Boniswil — Mosen • AG

Winterruhe am Hallwilersee

Im Winter ist es am Hallwilersee still. Die meisten Restaurants und Hotels haben geschlossen. Die Schiffe verbleiben in der Werft. Auch das Schloss Hallwil macht Winterpause. Keine Menschenseele weit und breit. Doch der See hat darob seinen Reiz nicht verloren. Im Gegenteil. Diese Wanderung bietet drei Stunden stilles Vergnügen. Sie startet in Boniswil. Man quert das Dorf und erreicht schon bald das Boniswiler Ried, an dessen Rand das Schloss Hallwyl steht. Ab hier folgt diese Wanderung dem rechten Seeufer aufwärts, immer der Sonne entgegen. Man kommt dabei an weiteren Rieden vorbei, später an Rebbergen, die vom milden Klima am Wasser profitieren … und immer wieder an Badehäuschen. Doch jetzt im Winter sind sie von Möwen besetzt, und am Ufer entlang schwimmen die Enten ungestört. Kurz nach dem Wellnesshotel Seerose verlässt der Weg für eine ganze Weile das Seeufer. Der Blick weitet sich nun und reicht bis in die Alpen. Nach Unteräsch führt der Weg wieder hinunter an den See und über das Altmoos nach Mosen und seinem Campingplatz, der gegenüber dem Bahnhof von Mosen liegt.

Information

Erreichbar sind Boniswil und Mosen mit dem Zug ab Luzern oder Lenzburg.

 

Schloss Hallwyl, 0848 871 200, www.museumaargau.ch/schloss-hallwyl
Arbeiterstrandbad Tennwil, 056 667 14 34, www.tennwil.ch
Delphin Restaurant und Seehotel, 056 676 66 80, www.hotel-delphin.ch
Strandbad Seerose, 079 736 62 11, www.badi-info.ch/a/meisterschwanden.html
Seerose Resort & Spa, Meisterschwanden, 056 676 68 68, www.seerose.ch
Camping Seeblick Mosen, 041 917 16 66, www.camping-seeblick.ch

Wanderung Nr. 2116

Publiziert 2023 ‒ Präsentiert von Schweizer Wanderwege

Elsbeth Flüeler

Wanderroute

Boniswil
0:00
0:00
Schloss Hallwyl
0:30
0:30
restaurant
Bad Tennwil
1:17
0:47
restaurant
Delphin
1:30
0:13
restaurant
accommodation
Seerose
1:52
0:22
restaurant
accommodation
Unteraesch
2:38
0:46
Altmoos
3:04
0:26
Mosen
3:15
0:11
Details zu Wegoberfläche und Kategorie auf dem Höhenprofil

Wandervorschläge

Wo einst am Rhein der Salzhandel blühte Nr. 2326
Diessenhofen — Schaffhausen • TG

Wo einst am Rhein der Salzhandel blühte

Die Via Rhenana macht als eine der zwölf Hauptrouten von Kulturwege Schweiz eine der wichtigsten Wasserstrassen der alten Eidgenossenschaft erlebbar: den Hochrhein zwischen Kreuzlingen und Basel. Auf 195 Kilometern Länge führt sie durch eine Kulturlandschaft, die geprägt ist vom Fluss, von seiner Geschichte und vom Salzhandel, der auf dem Hochrhein abgewickelt worden ist. Der Abschnitt zwischen Diessenhofen und Schaffhausen bietet viel Abwechslung zwischen üppiger Natur und quirligem Stadtleben. Diessenhofen besitzt die grösste mittelalterliche Altstadt im Thurgau. Der Wanderweg vom Bahnhof zum Rhein folgt der Stadtmauer und passiert die Burg Unterhof mit ihrem markanten Turm. Bald steht man vor den Mauern des ehemaligen Klosters St. Katharinental. Die imposante Anlage beherbergt heute eine Rehabilitationsklinik. Die barocke Klosterkirche lädt zu einem Abstecher ein. Der nächste Wegabschnitt steht im Zeichen des Naturwaldreservats Schaare. Auengebiete, Moore, Tümpelchen, eine artenreiche Tier- und Pflanzengemeinschaft und eine historische Festung gibt es hier zu entdecken. Der schmale Weg schlängelt sich mal am Ufer des Rheins entlang, führt dann wieder tiefer in den Wald. Über den Fluss geht es bei der zweiten ehemaligen Klosteranlage des Tages, in Altparadies. Eine Glocke am Steg ruft den Fährmann, und in schneidiger Fahrt ist das andere Ufer bei Büsingen erreicht. Der Ort gehört politisch zu Deutschland, ist aber ganz von der Schweiz umschlossen. Mehrere Versuche für einen Staatswechsel scheiterten. Zu Fuss ist der Staatswechsel einfacher ausführbar, und alsbald findet man sich im Lindli Rheinuferpark wieder, in einer beliebten Grünanlage Schaffhausens. Die Stadt hat mit dem Salzhandel ihre Hochblüte erreicht, die stattlichen, bestens erhaltenen Häuser und ihre Erker zeugen bis heute davon. Ein Bummel durch die Altstadt beschliesst den Wandertag.
Sonnige Uferwanderung entlang der Reuss Nr. 2324
Hünenberg, Dorf — Maschwanden, Dorf • ZG

Sonnige Uferwanderung entlang der Reuss

Dass es im Schweizer Mittelland und in den breiten Alpentälern unterdessen rund 5000 Biber gibt, ist keine Selbstverständlichkeit: Noch zu Beginn des 19. Jahrhunderts war das Nagetier in der Schweiz vollständig ausgerottet. Erst im 20. Jahrhundert ist der Biber wieder angesiedelt worden und breitet sich seither kontinuierlich aus. Seit 2010 ist er auch im Kanton Zug ansässig – insbesondere im Gebiet Ennetsee zwischen Reuss und Zugersee, wo diese Wanderung situiert ist. Von der Bushaltestelle «Hünenberg, Dorf» führt der Wanderweg zunächst durchs Quartier und dann zur frei zugänglichen Burgruine – dem historischen Ursprung Hünenbergs. Nach einem Abschnitt durch schattigen Wald entlang des Drälikerbachs geht es auf einem Feldweg über die Reussebene Richtung Fluss weiter. In der Ferne erhebt sich die Silhouette des Pilatus. Ist man am Reussufer angekommen, folgt der Wanderweg stets dem Fluss – entweder auf dem Damm oder ufernah. Es ist heiss hier, die Wanderung empfiehlt sich deshalb am Morgen oder gegen Abend. Die Uferzone ist geprägt von Weiden, Erlen, Sanddorn und Wiesenblumen. Wer aufmerksam ist, entdeckt lauter angenagte Baumstämme – Spuren des Bibers. Bei der geschichtsträchtigen Reussbrücke auf Höhe Zollweid bietet das Restaurant Zollhuus eine Rastmöglichkeit. Auf dem Damm fahren hier auch Velos – der markierte Wanderweg führt deshalb ufernah weiter. Immer wieder laden lauschige Plätze zum Verweilen oder Füssebaden ein. Am Ende führt der Pfad durchs Naturschutzgebiet Maschwander Allmend. Wer möchte, kann noch bis zum Rüssspitz weiterlaufen – dem Punkt, wo Reuss und Lorze zusammenfliessen. Der offizielle Wanderweg führt auf direktem Weg nach Maschwanden, vorbei am idyllischen Naturbad und hinein ins beschauliche Dorf auf Zürcher Seite.
Auf dem Aargauer Weg Nr. 1266
Bremgarten (AG) — Muri (AG) • AG

Auf dem Aargauer Weg

Grossen Natur- und Landschaftsgenuss praktisch zu jeder Jahreszeit verheisst eine Wanderung entlang der Reuss im aargauischen Freiamt. Es lohnt sich aber, vorher in den verwinkelten Gassen des Habsburgerstädtchens Bremgarten zu flanieren und in die Zeit der Habsburger einzutauchen. Vom Schulhausplatz Bremgarten gelangt man zum Uferweg, der auf breitem Kiestrassee flussaufwärts zum Stauwehr führt. Oberhalb davon ist die Reuss breit und träge wie ein See. In der engen Flussschlaufe, die den Zopfhau umschliesst, ist es trotzdem nicht einfach, die Orientierung zu behalten – beschreibt doch der Uferweg hier auf wenigen Hundert Metern eine Drehung um fast 270 Grad. Sehr reizvoll ist das Teilstück bis zur Brücke Rottenschwil. Durch den Rückstau des Flusskraftwerks ist hier ein Teil der Ebene weiträumig überflutet worden. Auf den Kiesbänken und den bewaldeten Inseln des Naturschutzgebiets Flachsee kommen Eisvögel, zahlreiche weitere Vogelarten sowie seltene Pflanzen vor. Auf dem Uferweg geht es weiter flussaufwärts bis zur Brücke Werd. Dort wird rechts abgezweigt. Durch das Rottenschwiler Moos gelangt man zum Dörfchen Althäusern, das einen schönen Ausblick auf die Reussebene und zur Albiskette bietet. Über Chapf geht es nach Hasli und von dort zur Bünz. Dem Flüsschen entlang erreicht man Muri, das vom ehemaligen Benediktinerkloster geprägt wird. Die barocke Klosterkirche ist ein architektonisches Juwel und gilt als einer der schönsten Kirchenräume der Schweiz. Im attraktiv gestalteten Museum Kloster Muri erfährt man Spannendes zur Geschichte des Klosters und seiner Mönche.
Hallwilersee Nr. 0586
Beinwil am See — Schloss Hallwyl • AG

Hallwilersee

Mit einem kurzen Abstieg vom Bahnhof Beinwil an der SBB-Seetallinie Luzern–Lenzburg hinunter zum Hallwilersee beginnt eine lohnende Frühlings~ wanderung, die auch in allen anderen Jahreszeiten ihren Reiz hat. Es ist eine leichte Ufertour ohne weitere Höhenunterschiede im Gegenuhrzeigersinn zum Wasserschloss Hallwyl beim Ausfluss des Aabachs. Der erste Teil bis nach Mosen am Südende des lang gestreckten Sees verläuft schattenreich durch Gehölz und Auenwald. Die weitere Route über Unteräsch und Meisterschwanden ist dann eher offen. Zweimal wird die Kantonsgrenze zwischen Aargau und Luzern gequert. Hüben wie drüben ist der Wanderweg durchgehend markiert, verkehrsfrei und mit verhältnismässig wenig Asphalt. Trotz der Nähe zum Wasser gibt es unterwegs keine sumpfigen Stellen zu bewältigen, sodass sich diese Mittellandwanderung auch in Halbschuhen absol~ vieren lässt. Wer keine der Verpflegungsmöglich~ keiten unterwegs nutzen möchte, findet immer wieder hübsche Picknickplätzchen. An schönen Wochenenden muss man sie wohl mit anderen Wandernden teilen, denn die reizvollen Uferwege am Hallwilersee gehören zum Naherholungsgebiet des bevölkerungsreichen Dreiecks Zürich–Aarau– Luzern. Tagesziel und historischer Höhepunkt der Tour ist das Wasserschloss Hallwyl, eines der schönsten seiner Art in der Schweiz. Eine sehens~ werte Ausstellung zeigt das Leben der adligen Besitzerfamilie von Hallwyl und ihrer Seetaler Untertanen im Verlauf der Jahrhunderte. Zur Rückfahrt hat es beim Schloss sowohl eine Bushaltestelle wie auch eine Schiffländte.

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225T Zürich

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Aargau Mittelland Wanderung Sommer Winter Uferwanderung mittel T1

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