• Traumblick von Cademario zum Lago di Lugano.

    Traumblick von Cademario zum Lago di Lugano.. Bild: Iris Kürschner

  • In Cademario startet diese Wanderung.

    In Cademario startet diese Wanderung.. Bild: Iris Kürschner

  • Frisches Frühlingsblattwerk auf dem Hügel von S. Bernardo.

    Frisches Frühlingsblattwerk auf dem Hügel von S. Bernardo.. Bild: Iris Kürschner

  • Einen Abstecher wert: die Kirche Santa Maria d’Iseo.

    Einen Abstecher wert: die Kirche Santa Maria d’Iseo.. Bild: Iris Kürschner

  • Der Dorfplatz von Aranno.

    Der Dorfplatz von Aranno.. Bild: Iris Kürschner

  • Beim Abstieg von Aranno zur Magliasina gleitet der Blick nach Novaggio und bei Klarsicht bis zum Monte Rosa.

    Beim Abstieg von Aranno zur Magliasina gleitet der Blick nach Novaggio und bei Klarsicht bis zum Monte Rosa.. Bild: Iris Kürschner

  • Curio und Bedigliora im Vordergrund. Im Hintergrund der Monte Rosa im Dunst.

    Curio und Bedigliora im Vordergrund. Im Hintergrund der Monte Rosa im Dunst.. Bild: Iris Kürschner

  • Bummel über das Weingut Vallombrosa.

    Bummel über das Weingut Vallombrosa.. Bild: Iris Kürschner

    Cademario, Lisone — Castelrotto, Ospedale • TI

    Voller Energie oberhalb von Cademario

    Cademario ist ein besonderer Ort. Nach der Fahrt auf einer kurvenreichen Bergstrasse öffnet sich hier eine herrlich weite Landschaft. Claudio Andretta, Autor des Bestsellers «Orte der Kraft im Tessin» schreibt: «Auf den Hügeln und in den Wäldern rund um das Kurhaus fand ich mehrere Kraftorte vor, die geeignet sind, uns Vitalität zu geben und uns energetisch aufzuladen.» Einer dieser Hügel ist mit einer Kapelle gekrönt. Dieser strebt man von der Postautohaltestelle «Cademario, Lisone» nach Süden entgegen. Gleich beim Parkplatz geht es in den Wald und unter mächtigen Kastanien hindurch auf den Hügel von S. Bernardo. Wunderschön der Blick nicht nur nach Cademario und zum Pizzo di Claro, sondern auch in die andere Richtung über die Häuser von Novaggio hinweg zur Eisbastion des Monte Rosa. Der Abstieg führt zur Lichtung ob Iseo, wo sich bei der Weggabelung am Ristoro ai Gelsi nach links der Abstecher zur Kirche Santa Maria lohnt, die einen besonderen Blick zum Lago di Lugano schenkt. Beim Dörfchen Iseo wandert man nordwestlich an Rustici vorbei ins stille Val di Pre Murasca hinab und im Gegenanstieg nach Aranno. Eine alte Mulattiera führt westlich zur Magliasina hinunter, wo glasklare Badepools zur Erfrischung locken. Am anderen Ufer geht es erneut bergwärts und bei der Weggabelung links im Bogen um einen Hügel nach Curio mit seinem sehenswerten Museo del Malcantone, in dem man viel über Brauchtum und Auswanderung erfährt. Von Curio leitet der Wanderweg durch eine Wiesensenke nach Feredino und dann nach Biogno. Auf der Piazza biegt die Route links in einen Wiesenweg. Kurz bevor dieser auf die Strasse stösst, kann man links durch ein Gatter das Gelände des Weinguts Vallombrosa mit einer Open-Air-Kunstausstellung betreten. Am Agriturismo vorbei und über die Strasse ist gleich Castelrotto erreicht.

    Information

    Kurhaus Cademario, 091 610 51 11, kurhauscademario.com

    Ristoro ai Gelsi, 091 609 19 48

    Museo del Malcantone, 091 606 31 72, museodelmalcantone.ch

    Wine & Art Relais Vallombrosa, 091 608 18 66, vallombrosa.ch

    Wanderung Nr. 2332

    Publiziert 2026 ‒ Präsentiert von Schweizer Wanderwege

    Iris Kürschner

    Cademario, Lisone
    0:00
    0:00
    San Bernardo
    0:25
    0:25
    Santa Maria
    1:00
    0:35
    Iseo
    1:15
    0:15
    Aranno
    2:15
    1:00
    Novaggio
    3:00
    0:45
    Curio
    3:35
    0:35
    Feredino
    4:00
    0:25
    Castelrotto, Ospedale
    4:30
    0:30
    Details zu Wegoberfläche und Kategorie auf dem Höhenprofil

    Wandervorschläge

    Kastanienselven und ein Grat im Malcantone Nr. 2330
    Arosio, Paese — Astano, Paese • TI

    Kastanienselven und ein Grat im Malcantone

    Arosio ist sozusagen der Kastanienhauptort des Tessins. Im kleinen Dorf in Balkonlage begann Mitte der 1990er-Jahre die Wiederbelebung der traditionellen Tessiner Kultur – heute werden die Selven wieder gepflegt und bewirtschaftet. Während Jahrhunderten war das sogenannte Brot der Armen die Lebensgrundlage vieler Bauernfamilien – die Früchte zum Essen, das Holz zum Bauen, die Blätter als Streu fürs Vieh. Mit der Industrialisierung und Abwanderung wurden die sorgsam gepflegten Selven aufgegeben. In Arosio startet der Aufstieg zur zweitägigen Gratwanderung. Der Weg, am Anfang asphaltiert, steigt vorerst sanft und schattig an bis La Bassa. Dort weicht der Wald eher buschartiger Vegetation, was den steiler werdenden Aufstieg zum Gradicciòli zur aussichtsreichen und je nachdem auch schweisstreibenden Angelegenheit macht. Von dem mit einem imposanten Kreuz markierten Gipfel des Gradicciòli ist die Rundsicht überwältigend: Man sieht über die Stadt Lugano hinweg Richtung Mendrisiotto und Grossraum Mailand genauso wie bis zu den Walliser Hochalpen. Vom Gradicciòli biegt man ein auf den Weg der bekannten Wanderung zwischen Monte Tamaro und Monte Lema. Der Gratweg ist breit und einfach begehbar, stets hat man die beiden grossen Tessiner Seen vor Augen, den Lago Maggiore auf der einen, den Lago di Lugano auf der anderen Seite. Auf dem Monte Lema gibt es eine einfache Übernachtungsgelegenheit. Aber auch die Option, für die Nacht mit der Seilbahn hinunter nach Miglieglia zu fahren. Am zweiten Wandertag gibt es einen gepflegten, meditativen Abstieg praktisch auf der Grenze zwischen der Schweiz und Italien. Auf einem angenehmen ehemaligen Maultierpfad verlässt man den sonnigen Grat, taucht zuerst in Birken- und später in Buchenwälder ein, ehe das Grenzdorf Astano erreicht wird.
    Zu den Winterblüten im Tessin Nr. 1262
    Brè • TI

    Zu den Winterblüten im Tessin

    Im Winter ist die Ortschaft Brè eine wahre Sonnenterrasse. Auf der vom Nordföhn abgewandten Seite, im Schutze des Monte Boglia, kann Wandern hier zu einer schweisstreibenden Angelegenheit werden. Von der Busstation «Brè Paese» durchquert der Weg das Dorf bis zum Parkplatz. Dort beginnt die Überschreitung des mit seinem Kragen so typischen Monte Boglia, der genau auf der Grenze der Schweiz zu Italien liegt. Er ist ein gut gelegener Aussichtsberg mit beeindruckendem Ausblick auf das Sottoceneri und die Poebene. Wenn jedoch auf der Sonnseite bereits grosse Schneeflächen auszumachen sind, empfiehlt es sich, den Berg in westlicher Richtung, entlang der Höhenkurve zu umschreiten. Ansonsten führt der gepflegte, deutlich markierte Wanderweg erst auf der Südseite durch den kargen Buchenwald. Hier gibt es uralte, riesige Einzelbäume zu bewundern. Was die dicken Baumstämme wohl zu erzählen hätten? Die letzten Meter auf dem Grat können von starkem Wind geprägt sein. Ein Verbleib auf dem freistehenden Gipfel kann ungemütlich werden. Der Zickzackabstieg in Richtung Alpe Bolla ist kurz und heftig. Hier, auf der Schattseite, können Schneereste das Durchkommen erschweren. Lebhaft kann man sich vorstellen, wie im dämmrigen Licht einst die Schmuggler mit ihrer Ware unterwegs waren. Heute sind die Zöllner der Alpe Bolla längst abgezogen. Die Entschädigung für den steilen Abstieg folgt jedoch bei Pian di Scagn, wo die Sonne die Südhänge aufwärmt und im Februar kräftige Christrosenstauden blühen. Die Aussicht auf das Monte-Rosa-Massiv ist eine Augenweide. Via Berghaus Alpe Bolla, das im Winter geschlossen ist, gehts durch den Buchenwald der Höhenkurve entlang wieder zurück in Richtung Brè, aus dem Schatten, der Sonne entgegen.
    Zwischen den Zähnen der Alten Nr. 0311
    Monte Brè — Sonvico • TI

    Zwischen den Zähnen der Alten

    Von Lugano aus fährt eine Standseilbahn auf den Gipfel des Monte Brè, den Ausgangspunkt dieser Wanderung. Nach einem kurzen Abstieg wandert man auf Kopfsteinpflaster zwischen rustikalen Steinhäusern durch die Gassen des Dorfs Brè. Nach dem öffentlichen Grillplatz ausserhalb des Dorfs führt der Wanderweg über Weiden in den winterkahlen Wald hinein. Nach einigen Kurven steht man oben auf der Krete und wandert dann dem Westhang des Monte Boglia entlang zur Alpe Bolla. Zwischen Mitte Dezember und Ende Januar blühen dort zu Hunderten die Christrosen. Es ist kaum vorstellbar, wie diese Pflanze mitten im Winter blühen kann! Wer die kürzere Variante nach Cadro hinunter vorzieht, kann noch etwas länger bei den Christrosen auf der Alpe Bolla verweilen. Wer der vorgestellten Route und damit dem Grat der Denti della Vecchia entlang weiterwandern möchte, hat noch eine lange Strecke vor sich und sollte die wenigen Stunden mit Tageslicht nutzen. Abwechslungsweise auf der italienischen, dann wieder auf der schweizer Seite schlängelt sich der Wanderweg dem Grat dentlang. Immer wieder leuchten die Blüten der Christrosen zwischen Laub und verdorrtem Gras hervor. Aussichtsreiche Weitblicke auf die Berge wechseln sich mit Tiefblicken ins Val Colla oder hinunter auf die Ebene von Lugano ab. Nach der Capanna Pairolo, die im Winter geschlossen ist (deren Schlüssel Wandernde aber vorgängig organisieren können), beginnt der Abstieg nach Sonvico. Allfälliges Eis und Kastanienblätter auf dem Boden fordern nochmals volle Konzentration.
    Kirchen und Kapellen im Val Capriasca Nr. 2210
    Lamone-Cadempino • TI

    Kirchen und Kapellen im Val Capriasca

    Die Kapelle San Zeno steht auf dem gleichnamigen Monte, 240 Höhenmeter oberhalb von Lamone. Es wird die einzig nennenswerte Steigung auf dieser Wanderung sein. Von hier aus blickt man auf das Val d’Agno, auf den Flugplatz, die Autobahn und Industrie. Unweit dieser geschäftigen Welt ist diese stille Wanderung den Dörfern und Kirchen des Val Capriasca gewidmet. Von der Kapelle San Zeno geht es durch einen Birken-Kastanienwald zur 1647 erbauten Kirche San Giorgio e Maria Immacolata. Über eine majestätische Treppe verlässt man den Ort Richtung Origlio und gewinnt dann sogleich wieder einige Höhenmeter beim Aufstieg nach Ponte Capriasca mit seiner sehenswerten Kirche Sant’Ambrogio. Weiter geht es nach Vaglio. Hier steht die 1916 erbaute Jugendstilkirche Santi Antonio di Padova, Giacomo e Filippo. Über das Strässchen «in Altràda» erreicht man den Weg, der durch den Wald zur Kirche San Clemente führt. Bei anhaltender Dürre bat man hier früher um Regen. Unweit davon befindet sich der mittelalterliche Turm Torre di Redde. Auf schönem Waldweg geht es nun hinunter nach Origlio und zu seinem See. Am gegenüberliegenden Westufer findet man den Weg, der wieder steil hinunter nach Lamone führt. Derweil von oben der Monte San Zeno grüsst.

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    Tessin Tessin Bergwanderung Sommer hoch T2

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