Malbun • LI

Fürstentum Liechtenstein

Ab Buchs oder Vaduz fährt das Postauto zur Malbun. Wanderer/innen verlassen die Siedlung taleinwärts, bevor der Weg steil zum Sareiserjoch hinaufsteigt. Bequemer gehts mit der Sesselbahn nach Sareis und auf dem Höhenweg zum Sareiserjoch. Hier lässt sich ein fantastisches Panorama geniessen, und anschliessend die Wanderung auf einem unvergesslichen Höhenweg zum Spitz weiterführen. Der Felsgrat bildet den Abschluss zum Malbunertal, bevor man den Augstenberg, den höchsten Punkt der Wanderung, erreicht. Selbstverständlich muss hier eine Rast eingelegt werden, um das herrliche Panorama wirken zu lassen. Im Osten grüssen die Vorarlberger und Allgäuer Alpen, während im Westen der Blick weit über die Schweizer Bergwelt frei liegt. Im Süden präsentieren sich der Naafkopf und die Schesaplana. Dann steigt der raue Weg zum Bettlerjoch hinab. Hier lädt die 1926/27 erbaute Pfälzerhütte zur Rast, sie gehört seit 1950 dem Liechtensteiner Alpenverein. Er kaufte das Berghaus, das damals als beschlagnahmtes Deutsches Vermögen im Ausland galt, der Schweiz ab, die diese Vermögen verwaltete. Der Abstieg erfolgt zuerst fast eben, dann leicht abwärts zur Alp Gritsch, wo eine Gegensteigung zur Tälehöhe führt, dem letzten Aussichtspunkt dieser Tour. Hier mögen Wanderer/innen noch einmal die Rundsicht geniessen, denn nun folgt ein steiler und langer Abstieg durch das Vaduzer Täli, das im Winter ein schneesicheres und bei Familien beliebtes Skigebiet ist. Über den Malbunbach ist der Ausgangsort Malbun bald erreicht. Von dort aus fährt Postauto über Vaduz wieder in die Schweiz zurück.

Information

Pfälzerhütte,
Reservierung, Triesenberg, 00423 262 24 59; Tel. Hütte 00423 263 36 79, offen Mitte Mai - Mitte Okt., www.alpenverein.li.

Wanderung Nr. 0288

Publiziert 2009 ‒ Präsentiert von Schweizer Wanderwege

Werner Nef

Wanderroute

Malbun
0:00
0:00
Sareiserjoch
1:12
1:12
Augstenberg
2:24
1:12
Pfälzer Hütte
2:58
0:34
restaurant
accommodation
Tälihöhi
3:54
0:56
Malbun
4:45
0:51
Details zu Wegoberfläche und Kategorie auf dem Höhenprofil

Wandervorschläge

Liechtenstein an einem Tag Nr. 0891
Stn. Planken Schulhaus — Steg • LI

Liechtenstein an einem Tag

An einem Tag ganz Liechtenstein sehen? Das ist möglich auf der Wanderung zu den Drei Schwestern und durch den Fürstensteig. Der Weg wechselt immer wieder die Seite des Gebirgszugs, womit alle Gemeinden Liechtensteins sowie das gesamte Berggebiet mit dem Galinakopf, Schönberg, Sareis, Augustenberg und Rappastein zu sehen sind. Der lange und steile Aufstieg von Planken zur Gafadurahütte, der im Idealfall schon am Vortag gemacht wird, lässt einem genug Zeit, über die Sage der Drei Schwestern und die Religiosität der Liechtensteiner zu sinnieren. Drei Schwestern ignorierten einmal den Mariahimmelfahrtstag und gingen stattdessen Beeren pflücken. Doch die Heilige Maria erwischte sie und verwandelte sie als Strafe zu Stein. So stehen sie noch heute da. Um sie zu besuchen, muss kurz nach der Gafadurahütte der Aufstieg auf den Sarojasattel angegangen werden. Dann wählen Wagemutige den mit Seilen gesicherten Alpinwanderweg mit seinen zwei Leitern, die andern wandern auf dem Bergwanderweg um die Drei Schwestern herum. Die Mühe des Aufstiegs lohnt sich, auch wenn Wanderer nur einen der drei Gipfel erklimmen können. Dieselbe Aussicht bietet sich später auch auf dem Garsellikopf und dem Kuegrat, und die nicht Schwindelfreien können das Verpasste nachholen. Beim Gafleisattel trennen sich Wagemutige und Geniesser erneut: Erstere wandern durch den Fürstensteig durch Geröllfelder und am Abgrund vorbei, die anderen erklimmen den Alpspitz. Danach folgt bis zum Berggasthaus Sücka und der Bushaltestelle Steg ein entspannendes, aber abwechslungsreiches Wanderstück. Bei der Einkehr im Gasthaus bestätigt ein Artikel des Vorarlberger Tagblatts aus dem Jahr 1932 das Gesehene: «Wer das Ländchen also ganz kennenlernen will, der möge es ja nicht versäumen, auch seinen schönen Bergen einen Besuch abzustatten. Es wird ihn sicher nicht gereuen.»
Lang, einsam und spektakulär Nr. 0892
Steg — Triesen • LI

Lang, einsam und spektakulär

Liechtenstein ist ja nicht unbedingt für seine Berge bekannt. Zu Unrecht. Denn die Gratwanderung von Steg auf den Rappastein ist anspruchsvoll, einsam und spektakulär. Man hat rechter Hand Blick auf das Rheintal, linker Hand liegen die Liechtensteiner Alpen. Mittendrin steigt der Wanderer wacker bergauf. Der schmale Pfad ist dabei oft ausgesetzt, weshalb die Route bei Nässe nicht zu empfehlen ist. Sowieso mag es besser sein, anzuhalten, um die Aussicht zu geniessen. Oder gleich bis zum Gipfel zu warten. Der Rappastein mit seinen 2222 Metern bietet rundherum eine eindrückliche Sicht - und sogar für Sitzkomfort ist dank einer improvisierten Holzbank gesorgt. Das ist gut, denn auch nach dem Gipfel bleibt die Wanderung anstrengend. Eine öfter von Schafen als von Menschen begangene Hangtraverse führt in die Lawena. Im Talkessel liegt eine Alp, die auch ein Massenlager hat. Das Tal ist wegen der grossen Lawinengefahr den ganzen Winter über nicht zugänglich. Weiter vorne im Tal liegt am Hang die historische Ferienhaussiedlung Tuass. Hierhin kommt man nur zu Fuss, da das Gelände zu ausgesetzt ist, als dass es sich lohnen würde, eine Strasse zu bauen. Am schönen Brunnen kann man noch einmal Energie tanken und den Durst löschen, bevor der lange Abstieg nach Triesen unter die Füsse genommen wird. Durch den steilen Wald folgt man zuerst einem kleinen Pfad, bevor man wieder auf die Forststrasse trifft, die von der Alp Lawena her kommt. Dieser folgt man nun die letzten Kilometer bis ins Dorf Triesen.
Ein dominanter Kopf Nr. 0893
Malbun • LI

Ein dominanter Kopf

Der Rundblick vom Gipfelkreuz des Galinakopfs auf die Liechtensteiner, Österreicher und Schweizer Bergwelt ist schlichtweg grandios. Bei klarer Sicht sieht man gar den Bodensee. Mit seinen 2198 Metern Höhe ist der Berg ein beliebter Aussichtspunkt, nicht zuletzt, weil der Bergwanderweg von Liechtenstein aus leicht zu begehen ist. Der Aufstieg beginnt einfach. Vor dem Alpenhotel Malbun, wo unweit auch das Postauto von Vaduz her hält, geht es kurz die steile Asphaltstrasse hinauf. Unterhalb der Kapelle folgt man dem Wegweiser zum Sassförkle, das eine Art Sattel ist. In vielen Kehren führt der Weg durch einen Wald und vorbei an einem See. Beim Sassförkle zweigt links die Route zum Schönberg ab, der seinem Namen gerecht wird und den man sich unbedingt einmal vornehmen sollte. Die Route auf den Galinakopf biegt aber rechts ab und zieht sich zunächst als Natursträsschen und ab dem Mattaförkle als Bergpfad durch einen niedrigen Föhrenwald zum Grenzgrat am Guschgfieljoch hinauf. Zahlreiche Blumen, von Anemonen über Or* chideen und Alpenrosen bis hin zum gelben Enzian und zum weissen Germer, zieren die Wiesenhänge. Nach der Querung der grasigen, immer steiler werdenden Südflanke und dem sehr steilen und steinigen Abschnitt auf dem etwas ausgesetzten Südwestgrat ist der Gipfel mitsamt dem Kreuz bald erreicht. Schaut man Richtung Süden, ist fast der gesamte Verlauf der Route bis zum Sassförkle hinunter verfolgbar. Im Westen grüssen neben den liechtensteinischen Drei Schwestern der Säntis und der Tödi am Horizont; im Rheintal erkennt man Sargans mit dem Gonzen. Im Süden winken Naafkopf und die Schesaplana, und im Osten sind es die Vorarlberger Gipfel. Nach der verdienten Rast geht es auf derselben Route zurück.
Durch drei Länder Nr. 0894
Älpli — Sareis • GR

Durch drei Länder

Die Tour über das Barthümeljoch bringt den Wanderer an einem Tag in drei Länder. Sie startet in der Schweiz bei der Bergstation Älpli. Der breite Alpweg wird beim ersten Wegschild Richtung Jeninser Obersäss verlassen. Der Weg führt nun einige Zeit entlang des Vilans. Holzstege erleichtern anfangs das Passieren mooriger Wiesenhänge. Auf dem Hochplateau geht es links auf einem Wiesenpfad weiter, über den Kamm am Fuss eines Kegels und hinab zur Alp Bad. Von dort ist der Unterst See mit seiner smaragdgrünen Farbe bald erreicht. Stünde nicht noch die Besteigung des Barthümeljochs an, wäre das tannenumsäumte Idyll der perfekte Picknickort. Nach einem kurzen Abstieg im felsigen Bachbett steigt ein Strässchen hinauf, das später durch einen kurzen Tunnel (Taschenlampe mitnehmen!) zur Alp Ijes führt. Weiter geht es ostwärts, bis der Wegweiser zum Barthümeljoch hinaufzeigt. Beim Barthümeljoch begrüsst einen eine alte Eisentafel mit den Lettern «Österreich». Hier lässt sich bei prächtiger Rundsicht das mitgebrachte Picknick geniessen, bevor der Liechtensteiner Höhenweg einen über einige steile und ausgesetzte Passagen zur Pfälzerhütte und damit ins Fürstentum leitet. Wer zwei Tage für die Tour vorgesehen hat, übernachtet in der gemütlichen Hütte mit Blick auf den Dreiländergipfel Naafkopf. Der Aufstieg zum Augstenberg, mit 2359 Metern der höchste Punkt der Tour, hat es in sich, doch die Aussicht vom Gipfelkreuz ins Ländle bis zum Rheintal lässt die Mühen rasch vergessen. Auf dem Fürstin-Gina-Weg, dem klassischen Liechtensteiner Panoramaweg, wird die Bergstation Sareis (Bim Chrüz) erreicht. Wer nur einen Tag unterwegs ist, lässt sich nur allzu gerne mit dem Sessellift nach Malbun hinuntertragen.

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Tags

Liechtenstein Nordostschweiz Bergwanderung Sommer Gipfelwanderung Gratwanderung Höhen- und Panoramawanderung hoch

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