waldschneisen erlauben einen Blick auf die nahe gelegenen städtischen Gebiete im Norden. Ein im Herbst und Winter gut besonnter und dadurch beliebter Weg am Waldrand bringt die Wandernden zurück nach Frenkendorf. Es bietet sich eine letzte Gelegenheit, noch einmal die Häuser mit landwirtschaftlicher Vergangenheit dieses mittlerweile sehr grossen Dorfes zu bewundern.
Aussichtsreiche Hügellandschaft im Baselbiet Nr. 2001
Buus, Buuseregg — n • BL

Aussichtsreiche Hügellandschaft im Baselbiet

Schon bald nach Beginn der Wanderung auf der Buuseregg kann man zwischen den Bäumen hindurch die Ruine auf dem Farnsberg sehen. Mit dem Ziel vor Augen ist der kurze Aufstieg rasch geschafft. Ist man am höchsten Punkt angekommen, erstreckt sich vor einem eine wahre Spielwiese – die Oberi Weid. Aber die Kinder drängen zur Ruine, die nur wenige Schritte entfernt auf dem Felsen thront. Auf die mittelalterlichen Überreste der einst stattlichen Farnsburg kann man über eine verwunschene steinerne Wendeltreppe hinaufsteigen und sich dort oben wie ein Burgherr fühlen, der den Blick über seine Ländereien schweifen lässt oder Ausschau nach Burgräubern hält. Auch für die Erwachsenen ist der Ort interessant: Aus der Ruine der 1330 erbauten Burg ragt eine gewaltige Schildmauer, die sie in der Schweiz nahezu einzigartig macht. Nach der Eroberung der Ruine kann man auf der grossen Wiese picknicken, herumtollen und Drachen steigen lassen. Oder in Ruhe die wunderbare Aussicht geniessen. Der Abstieg nach Gelterkinden führt anfangs durch den herbstlichen Wald und ist auch weiter in Richtung Wohngebiet trotz einigen Abschnitten auf Asphalt idyllisch. Vom Aussichtspunkt auf der Höhe des Hofs Oberer Homberg lässt sich schon eine weitere Entdeckung erahnen, die so manches Pferdeliebhaberherz höherschlagen lässt und für den restlichen Weg bis zum Bahnhof noch einmal beflügelt.
Drei-Burgen-Wanderung im Dorneck Nr. 1966
Münchenstein, Dorf — m • BL

Drei-Burgen-Wanderung im Dorneck

Die Drei-Burgen-Wanderung beginnt bei der Tramhaltestelle «Münchenstein, Dorf» mit einem scharfen Anstieg hinauf ins Dorf. Durch noble Villen führt der Weg in den Wald. In der Ferne blitzt die Burg Reichenstein durch den Buchenwald und hilft den Kindern, sich ein erstes Ziel zu stecken. Auf dem Weg dorthin gibt es der Burgenkrete entlang tolle Möglichkeiten für eine Rast. An der Flanke (kein offizieller Wanderweg) geht es hinunter zum Rebberg und von dort über die Schlossgasse zur Burg Birseck. Deren Innenhöfe können in den Sommermonaten besucht werden. Es folgt ein weiterer spannender Abstieg über Spitzkehren, Felsenwege und Grotten in die Ermitage, einen englischen Landschaftsgarten mit grossen Weihern, wo man Fische beobachten kann. Entlang des Fusses des Hollebergs geht es hoch zum Schlosshof mit Restaurant. Von hier lockt schon die dritte Ruine, die Burgruine Dorneck. Kinder kann man hier nicht mehr halten, den Turm zu besteigen, in den dunklen Sodbrunnen zu spähen oder sich hinter den vielen Mauern zu verstecken. Derweil können die Erwachsenen den zyklopischen Betonbau des Goetheanums, des Sitzes und Tagungsorts der Anthroposophischen Gesellschaft, in der Ferne bestaunen. An diesem vorbei geht es nach Dornach.
Durchs Leimental nach Basel Nr. 1873
Hofstetten SO, Unterdorf — B • SO

Durchs Leimental nach Basel

In Binningen werden seit 1755 dreimal täglich Temperatur, Luftdruck und Niederschlagsmenge gemessen und aufgezeichnet. Die Basler Klimareihe ist damit eine der ältesten und wertvollsten der Welt. Sie zeigt, wie sich das Klima über einen langen Zeitraum entwickelt hat. Die Wanderung von Hofstetten SO nach Basel führt am Schluss zum Margarethenpark, wo die Hütten und Messstationen der meteorologischen Station Basel-Binningen stehen. Auf der Tour durchquert man das wenig bekannte, aber hübsche Leimental. Den Auftakt macht ein Felsrücken: das Chöpfli, das angesichts des weiten und flachen Leimentals schon fast gebirgig anmutet. Trocken und warm ist es hier oben, das gefällt der Flaumeiche. Sie kommt bestens mit kargen Standorten zurecht und ist für die Artenvielfalt ausgesprochen wertvoll. Ihre lockere Krone lässt viel Licht durchdringen, weshalb sich auf dem Waldboden rund um die Flaumeiche reiches Leben ausbreitet. Nach dem Chöpfli folgt die Durchquerung des Leimentals auf Feldwegen und, mit einigem an Hartbelag, über Dorfstrassen an blühenden Kirschbäumen vorbei bis an den Ortsrand von Biel-Benken. Biel und Benken heissen auch die beiden Störche, die seit Jahren auf der Kirche brüten. Auf der Mobilfunkantenne gegenüber hat neuerdings ein zweites Paar sein Nest gebaut. Zum Abschluss wandert man in Wäldern. Der Weg verläuft teils direkt auf der Landesgrenze. Mal sind die Wegmarkierungen schweizerisch, mal französisch, und zwischendurch kann man sich über die Grenzsteine die Hand reichen. Die Wald- und Wiesenlandschaft zieht sich bis vor Binningen, wo man entlang des Dorenbachs und durch den Margarethenpark den Bahnhof Basel SBB erreicht.
Gut Kirschen essen im Schwarzbubenland Nr. 1862
Nuglar, Dorfplatz — t • BL

Gut Kirschen essen im Schwarzbubenland

Die Gemeinde Nuglar-St. Pantaleon im solothurnischen Schwarzbubenland hat sich ihre einmalige Obstbaumlandschaft gleich auf die Fahne geschrieben. Nicht nur trägt das Ortswappen drei Kirschen, sondern kümmert sich auch die Gemeinde aktiv um den Erhalt ihrer ursprünglichen Kulturlandschaft. Mehrere Tausend Feldobstbäume – davon etwa die Hälfte Kirschbäume – prägen diesen klimatisch begünstigten Flecken nicht weit von Liestal. Die kurze Rundwanderung zu den beiden Siedlungen empfiehlt sich vor allem im April, wenn die Bäume während weniger Tage ihre üppige Blütenpracht tragen. Vom Dorfplatz im beschaulichen Nuglar geht es in Richtung Gempen leicht aufwärts zum Waldrand, vorbei an artenreichen Blumenwiesen und dem weissen Blütenmeer. Man folgt dem Waldrand, und es eröffnet sich schon bald der Blick auf St. Pantaleon. Beim Picknickplatz am Fusse des Schlimmbergs verlässt die Route den Wanderweg und biegt links in den Lochackerweg hinab nach St. Pantaleon. Ist man bei der Hauptstrasse angekommen, geht es auf der gegenüberliegenden Seite in den Kirchweg. Durch einen kurzen Waldabschnitt gelangt man hinunter in ein Tälchen, das die beiden Siedlungen trennt. Danach gilt es, ein paar wenige Höhenmeter am Rebenhang zu überwinden, um immer noch auf dem Kirchweg wieder zum Dorfkern in Nuglar zu gelangen. Hier geht es schliesslich ans Eingemachte. Damit ist nicht ein steiler Aufstieg gemeint, sondern die eingemachten Produkte von den Höfen: eingelegte Zwetschgen, Feigen und nicht zuletzt Chriesisaft. Das macht Lust darauf, wiederzukommen, wenn die Früchte reif sind. Ein zweiter kulinarischer Tipp ist die «Alte Brennerei». Hier gibt es keinen Kirsch, sondern Bier und Deftiges.
Durchs nordwestschweizer Kirschenparadies Nr. 1851
Frenkendorf, Dorfplatz — f • BL

Durchs nordwestschweizer Kirschenparadies

Die Wanderung führt zu zwei Aussichtspunkten an Fluen, den typischen Abbruchstellen des Baselbieter Tafeljuras. Zusammen ergeben sie fast ein Rundumpanorama; wer noch den Gempenturm besteigt, hat sogar das komplette Rundumpanorama erwandert. Die Wanderung startet beim Dorfplatz in Frenkendorf. Von dort geht man am Adlerhof vorbei und erklimmt die Schauenburgflue. Schon die Römer schätzten die tolle Aussicht zum Säntis im Osten und errichteten dort einen Höhentempel. Heute zeugt davon nur noch ein Quadrat aus Mauerresten, wovon eine Ecke schon der Flue zum Opfer gefallen ist. Der Flue entlang (für ein kurzes Stück kein markierter Wanderweg) geht es zur Burgruine Alt Schauenburg und durch den Gmeinacher-Wald zu den Stollenhäusern. Sie sind das Herz einer stolzen Hochstamm-Kirschbaumkultur mit über 1200 Bäumen, einige davon sind älter als 150 Jahre. Von dort geht es im sanften Aufstieg auf dem Rücken des Schartens zu dessen Flue, die den Blick nach Süden und Westen freigibt: im Süden die Alpen, im Westen das Sundgau und die Vogesen. Es fehlt nur noch der Blick nach Norden in den Schwarzwald. Den holt man sich mit dem Ersteigen des Gempenturms. Nur der Blick nach Osten bleibt einem wegen des Walds verwehrt. Doch diesen hat man ja auf der ersten Flue reichlich geniessen können.
Durchs Kirschblütenland von Gempen nach Liestal Nr. 1358
Gempen, Dorf — l • BL

Durchs Kirschblütenland von Gempen nach Liestal

Kirschen schmecken nicht nur gut, sie sehen auch schön aus – besonders im Frühling, wenn die Kirschbäume, in voller Blüte sind. Die Region um Büren, Nuglar und St. Pantaleon im Solothurner Schwarzbubenland ist ein Paradies für «Bluescht»-Liebhaber: 10 000 Kirschbäume sollen hier stehen, alles stattliche Hochstämmer. Zusammen mit den blumenreichen Streuobstwiesen prägen sie das Landschaftsbild, die hübschen Dörfer vervollständigen die Harmonie. Man wähnt sich in längst vergangenen Zeiten; das geschäftige Basel, wo man eine halbe Stunde vor Beginn der Wanderung stand, ist weit weg. Wegen seiner Höhlen, Trockentäler, Dolinen und Bergstürzen fungiert das Gempenplateau im Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung. Entsprechend abwechslungsreich ist der Weg, der erst am Spitzenflüeli vorbei und danach entlang kleiner Schluchten und Täler durch einen Wald Richtung Büren führt. Vor Büren dann fangen sie an, die mit Kirschbäumen bestandenen Hänge. Kleine und grosse, junge und alte, knorrige und zurechtgeschnittene – der Vielfalt an Bäumen scheinen keine Grenzen gesetzt. Ihre schneeweissen Blüten leuchten mit der Sonne um die Wette. Nach der Passage durch Büren setzt sich das Bild fort, Waldabschnitte wechseln ab mit Kirschbaumpassagen. Ab und an lohnt sich ein Blick in die Ferne, der über die Anhöhen des Jura bis zu den Alpen reicht. Ist das verträumte Nuglar passiert, ändert auch die Landschaft. Erst durchs tief eingeschnittene Brunnenbachtal, dann über die weite Kuppe der Sichteren, wird Liestal erreicht. Kirschbäume machen sich hier rar, dafür tritt der Wald umso mehr in Szene. Im Frühjahr bezaubert er in schönsten Grüntönen.
Auf Schneeschuhen zum Passwang Nr. 1820
Wasserfallen — t • BL

Auf Schneeschuhen zum Passwang

Höhepunkt dieser kurzen Schneeschuhwanderung ist die Krete vom Vogelberg zum Passwang, ein Aussichtspunkt, wo man bei schönem Wetter bis zu den Alpen und über die weiten Hügelzüge des Juras sieht. Wer die stattlichen Bauernhäuser, die Wälder und die steilen Felsen betrachtet, fühlt sich leicht und frei. Kein Wunder, trieben sich hier im 19. und 20. Jahrhundert die sogenannten Juravagabunden herum. Einer von ihnen ist bis heute bekannt geblieben: der Passwang-Louis. Luigi Bottati, so sein bürgerlicher Name, war ein gern gesehener Vagant. Er hatte weder eine feste Unterkunft noch eine feste Arbeit und hielt sich mit Charme und Gefälligkeiten über Wasser. Der gutmütige Mann stammte aus einer wohlhabenden Familie im Veltlin, die ihn verbannt hatte, weil er als Legionär in den italienisch-libyschen Feldzug gezogen war. Auf Umwegen gelangte er auf den Passwang, wo er in den 1930er-Jahren beim Bau der Passwangstrasse mithalf. Er blieb zeitlebens in der Region, bis er 1981 in Oensingen starb. Die Schneeschuhtour zieht sich erst ein breites Tal hinauf. Oben verlässt man den signalisierten Weg, ein Schild weist den Weg zum Grat. Dieser ist ausgesetzt, doch hat man genug Platz, um einige Meter vom Abgrund entfernt in Sicherheit zu wandern. Leider ist Wasserfalle mit nicht ganz 1000 Metern ü. M. nicht immer schneesicher. Hat man die Aussicht genossen, geht es – mit einem Abstecher ins Berghaus Vogelberg – auf demselben Weg zurück zur Bahn.
Zum Welschgätterli im Solothurner Schwarzbubenland Nr. 1676
Grindel, Oberdorf — f • SO

Zum Welschgätterli im Solothurner Schwarzbubenland

Zwischen Grindel und Erschwil erstrecken sich ausgeprägte Jurafalten, die eine Wanderung ermöglichen, die lange der Höhe folgt, weite Sicht über Berge und Täler bietet und zwischen dem Kanton Jura und dem solothurnischen Schwarzbubenland pendelt. Grindel liegt etwas erhöht über dem Laufental, von diesem getrennt durch ein bewaldetes, enges Tal. In Richtung Fringeli führt die Wanderung aus dem Dorf und steigt recht steil durch die Waldflanke hinauf auf die Höhe. Nun ist das Welschgätterli auf den Wegweisern verzeichnet. Diese leiten über nahezu weglose Weiden und durch Wald auf den langen Grat des Stierenbergs, der immer wieder die Sicht über die Juraberge freigibt. An ein paar Stellen fallen auf der einen Seite Felswände ab. Wer nicht schwindelfrei ist, sollte dort nicht zu nahe an den Rand treten. Das Welschgätterli ist ein Pass zwischen Montsevelier im jurassischen Val Terbi und Erschwil. Unser Weg folgt jedoch weiter der Höhe, kurz an ein paar Felsen mit einer Haltekette entlang, nach Le Greierlet. Vor dem Hörnli, einem bewaldeten Felskopf, biegt der Weg definitiv hinunter nach Erschwil. Der Beginn dieses Abstiegs über ein paar steilere Serpentinen ist leicht zu übersehen, weil eine andere Wegspur auch zum Hörnli weiterführt.
Von Burgen und Einsiedlergärten BL Nr. 1623
Start point — t • BL

Von Burgen und Einsiedlergärten BL

Hoch über Münchenstein thront die Burg Reichenstein, ein massiver Befestigungsturm auf einem imposanten Felssporn. Hier wohnte im Hochmittelalter die Familie Reich, die sich um die Sicherheit des Bistums Basels und den Dom zu Arlesheim kümmerten, Ländereien bewirtschafteten und Steuern eintrieben. Heute ist die Burg nur noch zu speziellen Anlässen geöffnet. Trotzdem führt die schöne Wanderung von Münchenstein zur Burg und weiter nach Arlesheim auch tief in die mittelalterliche Vergangenheit der Gegend bei Basel. Steil führt der Weg vom Start der Wanderung beim Bahnhof Münchenstein hinauf, und dann auf schmalen Pfad durch den Wald, bis sich dieser plötzlich lichtet und der Schlossturm aus den Baumwipfeln ragt. Rasch ist man vor Ort, kann sich auf verschiedenen Picknickplätzen vertun und die Aussicht vom Vorplatz der Burg aus geniessen. Weiter geht es auf dem schmalen Pfad durchs Dickicht und der Weg führt durch das üppige Naturschutzgebiet Ermitage-Chilchholz. Die Wanderung von Münchenstein nach Arlesheim lohnt sich nämlich nicht nur für Geschichtsfans – auch Geologie- und Naturinteressierte kommen auf ihre Kosten. Der zweite Teil führt um das ruhige Tal, das von Bächen und Gletschern feingliedrig in die Landschaft gefräst wurde. Ein Höhenweg umrandet es, immer wieder geben die Bäume den Blick auf die weitläufige Landschaft frei. Zwei weitere Höhepunkte locken am Schluss der rund dreistündigen Wanderung: Der Wanderweg führt am 1785 eröffneten, grössten englischen Garten der Schweiz, dem Wildnisgarten der Ermitage vorbei. Wird die Wanderung in Richtung Dorf fortgesetzt, kommt man am prächtigen Dom, einem weiteren Wahrzeichen Arlesheims, vorbei
St. Chrischona, der Basler Hausberg Nr. 1666
Riehen, Dorf — i • BS

St. Chrischona, der Basler Hausberg

Der Kanton Basel-Stadt hat drei Gemeinden. Die Stadtgemeinde Basel und die beiden Landgemeinden Bettingen und Riehen. Letztere ist Ausgangspunkt dieser Wanderung. Dort befindet sich die Fondation Beyeler, wo man Meisterwerke der klassischen Moderne und der Gegenwart bestaunen kann und die immer einen Besuch wert ist. Durch noble Villen, wo Frösche in Teichen quaken, geht es zum Wenkenpark, einer englischen Anlage mit barocken Gebäuden und Gärten. Im Osten lockt das Cafe-Bistro in der Reithalle, im Westen ein erster Blick auf Basel. Auf dem Basler Hausberg angekommen bestaunt man die Kirche St. Chrischona. Der ehemalige Wallfahrtsort bietet einen weiten Ausblick ins Baselbiet. Der deutschen Grenze entlang geht es abwärts zum Hornfelsen, der auf deutschem Boden liegt. Hier erhält man einen grossartigen Blick auf Basel, samt Rheinhafen und Kraftwerk Birsfelden. Ein kurzer, steiler Abstieg führt zum Friedhof am Hörnli. Bevor es mit dem Bus nach Hause geht, lohnt sich ein Abstecher dorthin. Denn er lockt mit Skulpturausstellungen, mit denen die wunderschöne Parkanlage enttabuisiert werden soll: Sie soll nicht nur ein Ort für die Verstorbenen und ihren Hinterbliebenen sein, sondern auch ein öffentlicher (Kultur-)Raum.
Von Liestal nach Rheinfelden Nr. 1656
Liestal — n • BL

Von Liestal nach Rheinfelden

Das Baselbiet ist nicht Berggebiet, aber dafür schönes Hügelland. Der höchste Punkt des Kantonshauptorts Liestal ist mit 636 Meter die Spitze des Aussichtsturms auf dem Schleifenberg. Das markante Zwischenziel der Wanderung sieht man bereits vom Bahnhof aus. Nach der Durchquerung der Altstadt geht es durch Wohnquartiere aufwärts in den Wald und in mässigem, aber anhaltendem Aufstieg am Rand einer abschüssigen Felsklippe zur Bergwirtschaft Schleifenberg. Zwischen den Bäumen hindurch hat man bereits erste eindrückliche Tiefblicke in die Ebene gehabt. Vollends öffnet sich die Sicht, wenn man auf den 30 Meter hohen Aussichtsturm steigt. Von der höchsten Plattform der 1891 errichteten Stahlkonstruktion kann man bei klaren Verhältnissen den Schwarzwald, die Vogesen und die Alpenkette sehen. Auf einer breiten, kiesbedeckten Waldstrasse steigt man zum Stächpalmehegli ab und gelangt über Hersberg zum Blauenrain. Alsbald öffnet sich ein malerischer Ausblick: Die prachtvolle Anlage des ehemaligen Stifts Olsberg liegt im Tälchen des Violenbachs, das von sanft geneigtem, mit unzähligen Obstbäumen bestandenem Wiesland geprägt ist. Hinter der mittelalterlichen Baugruppe erkennt man in der Ferne verschiedene Hochbauten der Stadt Basel. In leichtem Abstieg führt ein Waldweg an den Dorfrand von Magden. Parallel zum Magdenerbach geht es von da nach Rheinfelden. Das Ortsbild des Zähringerstädtchens ist von nationaler Bedeutung. Wegen der bedachten Stadtplanung ist die Stadt mit dem Wakker-Preis des Schweizer Heimatschutzes ausgezeichnet worden.
Unterwegs im Schwarzbubenland Nr. 1646
Zullwil — h • SO

Unterwegs im Schwarzbubenland

Vom Start in Zullwil erreicht man nach einem kurzen Aufstieg die Ruine Gilgenberg. Mit flatternder Schweizer Fahne trotzt sie, auf einem Felssporn hoch über Zullwil thronend, Wetter und Wind. Während Jahrhunderten waren von der Burg nur noch Ruinen übrig, der Rest war zerstört durch Kriege, Erdbeben und Zeit. Vor 40 Jahren wurde Gilgenberg dank der Unterstützung von Bund und Kanton von Maurerlehrlingen restauriert, und Sponsoren finanzierten vor wenigen Jahren noch ein Dach. Alle drei Jahre finden auf dieser Modellburg rauschende Mittelalterfeste statt mit Schwertkampf, Feuerschau, Bogenschiessen und weiteren Attraktionen. 2021 ist es wieder so weit. Wie für Burgen typisch, hat man auch von Gilgenberg aus einen guten Überblick, hier über das waldreiche Schwarzbubenland. So werden die Juragebiete des Kantons Solothurn nördlich des Passwangs bezeichnet. Kurz nach der Burg wartet die Schlüsselstelle dieser Wanderung: Eine mit Ketten gesicherte, etwa zehn Meter lange Passage führt steil über eine Felsrippe den Hang hinauf. Der abwechslungsreiche Weiterweg stellt später keine besonderen Ansprüche mehr. Über juraartige Weiden und durch farbige Wälder steigt man weiter hoch zum Meltingerberg, wo ein einladendes Gasthaus wartet. Auf dem bewaldeten Rücken Horüti gelangt man zum höchsten Punkt der Wanderung auf 912 Metern. Beim Blick in die Ferne erstaunen die umliegenden Hügel mit ihren ausser- gewöhnlichen, fast märchenhaften Formen. Nach einem kurzen Abstieg am Winkelberg und Lättenbergli vorbei folgt über dem Gehöft Güggelhof der letzte Anstieg am Mettenberg. Der sanfte Abstieg durch den Wald führt an farbigen Obstbäumen vorbei hinunter nach Breitenbach, dem Ziel der Wanderung.
Der erste Weltkrieg am Hauenstein Nr. 1530
Langenbruck — g • BL

Der erste Weltkrieg am Hauenstein

Die Juraketten um den Hauenstein sind im Frühling eine Idylle. Dass in diesem grünen Paradies einst ein Krieg hätte geführt werden können, kann man sich kaum vorstellen. Doch genau hier wurde während des Ersten Weltkriegs aus Angst vor einem Angriff aus Frankreich oder Deutschland ein gigantisches militärisches Bollwerk erbaut mit Bunkern, Mannschaftsunterständen, Reservoirs und Telefonzentralen. Die meisten militärischen Anlagen sind noch gut erhalten und erinnern an diese dramatische Zeit. Einige davon liegen am Wanderweg, wieder andere entdeckt man nicht auf Anhieb, denn sie liegen neben dem offiziellen Wanderweg, wenn meist auch nur wenige Meter. Zur Lokalisierung der Anlagen hilft die Karte im Online-Wandervorschlag auf www.wandern.ch. Zu den Anlagen am Hauenstein gelangt man von Langenbruck aus. Der Weg steigt stetig und gemächlich Richtung Osten zum Spaleneggli an, wo er in den Wald eintaucht. An den Felsen ob Gwidem findet man mit Geschützstellungen und einem Beobachtungsposten erste Zeugen des Ersten Weltkriegs. Weitere Anlagen gibt es auf der Gwidemhöchi, vor allem aber rund um die Belchenflue mit der in den Fels gesprengten Südstrasse, einem Wasserreservoir und der Belchenflue selbst, die als Beobachtungsposten diente und dazu auf ihre heutige Form zurechtgesprengt wurde. Am Chilchzimmersattel sowie rund um das Spitzenflüeli und die Lauchflue gibt es zahlreiche weitere Bauten, die man entdecken kann. Von der Lauchfluh führt der Weg über den Grat Rehag anspruchsvoll hinunter zur Ruine Waldenburg. Sie ist der letzte Höhepunkt und bietet einen beeindruckenden Blick auf Waldenburg, das Ziel der Wanderung.
Grenzwandern vor den Toren von Basel Nr. 1580
Rodersdorf — h • SO

Grenzwandern vor den Toren von Basel

Die Wanderung startet im Solothurner Dörfchen Rodersdorf und quert die ganze Breite des Leimentals hinauf zur Waldkrete. Dort spriesst im Sog des milden Klimas der oberrheinischen Tiefebene bereits der Buchenjungwuchs im satten Hellgrün, während der Winter noch am Jurakamm kratzt. Der grenznahe Wald gehört zu den grössten eichenreichen Wäldern der Schweiz; die vielen vorjährigen Eicheln auf dem Boden zeugen davon. Dass auf Lössböden - er besteht aus verwehtem Feinsand aus der Eiszeit der Schotterebenen des Rheins - eigentlich die Buche von Natur aus zu Hause ist, zeigt ein riesiges Exemplar an der Landesgrenze nahe St-Brice. Es sei die grösste Buche der Nordwestschweiz, sagen die Solothurner Forstbehörden. Beeindruckt von diesem imposanten Baum geht es weiter zur Kapelle St-Brice, die in einer grossen Waldlichtung steht. Im Mittelalter war sie ein berühmter Wallfahrtsort. Daneben befindet sich ein im typischen hellgelben Riegelbau des Elsass gebauten Bauerngasthof, der aber leider geschlossen ist. Weiter führt der Weg über den Wessenberg durch eichenreiche Altholzbestände, und wer Glück hat, hört dort den mittlerweile selten gewordenen Mittelspecht klopfen. Nach dem Abstieg folgt man nicht dem Wanderweg nach Hagenthal-le-Haut, sondern dem Weg (nicht markiert) auf der Krete durch den Eichenwald, der nochmals an die heute dominierende Baumart erinnert. Nach einem kurzen Stück auf der Hauptstrasse geht es nach Schönenbuch hinunter. Kaum merkbar läuft man der Landesgrenzen entlang. Erst die Nummernschilder der parkierten Autos geben Gewissheit, wieder in der Schweiz zu sein.
Unterwegs im Land der Seidenbänder Nr. 1529
Sommerau — h • BL

Unterwegs im Land der Seidenbänder

Auf dieser Wanderung wandelt man auf den Spuren der Posamenterei, die einst die Region prägte. Die hiesige Bevölkerung lebte lange Zeit von der Seidenbandweberei, fast in jedem Haus stand damals ein Webstuhl. In den besten Zeiten arbeiteten etwa 10 000 Heimarbeiterinnen und Heimarbeiter an den Webstühlen, um die Schönen und Reichen dieser Welt mit edlen Seidenbändern auszurüsten. Tempi passati: Heute findet man die Bänder im Mai aber noch an den zahlreichen Maitannen, die als Symbol der Fruchtbarkeit an den Dorfbrunnen errichtet werden. Die Wanderung startet in Sommerau. Wer das Stück Asphalt am Anfang meiden will, läuft zuerst kurz dem Bahntrassee Richtung Giessen und Rünenberg entlang. Durch Wald und Feld geht es in das Tälchen hinein und in den Stierengraben, wo der Giessenfall einen eindrücklichen Einblick in den Tafeljura bietet: Er fällt über eine Halbarena aus geschichtetem Fels herunter. Danach geht es Richtung Rünenberg, durchs Dorf und weiter über Felder mit Kirschbäumen. Ein Abstieg führt ins Eital, in dessen Nordseite ein Höhlensystem verläuft. In die Bruderhöhle kann beim Aufstieg einige Meter eingedrungen werden. Es lohnt sich, dafür eine Taschenlampe mitzunehmen. Bald ist Wenslingen erreicht. Während man die Felder und Weiden Richtung Oltingen durchquert, taucht man im Frühling in ein Meer von blühenden Kirschbäumen ein. Fürs Mittagspicknick empfiehlt sich der hübsche Oltinger Pfarrgarten. Dann führt die Wanderung entlang des Ergolzbaches zu einem weiteren Wasserfall, zu den Talweihern und schliesslich nach Rothenfluh.
Auenlandschaft vor den Toren Basels Nr. 1531
St-Louis, Pet. Camargue • EU

Auenlandschaft vor den Toren Basels

Kleine und grosse Entdecker werden in der Petite Camargue Alsacienne fast automatisch zu Hobbyornithologen. Denn einmal vom Beobachtungsfieber ergriffen, beginnen sie die Vogelstimmen zu erkennen. In die Klangwelten der Nachtigall taucht man auf dieser Familienwanderung, wenn man zwischen Mitte April und Ende Mai dem Pfad der Rue du Canal längs folgt und dann dem linken Ufer des Canal de Huningue. Denn Nachtigallen halten sich am liebsten an Uferböschungen auf. Der Sentier de la Mittlere Au biegt vom Canal bald links in das Herz der Petite Camargue Alsacienne ein. Er führt durch Wald und schlängelt sich an Wasserarmen entlang, wo Schwäne nisten. Im Observatoire No 5 beobachtet man mit dem Fernglas die Wasservögel auf den entfernten Tümpeln. Beim Turm gabelt sich dann der Weg. Die Kinder haben die Qual der Wahl: Was zuerst? Links zum Observatoire No 6, dem vielleicht spannendsten Beobachtungspavillon am Étang U, weil er direkt am Wasser steht und die Bäume voller Nester hängen, oder geradeaus zum Étang Nord? Die zwei Wege treffen sich an der Pisciculture, der ehemaligen Kaiserlichen Fischzuchtanstalt, wo sich heute die Verwaltung des Naturschutzgebietes und die Forschungsstation der Uni Basel befinden. Picknickplätze laden hier zur Rast ein, und einen Kaffee kann man an Wochenenden meist auch ergattern. Ist man beim Haus Iris in den Weg eingebogen, wird Kindern das Hydroplantarium gefallen. Dort können sie auf den Stegen liegen und die Wasserwelt beobachten. Man befindet sich dann schon auf der richtigen Route zurück zur Bushaltestelle, auf der Rue de la Pisciculture.
Geologie rund um den Hirnichopf Nr. 1528
Nunningen, Oberkirch — n • SO

Geologie rund um den Hirnichopf

Im Kettenjura ist alles verkehrt: Aus einstigen Hügeln sind Täler geworden und aus Tälern Hügel. Reliefumkehr nennen die Geologen das Phänomen. Grund dafür ist die Erosion, die hohe Gebirgsketten weggetragen hat. Wie bei Nunningen, wie eine Schautafel bei der Ruine Gilgenberg erklärt. Man erreicht diese ab der Haltestelle «Nunningen, Oberkirch» quer über Matten wandernd. Von der Burgruine folgt man dem Weg unterhalb der westlichen Flanken der Geissflue bis zum Chrüzboden und weiter nach rechts zum Meltingerberg. Das nächste Stück Weg zum Hirnichopf folgt erst der Strasse. Man wandert zwischen Weiden, dann über eine Forststrasse und das letzte Stück bis zum Gipfel auf einem Weg im Wald. Nun geht es über den Zinglenberg, hart über der senkrechten Roti Flue bis zum Nunningenberg. Ab und zu tun sich Fenster im Wald auf, und man sieht den weiteren Verlauf dieser Wanderung bis zum Passwang. Mit geologischem Wissen kann man die Hügel und Täler zu Gebirgsketten verbinden. Die tief eingeschnittene Ulmethöchi wird dann zum Hügel und der Geitenberg zum Tal. Eben: Im Kettenjura ist alles andersrum! Vom Nunningenberg aus folgt man dem Weg rechts über Wiesen und später der Strasse zum Stierenberg. Er gewinnt nun etwas an Höhe, um über magere Weiden zur Ulmethöchi hinabzuführen und über fette Matten Richtung Geitenberg wieder anzusteigen. Kurz vor dem Hof Bürten zweigt der Weg im rechten Winkel nach rechts zum Schattberg hinauf ab. Durch eine Scharte im Fels gelangt man nach Vogelberg hinunter und weiter über Weiden zum Passwang hinauf. Im lichten Wald, der Felskante des Passwangs folgend, erreicht man die Hintere Wasserfallen und steigt zur Bergstation der Gondelbahn Wasserfallen ab.