• Köhlerhaufen: Aus dem Holz der Kastanie wurde auch Kohle gewonnen. Bild: Elsbeth Flüeler

    Köhlerhaufen: Aus dem Holz der Kastanie wurde auch Kohle gewonnen. Bild: Elsbeth Flüeler.

  • Die Kirche in Mugena. Bild: Elsbeth Flüeler

    Die Kirche in Mugena. Bild: Elsbeth Flüeler.

  • Sicht auf Mugena. Bild: Elsbeth Flüeler

    Sicht auf Mugena. Bild: Elsbeth Flüeler.

  • Die Selven von Mugena zeichnen sich als Lichtung im dichten Buchenwald ab. Bild: Elsbeth Flüeler

    Die Selven von Mugena zeichnen sich als Lichtung im dichten Buchenwald ab. Bild: Elsbeth Flüeler.

  • Der Weg streift das Dorf Vezio. Bild: Elsbeth Flüeler

    Der Weg streift das Dorf Vezio. Bild: Elsbeth Flüeler.

  • Die Selven liegen in den Buchenwäldern am Fuss des Monte Lema. Bild: Elsbeth Flüeler

    Die Selven liegen in den Buchenwäldern am Fuss des Monte Lema. Bild: Elsbeth Flüeler.

  • Sicht von Miglieglia auf Breno, im Hintergrund die Berge des Val Colla. Bild: Elsbeth Flüeler

    Sicht von Miglieglia auf Breno, im Hintergrund die Berge des Val Colla. Bild: Elsbeth Flüeler.

    Arosio, Paese — Miglieglia, Paese • TI

    Die Selven von Alto Malcantone

    Früher kam im Malcantone die Kastanie fast täglich auf den Tisch. Sie bewahrte die Menschen vor Hunger. Die Früchte wurden in den Selven, in den an die Dörfer angrenzenden Kastanienhainen, geerntet. Über die Jahrhunderte hinweg entstand durch die Nutzung und Pflege der Selven eine einzigartige Kulturlandschaft. Bereits auf der Fahrt über die kurvenreiche Strasse hinauf nach Arosio kann man sie bewundern. Der Kastanie ist der Sentiero del Castagno gewidmet. Er ist mit einer Kastanie auf gelbem Hintergrund ausgeschildert und eigentlich ein Rundwanderweg. Unterwegs wird auf Paneelen die Kultur rund um die Kastanie erzählt, vom Baum und von der Frucht und wie man sie nutzte. Diese Wanderung folgt dem Kastanienweg von Arosio bis Breno. Es sind hübsche Dörfer mit engen Gassen. Im Winter ist es ruhig hier. Wer einkehren will, tut gut daran, sich vorab nach den Öffnungszeiten zu erkundigen. In Breno verlässt der Wanderweg den Kastanienweg und führt über die Via Tortoglio nach Miglieglia. Der Kastanienbaum ist nun eine von vielen Baumarten. Kurz vor Miglieglia quert der Weg die Hauptstrasse. Statt dieser zu folgen, führt er in ein Tobel hinunter und quert hier den Bach. Ein Anstieg zum Schluss, und schon ist die Kirche von Miglieglia, die Chiesa di Santo Stefano al Colle, in Sicht.

    Information

    Erreichbar ist «Arosio, Paese» mit dem Zug ab Lugano bis Lamone-Cadempino und weiter mit dem Bus in Richtung Magliaso. Zurück auf dem gleichen Weg oder via Novaggio mit Umsteigen in Magliaso.

     

    Il Castagno, Mugena, 091 611 40 50, www.ilcastagno.ch
    Osteria Pizzeria Busogne, Vezio, 076 546 68 64
    Restaurant Osteria delle Zucchine, Vezio, 091 600 32 19
    L’Osteria in ca’ de Betty & Lüis, Breno, 091 600 34 00
    Casa Santo Stefano, Miglieglia, 091 609 19 35, www.casa-santo-stefano.ch
    Ristaurante Negresco, Miglieglia, 091 609 12 95
    Osteria-Grotto Fonti, Miglieglia, 091 600 32 13

    Wanderung Nr. 2119

    Publiziert 2023 ‒ Präsentiert von Schweizer Wanderwege

    Elsbeth Flüeler

    Arosio, Paese
    0:00
    0:00
    Mugena
    0:15
    0:15
    Vezio
    1:10
    0:55
    Fescoggia
    1:45
    0:35
    Breno
    2:35
    0:50
    Tortoglio
    3:10
    0:35
    Miglieglia, Paese
    3:35
    0:25
    Details zu Wegoberfläche und Kategorie auf dem Höhenprofil

    Wandervorschläge

    Durch Tessiner Dörfer und Kastanienwälder Nr. 2331
    Cademario, Kurhaus — Vezio, Paese • TI

    Durch Tessiner Dörfer und Kastanienwälder

    Auf dieser Wanderung dreht sich viel um die Kastanie. Sie beginnt in der Kastanienselve von Cademario, durchquert den Kastanienhain Induno mit seinen mächtigen Bäumen und schliesslich die Selven von Mugena und Vezio. Die Wanderung beginnt beim Kurhaus in Cademario. Man folgt dem Schild «Alpe Agra 30 min» zurück in Fahrtrichtung Lugano. Nach wenigen Metern beginnt rechts der Anstieg. In einer weiten Schlaufe streift man die Selve von Cademario mit ihren im Frühling noch blattlosen Kastanienbäumen, bevor der Weg in einen hellgrünen Mischwald mündet. Die Abzweigung zu den beiden höchsten Punkten des Hügelzugs kann leicht übersehen werden. Man nimmt den Weg zur Linken, der über Treppenstufen in die Höhe führt. Der Aufstieg wird mit Ausblicken auf den Lago di Lugano und auf die Gipfel vom Monte Lema bis zum Gradicciòli belohnt. Auf der Alpe Agra warten zwei Amphibienschutzweiher in einer saftig grünen Wiese. Nun beginnt der Abstieg, teilweise auf Hartbelag, in Richtung Arosio. Noch vor dem Dorf lockt das Grotto Sgambada mit verführerischen Düften aus der Küche. Ab hier folgt der Weg dem Themenpfad Sentiero del castagno. Nach dem Kastanienhain Induno mit seinen wunderschönen, alten Kastanienbäumen führt die Wanderung auf Hartbelag durch die Dörfer Arosio und Mugena, die beide mit sehenswerten Kirchen aufwarten. Der letzte Wegabschnitt führt durch die Selven von Mugena und Vezio. Er verläuft in schattigen Wäldern mit zartgrünem Frühlingsblattwerk. Wildromantisch sind die Bäche, die in der Jahreszeit viel Schmelzwasser von den Gipfeln des Graducciòli und des Monte Magno ins Tal führen. Das Grà von Vezio, eines der drei letzten noch aktiven Trocknungshäuschen für Kastanien, liegt am Wegrand und kann dank der Infotafel nicht übersehen werden. Die Wanderung endet im verlassen wirkenden Dorf Vezio.
    Üppiger Wald und ein Wasserfall im Malcantone Nr. 2329
    Miglieglia, Paese • TI

    Üppiger Wald und ein Wasserfall im Malcantone

    Diese Wanderung durchs Malcantone bietet viel Natur – und eine kleine Lektion Geschichte. Die Dörfer Breno und Miglieglia lieferten sich während Jahrhunderten eine Fehde um den Flecken Land namens Tortoglio. Zum Glück konnten die Streitereien Anfang des 20. Jahrhunderts beigelegt werden. Zwei Brunnenfiguren in den Dörfern erinnern noch daran: der Asino di Breno und das Mulo di Miglieglia. Bis heute necken sich die Menschen mit diesen Übernamen: Jene aus Breno werden Esel genannt, jene aus Miglieglia Maultiere. Die Wanderung beginnt in Miglieglia. Man wandert südwärts Richtung Novaggio und von dort über den Bergwanderweg hinunter an die Magliasina. Dichter Wald, viel Farn und Moos sorgen für saftiges Grün. Es geht auf und ab durch die Hügellandschaft, bevor man – erneut dem Flüsschen entlang – durch einen Auenwald mit Weisserlen Maglio erreicht. Dort lädt ein malerischer Wasserfall mit tiefen Becken zum Abkühlen ein. Daneben liegt die restaurierte Hammerschmiede von 1860, die von einem Wasserrad angetrieben wurde. Sie kann von April bis Oktober besichtigt werden. Daneben gibt es einen kleinen Kiosk. Am Ufer der Magliasina geht es weiter bis Rencé, wo der Aufstieg nach Breno ansteht. Es lohnt sich, noch etwas durch die engen und mit Natursteinen gepflasterten Gässlein zu schlendern. Der Eselsbrunnen liegt direkt am Wanderweg, der einen anschliessend in Kastanienwälder entführt. Bei Tortoglio steht eine kleine Kapelle, in der eine Gedenktafel an die Versöhnung der beiden Dörfer 1907 erinnert. Das letzte Stück Weg schlängelt sich durch den Wald, bevor es – über den Hügel mit der Kirche und durchs schöne Dorf – an der Bushaltestelle «Miglieglia, Paese» beim Brunnen endet, dessen Maultier aus Bronze mit den Hinterbeinen in Richtung Breno ausschlägt.
    Selvenwandern im Malcantone Nr. 2009
    Arosio, Bassa — Agno • TI

    Selvenwandern im Malcantone

    Kastanienselven sind die charakteristischen Kulturlandschaften des Malcantone. Die parkähnlichen Gebiete lieferten der Dorfbevölkerung früher buchstäblich ihr tägliches Brot: Die getrockneten Edelkastanien wurden gemahlen und zu Backwaren, Teigwaren und weiteren Lebensmitteln verarbeitet. Nach dem Zweiten Weltkrieg aber wurden die Bäume zusehends vernachlässigt, bis sie mit Buchen, Linden und Eschen zugewachsen waren. Seit den 1990er-Jahren sind etliche der Selven wieder rekultiviert worden. Die Kastanienbäume wurden freigelegt und ihre Kronen gepflegt, und man hat Gras ausgesät. Ein Streifzug durch die Welt der Kastanien führt von Arosio zunächst zur Selve Pian di Tenasca, dann weiter zum Grotto Sgambada und zur Alpe Agra. Dort lohnt sich ein kleiner Abschwenker vom signalisierten Wanderweg zu einem grossen Steinkreuz, wo man eine schöne Sicht nach Mugena und zum Monte Gradiccioli geniesst. Sanft absteigend und auf Asphalt geht es weiter zur Kastanienselve Squillin, wo mehrere Dutzend Kastaniensorten gedeihen. Das Dorf Cademario wird an seinem nördlichen Rand umgangen, danach geht es hinauf zur Kuppe des bewaldeten Hügels San Bernardo, wo ein hübsches Barockkirchlein steht. Durch die Lücken zwischen den Bäumen erblickt man den Luganersee und den Lago Maggiore. Noch umfassender ist die Aussicht vom zweiten Schmuckstück sakraler Baukunst am Weg: Von der Kirche Santa Maria oberhalb von Iseo überblickt man die Region Lugano und das Seebecken von Caslano. Durch Kastanienwälder und vorbei an Rebbergen gelangt man nach Cimo und steigt von dort bei schöner Aussicht auf den Luganersee und zum Monte San Salvatore nach Agno ab.
    Kirchen und Kapellen im Val Capriasca Nr. 2210
    Lamone-Cadempino • TI

    Kirchen und Kapellen im Val Capriasca

    Die Kapelle San Zeno steht auf dem gleichnamigen Monte, 240 Höhenmeter oberhalb von Lamone. Es wird die einzig nennenswerte Steigung auf dieser Wanderung sein. Von hier aus blickt man auf das Val d’Agno, auf den Flugplatz, die Autobahn und Industrie. Unweit dieser geschäftigen Welt ist diese stille Wanderung den Dörfern und Kirchen des Val Capriasca gewidmet. Von der Kapelle San Zeno geht es durch einen Birken-Kastanienwald zur 1647 erbauten Kirche San Giorgio e Maria Immacolata. Über eine majestätische Treppe verlässt man den Ort Richtung Origlio und gewinnt dann sogleich wieder einige Höhenmeter beim Aufstieg nach Ponte Capriasca mit seiner sehenswerten Kirche Sant’Ambrogio. Weiter geht es nach Vaglio. Hier steht die 1916 erbaute Jugendstilkirche Santi Antonio di Padova, Giacomo e Filippo. Über das Strässchen «in Altràda» erreicht man den Weg, der durch den Wald zur Kirche San Clemente führt. Bei anhaltender Dürre bat man hier früher um Regen. Unweit davon befindet sich der mittelalterliche Turm Torre di Redde. Auf schönem Waldweg geht es nun hinunter nach Origlio und zu seinem See. Am gegenüberliegenden Westufer findet man den Weg, der wieder steil hinunter nach Lamone führt. Derweil von oben der Monte San Zeno grüsst.

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