Brunnersberg
— Beinwil SO, Schachen
• SO
Das Postauto bedient den Brunnersberg nur sonntags und feiertags - und für diese Wanderung eignet sich die Anfahrt mit dem Auto nicht. Es handelt sich hier also um eine Sonntagstour. Längere Steigungen sind nicht zu bewältigen. Ziel ist die Hohe Winde, die mit 1204 Metern über Meer exakt gleich hoch liegt wie der Passwang, beide befinden sich auf der dritten Jurakette. Man nähert sich dieser aber von der zweiten her an. Von Brunnersberg startet der Weg Richtung «Güggel», das ist das erste der Bergrestaurants auf dieser Strecke, vor allem aber ein Aussichtspunkt etwas oberhalb des Gasthofs. Von hier geht es via Stierenberg - ebenfalls ein Restaurant - zum Scheltenpass, der bereits auf der dritten Jurakette liegt. Den zahlreichen Sonntagsfahrern, die diesen Pass seiner Kurven wegen schätzen, entgeht der Weg elegant. Bei Vorder Erzberg - einer weiteren Einkehrmöglichkeit - folgt dann ein Anstieg über eine Halde mitten durch Kühe und Kälber. Der Weg löst sich auf, wird zur Kuhweide und ist erst auf der Krete oben wieder sichtbar. Nun ist die Hohe Winde schon nah, und die letzten Minuten im Wald lassen kaum erahnen, welch grossartige Aussicht auf einer baumlosen Wiese da oben wartet. Bei klarer Sicht reicht der Blick bis zum Chasseral, zum Elsässer Belchen, nach Basel sowie zum Schwarzwald und umfasst das ganze Alpenpanorama. Gleitschirmlflieger schätzen die Thermik, die sie an diesem Startpunkt vorfinden. Der Abstieg nach Schachen ist kurzweilig. Erst durch Wald, dann über Weiden und an Höfen vorbei geht der Weg durch eine selten begangene, ländlich urtümliche Landschaft.