Wandern im Sommer

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Hasliberg mal anders Nr. 1989
Bidmi — Hasliberg Hohfluh, Privatklinik • BE

Hasliberg mal anders

Dies ist eine jener Familienwanderungen, bei denen die Kinder gar nicht genug Zeit haben, um gelangweilt zu sein. Erstens ist sie angenehm kurz und geht praktisch nur bergab, sodass auch kleinere Kinder sie problemlos bewältigen können. Zweitens gibt es mehrere Höhepunkte, die Kinderherzen höherschlagen lassen. Und das ganz fernab von all den Themenwegen, die am Hasliberg vor allem an schönen Sommerwochenenden regelrecht geflutet werden. Natürlich gehört zu einer richtigen Familienwanderung Seilbahnfahren dazu. Die Gondeln fahren von Reuti bis zur Zwischenstation Bidmi, wo man am kleinen Bidmisee vorbeikommt und sofort in Wiesen und Wälder eintaucht. Nachdem man eine Bergblumenwiese mit guter Aussicht ins Tal passiert hat, kommt man ob Wasserwendi zu einem kleinen, steilen Waldstück mit einigen grossen Findlingen, welche die Kinder sofort zum Klettern und Springen animieren. Danach geht es weiter über Feldwege. Mehrmals passiert man kleine Bächlein. Sie sind so klein, dass die Kinder auch gut als Mutprobe drüberhüpfen können. Nach einem kurzen, steilen Abstieg kommt man zum Badesee bei Twing, wo man sich an warmen Sommertagen herrlich abkühlen kann. Ausserdem schwimmen im See auch Molche und junge Frösche, was für kleine Entdecker und Entdeckerinnen ein Höhepunkt ist. Hat man sich genug ausgeruht, geht es angenehm flach bis zur Biitiflüö, wo eine befestigte Feuerstelle mit Bänken, umgeben von vielen Klettersteinen, zu einer längeren Rast einlädt. Der steile Abstieg bis zur Klinik Hasliberg hinunter führt an faszinierenden Felsformationen und einem kleinen See vorbei.
Im Banne des Moléson Nr. 1970
Moléson-sur-Gruyères • FR

Im Banne des Moléson

Auf dieser Rundwanderung zum Gros-Moléson kann man die wohltuende Ausstrahlung des Moléson, des bekanntesten Berges im Greyerzerland, erleben und dabei seine Waden schonen. Von der Bushaltestelle Moléson-sur-Gruyères geht es zur Talstation der Standseilbahn. Dort beginnt der Aufstieg – zuerst auf einer Kiesstrasse, die wenig später zu einem schmalen Pfad wird, der durch die grüne Landschaft aufwärtsführt. Der imposante, felsige Moléson zieht die Wandernden in seinen Bann und erfüllt das Klischee, das man vom Greyerzerland hat, voll und ganz. Zu den Klischees gehören auch die schwarz-weissen Kühe, die Alphirten in der traditionellen Sennentracht und die Hymnen «Le Ranz des Vaches» und «Le Vieux Chalet». Und selbstverständlich das Starprodukt der Region, der Greyerzerkäse, der seit über 200 Jahren gekonnt als touristischer Höhepunkt vermarktet wird. Doch kann man von Klischees reden, wenn die Traditionen, die für das Greyerz zahlreich sind und zur Greyerzer Kultur gehören, sich ständig verändern und dadurch lebendiger sind denn je? Darüber lässt sich auf dem nächsten Wegstück dem Berghang entlang sinnieren. Bald erreichen die Wandernden den Gros-Moléson, ein grünes Paradies, wo man im saftig-grünen Gras picknicken und dabei die Greyerzer Berge betrachten kann. Nach der Pause geht es weiter auf einem schönen, weiss-rot-weiss markierten Weg in Richtung Plan-Francey. Von dort aus beginnt man mit dem Abstieg – zuerst auf einem breiten Weg bis Grosses-Clés, danach auf einem steil und im Zickzack bergab führenden Pfad. Dieser führt an einer für Besucher geöffneten Alpkäserei vorbei.
In typischer Greyerzer Landschaft Nr. 1971
La Valsainte, Couvent — Charmey (Gruyère), village • FR

In typischer Greyerzer Landschaft

Klöster wurden oft an einsamen, entlegenen Orten gebaut. Auch die Kartause La Valsainte ist so ein Ort. Zumindest muss er es gewesen sein, als sich die Mönche 1295 dort niederliessen, das Kloster gründeten und das Javrotal erschlossen. So wurde mit der Zeit auch dieses Tal zur typischen Greyerzer Landschaft – mit Weiden und Alphütten mit dem offenen Kamin und dem Dach mit den grauen Schindeln, die in der Sonne schimmern. Von La Valsainte führt diese Wanderung erst über die Strasse bis kurz nach dem mit Kochhüten gekrönten Feinschmeckerrestaurant La Pinte des Mossettes. Dann führt der Weg nicht mehr über Asphalt. Er zweigt links ab und steigt hinauf zur Alp L’Auta Chia d’Amont. Von dort geht es über die Krete bis zum Gipfel von La Berra, der von weither sichtbar ist und darum einen Triangulationspunkt erster Güte für die Landesvermessung darstellt. Der Abstieg erfolgt mit prächtiger Aussicht auf die Greyerzer Berge Richtung Südwest an der Gîte d’Allières vorbei. Hier nimmt man den Weg links und steigt über Les Botteys hinunter zu La Valsainte. Damit ist der Kreis geschlossen. Die Wanderung aber führt weiter nach Charmey, hinaus aus dem Tal ins Jauntal. Dazu überquert man den Javro auf der Höhe von La Valsainte, folgt auf 200 Metern der Strasse talauswärts und nimmt dann links den schmalen Feldweg, der dem Moléson, der Dent de Broc und manchmal der schon untergehenden Sonne entgegen direkt nach Charmey führt.
Am Ufer des Greyerzersees Nr. 1972
Corbières, Pont de Corbières — Broc-Village • FR

Am Ufer des Greyerzersees

Zwischen Corbières und Broc lag vor mehr als 100 Jahren ein ausgedehntes Auengebiet mit kilometerlangen Schotterbänken, Sandhügeln und Altwasserläufen. Die Saane und der Jaunbach, zwei ungestüme Wildbäche, trafen hier aufeinander. Sie überfluteten die Aue mit jedem Hochwasser und formten die Landschaft immer wieder neu. Mit dem Bau der beiden Staumauern von Rossens 1948 und von Lessoc 1968 wurde das Gebiet dauerhaft überschwemmt, der heutige See entstand. Leider verschwanden damit auch drei Viertel der Auenlandschaft. Heute ist nur noch die Mündung der Saane in den Greyerzersee bei Broc eine solche, eine schützenswerte aber, und hier befindet sich der grösste Silberweiden-Auenwald der Schweiz. Diese Familienwanderung passt gut in den Frühling oder Sommer und hat auch bei Regen ihren Reiz. Der Wegverlauf ist einfach zu finden. Wer bei der Pont de Corbières Richtung Broc einfädelt, kann sich kaum mehr verlaufen. Der Weg führt meist dem Ufer entlang, der künstlich geregelte Wasserspiegel ist manchmal durch einen steilen Geröllstreifen vom Weg getrennt. Teilweise ist der Streifen aber auch flach und eignet sich zum «Schifere», um den einen oder anderen flachen Stein über die Wasseroberfläche hüpfen zu lassen. Oft ist man im Wald, der vor Sonne und Regen schützt. Von einigen offenen Wegpartien aus hat man schliesslich einen Panoramablick auf den Moléson, die Dent de Broc und den Gibloux. Achtung bei der Planung der Picknickpause: Bräteln kann man nur im ersten Teil, wo es viele Möglichkeiten dazu gibt, ab Bois des Crêts verbieten die Regeln des Auenschutzes (zone alluviale) das Feuermachen. In Les Laviaux gibt es ein Restaurant, hier kann man auch im See baden.
In der felsigen Landschaft der Gastlosen Nr. 1973
Jaun, Dorf — Jaunpass, Restaurant • FR

In der felsigen Landschaft der Gastlosen

Möchte man die steinerne Schönheit der Gastlosen richtig auf sich wirken lassen, sind zwei Tage empfehlenswert. Die Wanderung beginnt bei der Bushaltestelle «Jaun, Dorf». Nachdem man den Jaunbach überquert hat, beginnt man mit den ersten 300 Meter Steigung durch den Wald. Die Aussicht auf die wunderbare Voralpenlandschaft, die sich nach dieser Steigung eröffnet, entschädigt einen für die Anstrengung. Oberhalb der Alpen Gross Rüggli und Roter Sattel erreicht man bereits den Brendelspitz, um den man herumgeht. Danach geht es hinunter zum Chalet du Soldat. Wenn man von dort aus zu den nahen weissen Felsen schaut, sieht man die Kletterer, die sich an ihren Seilen über die imposanten Kalkfelsen nach oben bewegen. Weiter geht es abwärts bis zur Alp Stierenritz, bevor ein steiler Aufstieg auf den Pass Wolfs Ort führt, den höchsten Punkt des Tages. Von dort gelangt man auf die andere Seite der Bergkette, wo die ein wenig tiefer gelegene Grubenberghütte des SAC wartet. Am folgenden Tag beschreibt die Route eine Schleife vorbei an den Alpen Hinderi Schneit, Mittleri Schneit und Vorderi Schneit in Richtung Bire. Bei der Alp Bire angekommen, ist es Zeit für eine Stärkung, denn es wartet der Aufstieg zum Hundsrügg mit seinen 2047 Metern. Eine prächtige Aussicht bietet sich noch während des ganzen Abstiegs auf dem Grat zur Oberenegg-Hütte, die im Sommer leider geschlossen ist. Nicht schlimm, denn bis zum Jaunpass mit seinen zahlreichen Verpflegungsmöglichkeiten ist es nur noch eine gute halbe Stunde Marsch.
Im Jorat-Wald über Lausanne Nr. 1974
Lausanne, Signal — Cugy VD, Le Moulin • VD

Im Jorat-Wald über Lausanne

Oberhalb von Lausanne verschmilzt die Stadt mit der Natur. Der Sauvabelin-Wald ist ein beliebtes Naherholungsziel. Hier lässt sich aufatmen. Wer ist zuerst auf dem 35 Meter hohen Holzturm? Am Seelein füttern die Kleinen die Enten, und sie toben auf dem Spielplatz. Bei der Autobahn dann pulsiert der Verkehr. Hier zweigt der Weg links ab und folgt dem Bach Le Flon stadtauswärts. Zwischen den Baumwipfeln schimmern Umrisse von Wohnblöcken hindurch, bis sie schliesslich ganz verschwinden. Es folgt ein sanfter Aufstieg auf das Hochland des Jorat, das grösste zusammenhängende Waldgebiet des Mittellands. Hier in der grünen Lunge und dem Trinkwasserspeicher der Waadt finden sich viele Naturschätze. Diese würdigt der Landgasthof Chalet des Enfants, indem er auf Produkte setzt, die in der Region hergestellt werden und vor der eigenen Haustüre wachsen. Das Restaurant, wo auch Coco Chanel gespeist haben soll, befindet sich nördlich der Fontaine des Meules auf einer Waldlichtung und wird nach zwei Stunden erreicht. Wer lieber picknickt, sollte unbedingt einen Blick in den Hofladen werfen. Gestärkt geht es durch den Wald hinunter nach Montheron. Kurz nach dem dortigen Kloster folgt die Route dem «Sentier du Talent»: Wo die Hauptstrasse links über den Fluss und der markierte Wanderweg rechts hinauf nach Bottens führt, wählt man das Strässchen geradeaus. Nach einiger Zeit biegt ein kleiner Pfad nach links ab. Nun gilt: Immer möglichst dem Flussufer entlangmarschieren und bei der Hauptstrasse links abbiegen, um zur Bushaltestelle zu gelangen.
Flanieren am Ufer des Bodensees Nr. 1955
Münsterlingen Spital — Konstanz • TG

Flanieren am Ufer des Bodensees

Das Ufer des Bodensees ist ein grosser Freizeitpark. Da wird gebadet, gesurft und gesegelt, am Strand Fussball und Volleyball gespielt. Es gibt ein Museum, Stadtparks und Lehrpfade, die in die Vegetation der Verlandungszonen einführen, und im Konstanzer Hafen schliesslich ein Riesenrad. Und wer die Wanderung noch verlängern will, wandert in der Konstanzer Altstadt zum Münster, durch eine total andere Kultur, getrennt durch eine unsichtbare Linie, die Landesgrenze zwischen der Schweiz und Deutschland. Die Lust an der Freizeit ist den Menschen am Bodensee auch bei der «Seegfrörni» von 1963 trotz klirrender Kälte nicht vergangen. Im Gegenteil. Sie verlagerten ihre Freizeitaktivitäten einfach auf das Eis, ritten, schlittelten, liefen Schlittschuh und fuhren sogar mit Autos über den See. Damals wurde auch die Johannesbüste in einer feierlichen Prozession über den Bodensee getragen. Nach der Prozession von 1833, als sie auf das deutsche Ufer wechselte, kam sie nun von Hagnau zurück nach Münsterlingen, wo sie seither bis zur nächsten «Seegfrörni» in der Kirche stehen soll. Diese Prozession von 1963 ist auch der Anlass für diese Wanderung, nicht über den See, sondern entlang des Bodenseeufers von Münsterlingen nach Konstanz. Sie fängt am Bahnhof «Münsterlingen, Spital» an und folgt so nah wie nur immer möglich dem Ufer. Mal kann man direkt zum See gelangen, dann wieder trennt ein Schilfgürtel das Wasser vom Weg, oft auch Häuser von Privaten, aber immer wieder gibt es Parks mit vielen Möglichkeiten, sich die Freizeit zu vertreiben, was die Thurgauer an schönen Tagen denn auch ausgiebig tun. Wer gerne flaniert und sich treiben lässt, der findet auf dieser Wanderung sein Glück.
Käsekugeln im Solothurner Jura Nr. 1956
Günsberg, Längmatt — Oberbalmberg, Kurhaus • SO

Käsekugeln im Solothurner Jura

Über dem Mittelland liegt wie so oft das Nebelmeer. Beim Balmberg nahe Solothurn dagegen reicht die Sicht an guten Tagen bis in die Alpen. Allein schon dafür hat sich die Anreise gelohnt. Und da sind ja noch die berüchtigten Käsekugeln, die im «Hofbergli» serviert werden! Und die abenteuerliche Wanderung über die grauen Zacken der Chambenflüe. Der Aufstieg von der Bushaltestelle «Günsberg, Längmatt» zum «Hofbergli» dauert eine knappe Stunde. Über Weide führt der Wanderweg zunächst in den Wald, wo sich der Pfad über drei kleine Brücken schlängelt. Von einer Lichtung aus kann man bereits die kantigen Felsen der Chambenflüe erblicken. Etwas unterhalb liegt die Bergbeiz. Auf der Terrasse herrscht meist reger Betrieb, besonders an Wochenenden ist das «Hofbergli» gut besucht. Die Spezialität des Hauses sind die «Chäsbergli», frittierte Käsekugeln, die in der Genferseeregion als Malakoff bekannt sind. Die beiden Gastgeber Gabi Fischer Deola und Andreas Deola wählen ihre Produkte sorgfältig aus. Was woher stammt, ist in der Karte vermerkt. Empfehlenswert sind auch die saftigen Kuchen. Zum Verdauen geht es dann hinauf zum Chamben. Nach der Ankunft oben führt der Weg links über den Bergrücken auf die Nordseite des Chamben. Es folgt ein steiler Abschnitt durch Wald mit exponierten Treppen, die mit Ketten gesichert sind – gutes Schuhwerk und Schwindelfreiheit sind hier gefragt. Danach wird es wieder ebener. Über den Niederwiler Stierenberg geht es hinunter zum Kurhaus Balmberg und zur nahen Busstation.
Drei-Burgen-Wanderung im Dorneck Nr. 1966
Münchenstein, Dorf — Dornach-Arlesheim • BL

Drei-Burgen-Wanderung im Dorneck

Die Drei-Burgen-Wanderung beginnt bei der Tramhaltestelle «Münchenstein, Dorf» mit einem scharfen Anstieg hinauf ins Dorf. Durch noble Villen führt der Weg in den Wald. In der Ferne blitzt die Burg Reichenstein durch den Buchenwald und hilft den Kindern, sich ein erstes Ziel zu stecken. Auf dem Weg dorthin gibt es der Burgenkrete entlang tolle Möglichkeiten für eine Rast. An der Flanke (kein offizieller Wanderweg) geht es hinunter zum Rebberg und von dort über die Schlossgasse zur Burg Birseck. Deren Innenhöfe können in den Sommermonaten besucht werden. Es folgt ein weiterer spannender Abstieg über Spitzkehren, Felsenwege und Grotten in die Ermitage, einen englischen Landschaftsgarten mit grossen Weihern, wo man Fische beobachten kann. Entlang des Fusses des Hollebergs geht es hoch zum Schlosshof mit Restaurant. Von hier lockt schon die dritte Ruine, die Burgruine Dorneck. Kinder kann man hier nicht mehr halten, den Turm zu besteigen, in den dunklen Sodbrunnen zu spähen oder sich hinter den vielen Mauern zu verstecken. Derweil können die Erwachsenen den zyklopischen Betonbau des Goetheanums, des Sitzes und Tagungsorts der Anthroposophischen Gesellschaft, in der Ferne bestaunen. An diesem vorbei geht es nach Dornach.
Zurück in die Vergangenheit im Bleniotal Nr. 1967
Malvaglia, Rongie • TI

Zurück in die Vergangenheit im Bleniotal

Auf dieser Wanderung wird man in eine längst vergangene Zeit zurückversetzt. Im Schatten von Kastanienbäumen wandert man durch alte, zum Teil verlassene Dörfer und zu einer der grössten und bedeutendsten Burgruinen der Südschweiz. Dem Zerfall ausgesetzte Häuser mit eingestürzten Dächern erinnern an früher. Von Rongie aus überquert der Weg den Fluss Brenno und schlängelt sich anfangs durch Weinreben bis an die Abzweigung in Ganne Fuori. Die nächsten paar Hundert Meter verlaufen auf der Dorfstrasse an Gärten vorbei. Ab Ludiano steigt der Weg an und verläuft im Schatten von Kastanien immer mehr im Wald. Weit weg von Trubel und Lärm und gemächlich steigend führt der Weg weiter bis zur Ruinensiedlung Selva Piana, wo noch im Jahr 1900 über 300 Menschen gelebt haben sollen. Hier öffnet sich die Sicht auf das Bleniotal und die umliegenden Berge. Ein Panoramapunkt mit Tisch und Bank lädt zum gemütlichen Verweilen ein. Nach einem letzten Aufstieg erreicht man in Navone bereits den höchsten Punkt der Wanderung. Von hier an geht es wieder durch den Wald über einen historisch wirkenden Weg Steinstufe um Steinstufe sachte zurück ins Tal. Den krönenden Abschluss macht das Castello di Serravalle, wo der Weg mitten durch die Ruinen verläuft.
Einzigartige Blütenpracht im Turtmanntal Nr. 1968
Turtmann, Bini • VS

Einzigartige Blütenpracht im Turtmanntal

Die Wanderung beginnt mit einem Rundgang durch den gepflegten Dorfkern von Turtmann, der von prächtigen Patrizierhäusern geprägt ist. Es folgt ein steiler Anstieg über gewundene Waldpfade. Lichte Wiesen öffnen den Blick ins Rhonetal und auf die umliegenden Gipfel. Bald erscheinen üppige Büschel von Adonisröschen, die in ihrer goldgelben Pracht leuchten. Diese geschützte Art blüht schweizweit nur hier sowie in der Region Saxon in der Zeit von April bis Mitte Mai. Unterwegs entdeckt man weitere farbige Blüten von Schlüsselblumen, Veilchen, Leberblümchen und mehr. Nach dem Dorfkern von Unterems ziehen sich die Höhenmeter gemächlich durch zartgrünes Dickicht und über liebliche Wiesen bis Tuminen hinunter. Mit etwas Glück erblickt man Esel, die sich das frische Gras schmecken lassen. Ab dem Wendepunkt an der Brücke gelangt man auf einen historischen Saumweg, der 1842 erstmalig in Karten als Verbindung zwischen dem Rhonetal und dem Turtmanntal dargestellt wurde. Die Turtmänna rechts und die Chummuleitig zur Linken begleiten eine Weile den Weg mit ihrem frischen Rauschen, bis die Wanderung in die Weinhänge am Fusse des Chrizhubil übergeht. Ein Picknickplatz lädt zum Verweilen ein, bevor der restliche Abstieg mit weiteren Adonisröschen bezaubert.
Beschaulicher Spaziergang im Domleschg Nr. 1969
Tumegl/Tomils, Curschiglias — Fürstenau, Schloss • GR

Beschaulicher Spaziergang im Domleschg

Das Domleschg ist das Tor zu zwei wichtigen Alpenpässen. Hier musste immer schon durch, wer über Splügen oder San Bernardino wollte. Kein Wunder, dass das Tal sich zu einer der burgenreichsten Regionen entwickelte. Die einfache Wanderung ist eine Etappe des Burgenwegs mit einer lohnenden Variante für den ersten Abschnitt. Sie führt meist auf breiten Landwirtschaftsstrassen durch abwechslungsreiche Kulturlandschaft. Die Burgen und Schlösser am Weg bilden eine wunderbare Kulisse; sie sind alle in Privatbesitz und nicht öffentlich zugänglich. Beim Dorfausgang von Tomils folgt man dem Wegweiser Richtung Dusch und steigt hinauf zur Kapelle St. Maria Magdalena, von wo man das ganze Tal überblicken kann. Unterhalb der Kapelle, beim Weiler Dusch, nimmt man den Weg Richtung Paspels, den auf beiden Seiten Trockensteinmauern säumen. Beim Biohof Dusch hat es einen verlockenden Hofladen. In Paspels stösst man auf den Burgenweg und erreicht bald den Canovasee (Leg da Canova), der im Sommer eine Badi mit Liegewiese und Kiosk aufweist. Etwas später dominiert das Schloss Rietberg, wo sich ein Blick hinter die mächtigen Mauern in den Hof lohnt. Am Ziel in Fürstenau kann man rund um die Casa Caminada mitten im Städtchen einen Apéro geniessen.
Von Weinfelden nach Frauenfeld Nr. 1952
Weinfelden — Frauenfeld • TG

Von Weinfelden nach Frauenfeld

«O Land, das der Thurstrom sich windend durchfliesst, dem herrlich der Obstbaum, der Weinstock entspriesst. O Land mit den blühenden Wiesen besät, wo lieblich das Kornfeld der Abendwind bläht», heisst es im Thurgauerlied. Wandernde wissen es zu schätzen, dass tüchtige Bauern Sorge zur prächtigen Landschaft tragen. Doch zum Ostschweizer Kanton gehören auch die tüchtigen Kleinstädter, die in Frauenfeld, Kreuzlingen, Arbon, Amriswil, Weinfelden oder Romanshorn für viel Lebensqualität sorgen. Dieser Wanderweg verbindet Stadt und Land auf fast ideale Weise. Er beginnt am Bahnhof von Weinfelden, führt dann durch das Industriegebiet zur Thur hinunter und folgt ihr bis ins Brückendorf Amlikon. Dann steigt er zum malerischen Weiler Leutmerken mit seiner prominenten, paritätisch genutzten Kirche auf. Weiter geht es ganz im Sinne des Thurgauerliedes durch blühende Landschaften, vorbei am Schloss Griesenberg, wo einst Vogt Gessler residiert haben soll, und der ältesten Tilsiter-Käserei der Schweiz in Holzhof. Mit viel Aussicht auf den Hinterthurgau und das Toggenburg erreicht man schliesslich den Stählibuckturm. Wer die 148 Stu- fen erklimmt, erweitert seinen Blick über die liebliche Hügellandschaft hinaus bis zu den Innerschweizer und Berner Alpen. Von hier aus ist auch schon Frauenfeld, der Hauptort des Kantons, zu sehen. Bis zum Bahnhof der mit gut 25 000 Einwohnern grössten Thurgauer Stadt sind es dann allerdings noch ein paar Kilometer. Der Weg führt dem hübschen Mühlitobelbach entlang fast bis ins Zentrum – vom Land direkt mitten in die Stadt.
In der Thurgauer Ländlichkeit Nr. 1953
Amriswil — Bischofszell • TG

In der Thurgauer Ländlichkeit

Auf dieser Frühlingswanderung zwischen Amriswil und Bischofszell geht es durch die Thurgauer Landschaft. Äcker und Obstplantagen, Dörfer und Bauernhöfe kontrastieren mit Naturschutzgebieten, der Sitter und Weihern. Langweilig wird es auf dem Thurgauer Panoramaweg also nie. Diesem wird allerdings am Anfang noch nicht gefolgt. Von Amriswil geht es südwärts Richtung Hudelmoos, eines wunderschönen Feuchtgebiets mit leuchtenden Birkenstämmen, dichten Schilfgürteln, Tümpeln und vielfältigen Blumen. Es war ursprünglich ein See, verschilfte dann mit der Zeit, wurde schliesslich zum Sumpf, zum Moor. Weil früher Torf gestochen wurde, sind heute nur noch Reste des ursprünglichen Moores vorhanden. Das tut dem kleinen Paradies keinen Abbruch: Viele Weglein führen heute durch das Naturschutzgebiet, es gibt mehrere Feuerstellen. Kurz nach dem Hudelmoos biegt man auf den Thurgauer Panoramaweg ein. Kurz vor der Sitterfähre in der Gertau trifft man auf die Kapelle Degenau. Danach steigt man in die Fähre, die einzige übrig gebliebene Fähre im Kanton Thurgau. Sie stammt aus der Pilgerzeit und fasst je nach Wasserstand bis zu zwölf Personen (unter der Woche auf Voranmeldung). Am anderen Ufer wartet der Hof Gertau, dessen Restaurant im Frühling 2022 neu eröffnet. Bald erreicht man die fünf Hauptwiler Weiher. Sie sind künstlichen Ursprungs, wurden im 15. Jahr- hundert zur Fischzucht angelegt, fügen sich aber gut in die Landschaft ein. Am letzten Weiher liegt gar eine Badeanstalt, bevor es dann über den Bischofsberg nach Bischofszell geht.
Den See im Blick Nr. 1954
Häggenschwil-Winden — Arbon • TG

Den See im Blick

Gleich am Ausgangspunkt hat man eine weite Sicht auf den Bodensee. Unterwegs, vorbei an Wiesen und unzähligen Obstbäumen sowie ab und zu auf Asphalt, verschwindet er zwar vorübergehend aus dem Blickfeld, doch am Ende gelangt man direkt ans Ufer des «Schwäbischen Meers», wie das Gewässer seit dem Mittelalter auch genannt wird. Heute wird die Bezeichnung meist nur noch scherzhaft verwendet. Dennoch ist es nicht gänzlich abseitig, diesen ausgedehnten See als Ozean zu betrachten. Das hat nicht zuletzt damit zu tun, dass man auf der Schweizer Seite eine ungewöhnliche Weite vor sich hat, wenn man über das Wasser blickt, denn anders als an anderen Seen der Schweiz schieben sich hier keine Berge vor das Panorama. Vom Weiler Winden führt ein Kiesweg zum Wenderholz, durch den Wald und vorbei an langen Reihen von Apfelbäumen nach Esserswil und weiter nach Roggwil. Der Anbau von Kernobst hat in der Region eine lange Tradition und nimmt eine bedeutende wirtschaftliche Stellung ein. Die Bäume bieten von der Blüte im Frühling bis zur herbstlichen Fruchtreife während der ganzen Vegetationszeit einen schönen Anblick. In Roggwil gelangt man am Schloss und am prachtvollen Riegelbau des ehemaligen Restaurants Traube vorüber zur Wanderwegkreuzung an der Hauptstrasse, schwenkt dort auf die in Richtung Mörschwil signalisierte Wanderroute ein, verlässt diese kurz vor dem Gehöft Baumühle wieder und zweigt zum Wanderweg nach Arbon ab. Durch Wohnquartiere gelangt man zum Bahnhof und an den See. Dort empfiehlt sich ein kleiner Bummel auf der Seepromenade bis zum Schlosshafen und von da aus in die verwinkelten Gassen der Altstadt.
Vom Wynental zum Sempachersee Nr. 1962
Beromünster, Flecken — Sempach • LU

Vom Wynental zum Sempachersee

Diese Wanderung ist geprägt von landschaftlichen Kontrasten, die von landwirtschaftlich genutzten Flächen und Obstgärten bis zu Naturschutzgebieten mit Weihern und einem Golfplatz reichen. Kurz nach dem Start in Beromünster erwartet einen bereits ein Naturpfad im lauschigen Flusstal der Wyna. Mit einem sanften Aufstieg verläuft die Wanderung weiter durch blühende Obstgärten, bis der Hügelzug Erlose mit Ausblick auf den Baldeggersee erreicht ist. Die nächste Wegstrecke führt durch den Schatten spendenden Chüewald, wo mehrere Waldhäuser mit Feuerstellen zu einer Mittagspause einladen. Das Highlight der Waldpassage ist das Naturschutzgebiet Vogelmoos, das mit seinen Weihern vielen Vogelarten ein Zuhause bietet. Ab dem Weiler Bromen lässt man den Wald hinter sich, und die Weitsicht mit Alpenpanorama begleitet einen von nun an bis ans Ende der Wanderung. Diese zweite Wegetappe führt grösstenteils über Hartbelag, hat aber mit der Querung von hügligen Landwirtschaftsflächen und des Golfplatzes Hildisrieden, eingebettet im Gormundermoos, viele landschaftliche Kontraste zu bieten. Bevor die Wanderung mit einem Fussbad im Sempachersee oder einem Besuch der Vogelwarte zu Ende geht, führt sie an einem weiteren idyllischen Vogelhabitat, dem Steinibüelweier, entlang.
Auf und ab im Goldauer Bergsturz Nr. 1963
Arth-Goldau • SZ

Auf und ab im Goldauer Bergsturz

Am 2. September 1806 brechen am Rossberg 30 bis 40 Millionen Kubikmeter Gestein ab und stürzen zu Tale. Drei Dörfer werden zerstört, 457 Menschen kommen zu Tode. 200 Jahre später sind die Spuren dieser Katastrophe noch sehr gut sichtbar. Die Abrisskante oben am Gipfel des Gnipen, Stein- und Felsblöcke am Hang und der Schutt unten im Tal, wo heute der Natur- und Tierpark Goldau beheimatet ist. Die Wanderung beginnt beim Bahnhof Arth-Goldau. Dort folgt man dem Wanderweg Richtung Härzigwald. Er führt zuerst durch urbanes Gebiet und steigt dann immer steiler an. Immer mal wieder gibt der Wald einen Blick auf die Rigi und den Zugersee frei. Im Frühling wähnt man sich in einem Meer von Bärlauch; der grüne Blätterteppich und der intensive Knoblauchduft sind dann ein Erlebnis für Auge und Nase. Auf gut 1000 Meter über Meer ist der höchste Punkt erreicht, und man wandert seitlich ins Bergsturzgebiet hinein. Eine Gedenktafel erinnert an das Ereignis von 1806 und an die Opfer der Katastrophe. Botanik-Interessierte können hier eine kurze Zusatzschlaufe einlegen. Mit etwas Glück findet man den Frauenschuh, eine der prächtigsten Orchideenarten. Im Abstieg schlängelt sich der Weg durch grosse Felsblöcke Goldau entgegen.
Zwischen Emmental und Berner Oberland Nr. 1964
Eriz, Säge • BE

Zwischen Emmental und Berner Oberland

Im Eriz ist Endstation, für den Bus und für den Privatverkehr. Nicht gerade einsam ist man hier, aber doch weit weg von den grossen Touristenströmen. Die Wanderung beginnt auf einer kurzen, asphaltierten Hofzufahrt. Durch ein Waldstück mit gemütlichen Rastmöglichkeiten führt der Weg zum Rotmoos – einem Naturschutzgebiet und eine dem Nadelwald entsprungene Moorlandschaft. Mit viel Glück ist hier das seltene Auerhuhn zu erblicken, das grosse Reviere und ungestörte Lichtungen bewohnt. Mit einem guten Auge findet man besondere Blumen und Pflanzen wie Fieberklee oder Sonnentau. Die Strecke zum Hängst wird vom Glockengeläute der Weidetiere begleitet und von den sanften Klängen eines Windglockenspiels, das an einem charmanten Bauernhaus hängt. Beim Abstieg zum Bödeli säumen imposante Nadelbäume den Weg. Nach dem Überqueren der Strasse wird man bald vom Rauschen der Zulg erfüllt. Dort startet ein Rätselweg mit kniffligen Fragen über die Region. Aber Achtung: Auf der Suche nach der richtigen Antwort ist der gut gepflegte Grillplatz am Flussufer schnell verpasst. Eine Pause vor dem Ziel lohnt sich, um sich für den letzten Abschnitt der Wanderung zu stärken.
Wanderidylle bei Winterthur Nr. 1965
Rämismühle-Zell — Elgg • ZH

Wanderidylle bei Winterthur

Winterthurs geschäftiges Treiben liegt nach ein paar Minuten Fahrt mit der S-Bahn hinter einem. Mitten in der Idylle beginnt die Wanderung mit einem ersten kurzen und knackigen Anstieg. Danach geht es ohne grosse Anstrengungen weiter nach Lettenberg, wo man sich im Studio Blade ein massgefertigtes Messer aneignen kann. Hier präsentiert sich bereits ein Vorgeschmack auf die Aussicht, die einen heute noch beglücken wird. Weit unten Turbenthal und in der Weite die Alpen. Wer kein Picknick dabeihat, lässt sich später im wunderschönen Garten des Gasthofs Gyrenbad verwöhnen. Von dort ist es nicht mehr weit zur Burgruine Schauenberg, wo eine Feuerstelle zur Rast einlädt. Das Panorama reicht bei guter Fernsicht bis zu den Berner Alpen mit Eiger, Mönch und Jungfrau. Kein Wunder, dass dieser Ort nach der Zerstörung der Burg im Jahr 1344 als ein Teil eines Warnsystems genutzt wurde, das Albis, Pfannenstiel, Uetliberg, Lägern, Zürichberg und Kyburg verband. Der Abstieg von diesem geschichtsträchtigen Ort ist sanft. Bevor es auf dem letzten Abschnitt nach Elgg durch ein schattiges, wildromantisches Tobel mit Wasserfällen geht, setzt man sich gerne in der Wirtschaft zur Guhwilmühle in den Garten und lässt die wunderbaren Eindrücke Revue passieren.
Wilde Schlucht in den Freibergen Nr. 1960
Pré-Petitjean — Glovelier • JU

Wilde Schlucht in den Freibergen

Auf dieser Wanderung entlang des Bachs Le Tabeillon lässt sich die Vielfalt des Juras in gut vier Stunden erleben: Der Weg führt über saftige Weiden, entlang malerischer Weiher, vorbei an schroffen Kalkfelsen und durchquert dichte Nadelwälder. Ausgangspunkt ist der unauffällige Bahnhof Pré-Petitjean. Bereits die Fahrt hierhin ist landschaftlich reizvoll und bahntechnisch spektakulär. Nur dank Spitzkehre und -schlaufe lassen sich auf kurzer Distanz 300 Höhenmeter überwinden. Zunächst wandert man auf breitem Weg mit Weitblick zum Naturschutzgebiet Plain de Saigne. Wer nicht bereits dort der Versuchung einer langen Rast erlegen ist, hat mit den Moorweihern Pré des Combes und Etang de Bollement zwei weitere Möglichkeiten zum Verweilen. Unterwegs verrät ein altes Wasserrad die ehemalige Existenz eines Sägewerks. Wie eine Kerbe in der Landschaft erstreckt sich nun die Combe Tabeillon von den Freibergen hinunter nach Glovelier. Nur der sanft abwärtsführende Wanderweg und die rote Eisenbahn führen durch die wilde, urwaldähnliche Schlucht. Das Feuchtgebiet begeistert mit reichhaltiger Flora und Fauna. So ist es unter anderem Heimat von Teichrohrsänger, Eisvogel und Geburtshelferkröte.
Von der mäandernden Saane zur wilden Ärgera Nr. 1961
Grangeneuve — Marly, Gérine • FR

Von der mäandernden Saane zur wilden Ärgera

Die Wanderung startet beim Institut Agricole Grangeneuve, auf dessen Grundstück sich ein öffentlicher Waldlehrpfad befindet, und führt bereits nach kurzer Gehzeit zum wunderschönen, in einer Saaneschlaufe eingebetteten Kloster Hauterive. Dieses wird von ca. 20 Zisterziensermönchen bewohnt und kann geführt besichtigt werden. Sorgfältig mit Figuren geschnitzte Zaunpfähle säumen den weiteren Weg dem Flussufer entlang und lenken die Kinder hervorragend vom Wandern ab. Immer wieder bietet sich die Möglichkeit, auf einer der zahlreichen Kiesbänke eine Rast einzulegen, die steil aufsteigenden Sandsteinfelsen zu bestaunen und am Wasser zu spielen. Später überquert man zum ersten Mal die Saane und biegt in ein Waldstück ab, auf dessen Strecke sich einige gemütliche Grillstellen befinden. Über eine Bogenbrücke, vorbei am Kraftwerk Hauterive, schlängelt sich der Weg weiter der Saane entlang bis zur Einmündung der Ärgera. Auch dort lässt es sich in den schönen Wäldchen und auf den Kiesbänken nochmals herrlich rasten und baden. Nach ein paar problemlos bewältigbaren, kurzen Steigungen führt das letzte Teilstück schnurgerade der Ärgera entlang. Am Zielort Marly befinden sich einige Restaurants, wo der Nachwuchs mit einer wohlverdienten Glace belohnt werden kann.
Rund um die Stadt Neuenburg Nr. 1810
Neuchâtel — Neuchâtel, Place Pury • NE

Rund um die Stadt Neuenburg

Viele kennen Neuenburg, das Schloss, die Altstadt und die Gebäude aus gelbem Sandstein. Aber wer kennt die Umgebung mit den Wäldern und den städtischen Seeufern? Die hier vorgestellte Wanderung, die sich perfekt eignet für den Winter, führt durch diese schöne Umgebung. Vom Bahnhof aus bringt der Bus die Wanderer zur Haltestelle Vallon de l’Ermitage, ein Begriff, wenn es um die Höhen rund um Neuenburg geht. Vorbei am botanischen Garten führt die Route zum einzigen, dafür aber steilen Anstieg der Strecke. Das Centre Dürrenmatt mit dem vom Tessiner Architekten Mario Botta entworfenen Gebäude und die Ermitage-Felsen, von denen aus man den See und die Stadt bewundern kann, laden zum Verweilen ein. Der mit Kalksteinfelsen durchsetzte Wald bietet nun eine lange flache Passage. Zwischen den kahlen Bäumen erahnt man eine Lichtung, wo die Abtei von Fontaine-André aus dem 12. Jahrhundert steht. Der Weg führt anschliessend unter der 1910 in Betrieb genommenen Standseilbahn durch, die von La Coudre auf den Chaumont fährt. Bei der für Freizeitaktivitäten beliebten Waldlichtung Prise Gaubet führt der Weg langsam hinunter nach Saint-Blaise. Dort eröffnet sich ein wunderschöner Blick auf die Felder, dann auf den östlichen Teil des Neuenburgersees und schliesslich auf die Weinberge. Nun wird das hübsche Weinbaudorf Saint-Blaise durchquert, bevor man wieder das Seeufer erreicht, eine Gegend mit Vorbildcharakter, was Renaturierung angeht. Sie bietet Buchten, Schilfflächen und einladende Wege. Nun erreicht man den Archäologiepark des Museums Laténium und den belebten Parc des Jeunes Rives. Am Ende der Wanderung entzücken der Hafen von Neuenburg und der Quai Osterwald im Stil der Belle Époque.
Im Val Terbi Nr. 1809
Courchapoix, village • JU

Im Val Terbi

Das Val Terbi liegt östlich von Delémont und ist ideal für Wanderungen im Spätherbst. Und das umso mehr, wenn hier die Sonne scheint und der Nebel das Mittelland bedeckt. Auf dieser schönen Rundwanderung, die von Courchapoix über Montsevelier und wieder zurück führt, kann man die Ruhe dieser Region in vollen Zügen geniessen. Nachdem die Wandernden etwas höher gestiegen sind, um die Aussicht auf das Tal zu geniessen, und dann einige Felder überquert haben, folgen sie fast eben der Lichtung. Der Weg dringt hier und da in den Wald ein. In einer kleinen Geländefalte steht ein Schild, das die Legende der Hairodes, der kleinen Zwerge, erzählt. Hier kann man auch ihre Höhle besichtigen. Man erfährt zudem, dass der Ort früher von Köhlern und Eisenhandwerkern besiedelt war. Sobald die bewaldeten Hänge an der Grenze zum Kanton Solothurn verlassen sind, führt die Route nach Süden und erreicht in einer hügeligen Landschaft das Dorf Montsevelier. Ein schmuckes Dorf ist es, mit seinen alten Bauernhöfen und der Kirche, deren Relikte aus dem Jahr 1635 stammen. Nach einem kleinen, steilen Anstieg kann man den Ort von oben bewundern: Montsevelier liegt im Herzen der umliegenden Hügel. Der Weg führt nun in Richtung Westen weiter. Auch hier ist der Blick auf das Tal imposant. Linker Hand erscheint das Dorf Corban, rechts schweift der Blick auf den bewaldeten Hang. Noch ein paar Schritte, und der Ausgangspunkt Courchapoix ist erreicht.
Entschleunigung bei der Stadt Freiburg Nr. 1838
Abbaye de Hauterive • FR

Entschleunigung bei der Stadt Freiburg

Auf dieser knapp neun Kilometer langen Wanderung in Freiburg lassen sich die herrlichen Herbstfarben in vollen Zügen geniessen. Dieser sanft hügelige Rundweg ist nur ein Steinwurf von der Stadt Freiburg entfernt und gut zugänglich. Der Startpunkt ist bei der Abbaye de Hauterive. Nach 50 Metern geht es zunächst den Schotterweg hinauf nach Grangeneuve auf der rechten Seite. Nach der Käserei geht es weiter in Richtung des grossen Bauernhofs La Tioleyre, und mit der ersten Abzweigung auf der linken Seite wird die Wanderung fortgesetzt. Ein paar hundert Meter weiter nimmt man an der Kreuzung den Sentier de la Tuffière. Dieser Weg begleitet das Mäandern der Saane und ist gut ausgeschildert. Der Fluss entspringt kilometerweit entfernt am Sanetschpass im Wallis und mündet, nachdem er verschiedene Seen gespeist hat, in die Aare. Der idyllische Weg führt die Wandernden durch den schönen Herbstwald und lädt immer wieder zu kleinen Pausen auf den Waldbänken und Picknickplätzen ein. So kann die Farbpalette der Bäume, die den Weg meterhoch überragen, ausgiebig bewundert werden. Nach etwa 45 Minuten ist die Tuffière-Brücke erreicht und überquert. Nach 50 Metern geht es dem ausgeschilderten Weg nach auf die linke Seite. So gelangt man am rechten Ufer zurück zum Ausgangspunkt Hauterive. Dort sollte man sich die Zeit nehmen, die berühmte Abtei von Hauterive aus dem 12. Jahrhundert zu besuchen. Dieses geschichtsträchtige Gotteshaus ist ein Ort, um neue Energie zu tanken oder im herrlichen Garten auf einer Bank ein Sonnenbad zu nehmen. Im Klostershop gibt es eine Reihe von künstlerischen Werken der Mönche, wie Aquarelle, Holz- und Steinskulpturen. Auch kulinarische Produkte werden angeboten.