Ulrichen
— Reckingen VS
• VS
«Verborgene Täler, lichtdurchflutete Lärchen~ wälder, kristallklare Bergseen, betörende Farben~ pracht: Keinen Steinwurf von den sonnen~ gebrannten Holzhäusern der Dörfer … entfernt umgibt Sie ein atemberaubender Naturpark.» Mit diesen Worten wirbt die Tourismusregion Ernen auf ihrer Website. In der Tat wird schon bei der Anfahrt ins Goms klar, dass die Region einiges zu bieten hat. Nicht umsonst führt das Inventar schützenswerter Ortsbilder der Schweiz (ISOS) viele Gommer Dörfer und Weiler als Objekte von nationaler Bedeutung auf (so auch Blitzingen, Biel, Ritzingen, Selkingen, Münster‑Geschinen, Ulrichen, Reckingen, Gluringen). Die heimeligen, dunklen Holzhäuser mit farbigen Blumen vor den Fenstern gehören zu den klassischen Post~ kartensujets. In Ulrichen führt zunächst eine kleine Holzbrücke über die Rhone, bevor es den «Rottenweg» entlang Richtung Münster geht. Nach anderthalb Stunden wird dieser Ort am gegenüberliegenden Hang erreicht – die barocke Kirche St. Maria* ist unbedingt zu besichtigen. Herausragend ist der geschnitzte Holzaltar von 1509, der in der Schweiz zu den reichsten Werken dieser Art gehört. Vom Dorfkern, am Croix d’Or vorbei, steigt dann ein steiles Teersträsschen zum Gommer Höhenweg hinauf, der durch Wald‑ und Maiensäss‑Gebiet Richtung Reckingen führt. Nach dem Abstieg über Löwwigadme wartet unten im Dorf die Kirche Mariä Geburt*, die mit ihrer reichen Ausstattung das imposanteste Bauwerk des Oberwalliser Barocks des 18. Jahrhunderts ist. Vor der Kirche erinnert ein Gedenkstein an das grosse Lawinenunglück von 1970, dem viele Bewohner zum Opfer fielen. In einer weiteren Wegstunde ist Biel‑Selkingen zu erreichen.