Rochers-de-Naye — Caux • VD

Hoch über dem Genfersee

Die einspurige Zahnradbahn von Montreux auf den Rochers-de-Naye wurde in zwei Phasen erstellt: 1892 eröffnete die Strecke zwischen Glion und dem Rochers-de-Naye, und 1909 kam die Verbindung von Montreux nach Glion hinzu. Vom Gipfel aus geniesst man eine herrliche Aussicht auf den Genfersee und die Alpen sowie bis zur Jurakette. Der erste Teil der Route folgt dem südwestlichen, in Richtung Genfersee abfallenden Grat des Rochers-de-Naye – ein sehr angenehmer und malerischer Auftakt zur Wanderung. Nach einer hübschen Passage zwischen zwei Felswänden hindurch auf der Höhe von Sautodoz verläuft der Weg dem bewaldeten Grat entlang, vorbei an den Gipfeln von Les Dentaux und bis nach Le Creux à la Cierge. Kurz danach biegt die Route nach rechts ab, führt über den nordwestlichen, ebenfalls bewaldeten Hang des Rochers-de-Naye und eine abfallende Traverse bis nach Liboson d’en Haut und ab da auf Hartbelag bis nach Haut-de-Caux. Wer die Wanderung abkürzen möchte, kann hier die Bahn nehmen. Allerdings hat das letzte Teilstück quer durch das Dörfchen Caux noch eine besondere Attraktion zu bieten: das 1902 erbaute Caux Palace, damals eines der modernsten und luxuriösesten Hotels der Schweiz, das den Ort während der Belle Époque der 1910er-Jahre weitherum bekannt machte. Die beiden Weltkriege und die damit einhergehenden Krisenjahre führten dann aber dazu, dass die Auslastung markant zurückging und der Betrieb schliesslich eingestellt werden musste. Nach 1945 wurde das Caux Palace von Initiativen der Veränderung übernommen, einer internationalen Nichtregierungsorganisation, die sich für Frieden, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit einsetzt. Vom ehemaligen Hotel, in dem heute Konferenzen und Seminare stattfinden, sind es nur noch wenige Schritte bis zum Bahnhof von Caux, dem Ziel der Wanderung.

Information

Erreichbar ist der Rochers-de-Naye mit der Zahnradbahn ab Montreux; Rückreise ab Caux auf derselben Strecke.

Montreux-Berner Oberland-Bahn (MOB), Rail Center, 021 989 81 90, www.mob.ch

Wanderung Nr. 1602

Publiziert 2019 ‒ Präsentiert von Regionaler Naturpark Gruyère Pays-d’Enhaut

Regionaler Naturpark Gruyère Pays-d’Enhaut

Parc naturel régional Gruyère Pays-d’Enhaut

Wanderroute

Rochers-de-Naye
0:00
0:00
Sautodoz
0:18
0:18
Le Creux à la Cierge
0:59
0:41
Liboson d'en Haut
1:31
0:32
Haut-de-Caux
1:53
0:22
Caux
2:15
0:22
Details zu Wegoberfläche und Kategorie auf dem Höhenprofil

Wandervorschläge

Rundgang auf der Corbetta Nr. 2100
Les Paccots, Les Rosalys — Les Paccots, Ermitage • FR

Rundgang auf der Corbetta

Leistung und Ertrag stehen in einem Top-Verhältnis: eine gute Stunde rauf, eine zweite runter. Dazwischen viel Aussicht und ein 5000 Jahre altes Bergseelein. Am Ziel serviert das traditionelle Restaurant Le Tsalè etwa Fondue moitié-moitié oder Meringues mit Crème double. Wer am Bénichon-Sonntag im Oktober zu Gast ist, wird mit einem traditionellen Festtagsessen verwöhnt. Die Wanderung beginnt an der Bushaltestelle Les Rosalys in Les Paccots. In der ersten halben Stunde geht es vorbei an Chalets und dem Hotel Les Rosalys in den Wald hinein und über treppenförmige Wurzeln hinauf nach Les Joncs. Vom Parkplatz des kleinen Skigebiets ist der Lac des Joncs nur wenige Minuten entfernt. Der kleine Bergsee bietet seltenen Tier- und Pflanzenarten ein Zuhause. Rechts des Sees beginnt die Rundwanderung zum Gipfel der Corbetta (Circuit par les crêtes). Der steile Aufstieg verläuft mitten über eine Wiese. Rundherum thronen die Gipfel des Teysachaux, des Moléson oder der Dent de Lys. Teilweise sieht man gar bis zur Bergkette der Dents du Midi. Oben angekommen, bietet sich auf der anderen Seite ein Szenenwechsel: Das Auge schweift nun über die Landschaft zwischen Genfer- und Neuenburgersee. Auf 1400 Metern Höhe, dem höchsten Punkt der Corbetta, lädt ein Picknickplatz zur Rast ein. Danach verläuft der Abstieg über Wiesen via Lac des Joncs wieder zum Parkplatz von Les Joncs. Der letzte Abschnitt hinunter zur Bushaltestelle «Les Paccots, Ermitage» führt über Asphalt. Alternativ kann auf der Höhe des grossen Spielplatzes auf den Weg mit Holzschnitzeln ausgewichen werden, der direkt zum Restaurant Le Tsalè führt.
Panoramawanderung zwischen Freiburg und Waadt Nr. 1806
Jaman • VD

Panoramawanderung zwischen Freiburg und Waadt

Berge, Seen und Blumen erwarten die Wandernden in dieser alpinen Entdeckungswelt. Diese Rundwanderung bietet eine landschaftliche Vielfalt. Ausgangspunkt ist die Zahnradbahn-Haltestelle Jaman. Da die Bergwanderung in der Höhe mit frischeren Temperaturen beginnt, ist sie ideal, um der Sommerhitze zu entfliehen. Zunächst geht es in Richtung Col de Bonaudon. Nach einem kurzen Abstieg führt ein schöner Weg direkt zum Pass oberhalb des Intyamon-Tals. Hier entspannt der Blick auf die Freiburger Voralpen, bevor die Wanderung in Richtung Naye d’en Haut fortgesetzt wird. Vor dem Aufstieg über die lange Treppe können Mutige die berühmten Höhlen Grottes de Naye besuchen. Eine Stirnlampe wird dazu benötigt.In Naye d’en Haut bieten sich zwei Möglichkeiten, zum höchsten Punkt der Wanderung zu gelangen: Entweder den Weg, der direkt zur Haltestelle und zum Restaurant Rocher de Naye führt oder man wandert dem Grat entlang über den Gipfel und steigt dann in Richtung Station ab. Hier empfiehlt sich unbedingt ein Besuch im botanischen Alpengarten!Der darauffolgende Abstieg in Richtung Sautodoz ist stark abschüssig und erfordert Konzentration. Bei der ersten Weggabelung geht es nach rechts. Bei der folgenden Gabelung, nach der steilen Geländerinne, schlägt man den Weg in Richtung Chamossale ein. Auf der Alp führt ein angenehmer und schattiger Weg mit einer fantastischen Aussicht zu Dent de Jaman und Genfersee an den Ausgangspunkt zurück.Wandernde, die noch genug Energie haben, machen den Abstecher auf den Dent de Jaman. Ansonsten können sie sich in der Buvette de Jaman stärken, bevor die Zahnradbahn zurückfährt.
Durch die Gorge du Chauderon Nr. 1603
Sonloup — Montreux • VD

Durch die Gorge du Chauderon

Ab Sonloup steigt der Weg leicht an und führt durch Waldstücke und über Lichtungen bis zum Kulminationspunkt der Wanderung, dem 1187 Meter hohen Cubly. Bei den Ruinen des Tour de Salausex, der im 10. Jahrhundert als Wachturm erbaut wurde, bietet ein Picknickplatz eine grandiose Aussicht auf den Genfersee. Nach Verlassen des Waldes findet man sich – von Mai bis Juni und mit etwas Glück – inmitten von Wiesen voller blühender Narzissen wieder. Die Blume gilt als Wahrzeichen der Region und mag kühle, leicht feuchte und relativ nährstoffreiche Böden. Zurück in Les Avants am Fuss der Standseilbahn biegt die Route kurz vor der kleinen Kirche nach rechts ab und taucht in ein weiteres, dichteres Waldstück ein. Bald danach wird der Weg abschüssig, ist aber dennoch gut begehbar, zumal an den steilsten Stellen Treppenstufen den Abstieg erleichtern. Einen Kilometer weiter und 200 Meter tiefer fliesst der Wildbach Baye de Montreux, dem der Pfad ab hier folgt. Nach dem ersten Engpass der Gorge du Chauderon beginnt ein kurzes Wegstück auf Asphalt, das in den tiefen Teil der Schlucht hineinführt, gesäumt von beeindruckend hohen und senkrecht emporragenden Felswänden. Manche davon sind mit Moos bedeckt, während sich über andere wahre Kaskaden von Pflanzen ergiessen. An den vielen Fallstufen des Wildbachs bilden sich kleinere und grössere Wasserfälle, deren Tosen sich mit dem Geruch des Bärlauchs zu einem Spektakel für alle Sinne verbindet. Zwei Kilometer weiter unten in Les Planches, einem Ortsteil von Montreux, könnte der Kontrast kaum grösser sein. Zahlreiche Cafés und Restaurants laden hier dazu ein, den Wandertag mit Blick auf den Sonnenuntergang gemütlich ausklingen zu lassen.
Passwanderung über den Col de Jaman Nr. 1377
Allières — Les Avants • FR

Passwanderung über den Col de Jaman

Etwas oberhalb des Passübergangs stehen feine schwarze Netze. Zwei lange Reihen, etwa 30 Meter lang und 8 Meter hoch. Auf den Steinen sitzen Leute mit grossen Fernrohren auf Stativen: Sie beobachten Vögel. Der Col de Jaman ist unter Ornithologen bekannt: Hier werden seit Anfang der 1990er-Jahre jedes Jahr rund 10 000 Vögel und Fledermäuse mit den Netzen eingefangen und beringt. Dadurch kann der Wandel im Verhalten der Zugvögel wissenschaftlich untersucht werden. Der Golden Pass Express hält in Allières nur auf Verlangen. Als wir aussteigen, ist die Luft noch frisch, das Tal liegt im Schatten. Unterwegs fallen die kunstvollen Schindeldächer ins Auge: beim Hotel de la Croix de Fer, bei seinen Nebenhäusern sowie auf den Alpen weiter oben. Kurz nach Les Cases überqueren wir die Kantonsgrenze zwischen Freiburg und Waadt. Im Zickzack windet sich der Weg hoch. Nach fast zwei Stunden kommen wir zu einem kleinen Hochmoor, der Bach schlängelt sich malerisch durch die Fläche, die Sonne blinzelt durch die Zweige. Und schon ist der Pass erreicht. Hier eröffnet sich eine prächtige Aussicht auf den Genfersee, das Lavaux und das Tal des Baye de Montreux. Wir halten inne und atmen durch. Milchkannen stehen hinter dem Haus, nebenan ein Hühner- und Schweinestall: Die Alp auf dem Col de Jaman ist in vollem Betrieb. Im Restaurant Le Manoïre steht er denn auch auf der Karte, der Jaman, der Käse vom gleichnamigen Pass. Wir bestellen Polenta, die damit überbacken ist. Rundherum essen Leute Fondue. Der erste Teil des Abstiegs führt dann ziemlich steil durch den feuchten Wald und kontrastiert so mit dem zweiten Teil, der auf einem Asphaltsträsschen gemütlich ins Dorf Les Avants geleitet.

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Waadt Westschweiz Bergwanderung Sommer für Familien mittel T2

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