Riggisalp — Schwarzsee Bad • FR

Rund um den Breccaschlund

Der Breccaschlund in den Freiburger Voralpen liegt zwischen den beiden Pässen Euschels und Balisa. Er ist ein riesiger, von spitzen Bergen umgebener Geländekessel. Ein Schlund eben, der die Leute verschlingen will. Der Breccaschlund ist überaus spannend, eine vom Gletscher geformte Urlandschaft, die fesselt und von der man sich gerne begeistern lässt. Den Sommer über ist er mit Kuhherden bestossen, und in den Alphütten wird gerne eingekehrt. Leider wurde der Breccaschlund kürzlich mit steinigen Alpstrassen durchzogen, weshalb diese Wanderung den Rand und die Kreten des Schlunds wählt, was sogar wilder und vielfältiger ist. Diese Wanderung führt von der Bergstation des Sessellifts Riggisalp zur Alp Untere Euschels und von hier um die Spitzflue herum in den Brecca- schlund hinein. Der Gebirgsflanke folgend, knapp unter den Felsen von Spitz- und Fochsenflue, geht es bis zur Alp Combi. Hier beginnt der Aufstieg zum Schopfenspitz, einem ganz herrlichen Aussichtspunkt mit Blick über die Alpenkette. Anschliessend folgt eine eher leichte weiss-blau-weisse Passage bis zum Gipfel des Patraflon. Vom Col du Chamois aus steigt man über die Alpen Ober und Unter Recardets zum Schwarzsee ab, leider über eine mit Betonziegeln ausgelegte Strasse. Kurz vor Ende der Wanderung weist ein Schild auf einen namenlosen Wasserfall hin, den zu sehen sich durchaus lohnt, weil er in dieser von sanften Voralpenhügeln geprägten Landschaft überrascht.

Information

Erreichbar ist «Schwarzsee, Gypsera» mit dem Bus ab Freiburg. Die Sesselbahn fährt auf die Riggisalp (026 412 10 23, www.kaisereggbahnen-schwarzsee.ch). Von «Schwarzsee, Campus» fährt der Bus nach Freiburg.

Restaurant Gypsera, 026 412 11 12, www.restaurant-gypsera.ch
Berghaus Riggisalp, 026 412 13 25, www.kaisereggbahnen-schwarzsee.ch
Buvette Untere Euschels, 026 412 12 75
Hotel Bad Schwarzsee, 026 412 11 04, www.badschwarzsee.ch

Wanderung Nr. 1341

Publiziert 2017 ‒ Präsentiert von Schweizer Wanderwege

Elsbeth Flüeler

Wanderroute

Riggisalp
0:00
0:00
Untere Euschels
0:35
0:35
restaurant
Rippetli
1:11
0:36
Schopfenspitz
3:19
2:08
Patraflon
4:19
1:00
Ober Recardets
5:06
0:47
restaurant
Unter Recardets
5:22
0:16
restaurant
Schwarzsee Bad
5:58
0:36
Details zu Wegoberfläche und Kategorie auf dem Höhenprofil

Wandervorschläge

In den Freiburger Voralpen Nr. 2097
Jaun, Dorf — Riggisalp • FR

In den Freiburger Voralpen

Diese Alpinwanderung in den Freiburger Voralpen überschreitet nicht nur einen Gipfel, sondern auch eine Kulturgrenze. Sie führt über den Gros Brun, zu Deutsch Schopfenspitz, vom oberen französischsprachigen Greyerz in den deutschsprachigen Sensebezirk. Ausgangspunkt ist Jaun in der Vallée de la Jogne. Vor Hunderten von Jahren aus dem Diemtigtal besiedelt, ist dieses oberste Dorf bis heute eine deutschsprachige Enklave. Von der Busstation geht es zwischen Holzchalets, die an das Diemtigtal erinnern, steil den Berg hinauf. Kurz nachdem die Route das Dorf verlässt, zweigt der Weg nach links ab und steigt zur Alp Untere Jansegg auf. Die Freiburger Voralpen sind steil, bis weit hinauf gibt es Matten, ganz oben sind sie fast senkrecht, felsig, kahl. Der Weg ist ab Punkt 1476 denn auch weiss-blau-weiss ausgeschildert. Er steigt zum gerölligen Hochtal Maischüpfen auf. Die Welt scheint hier stillzustehen, wenn da nicht ab und zu das Rieseln von Steinen zu hören wäre. Über eine mit Seilen gesicherte Passage erreicht man eine Schafweide und kurz darauf den Gipfel des Schopfenspitzes. Der Alpbogen vom Mont-Blanc bis zum Tödi breitet sich vor einem aus: einfach prächtig! Im Abstieg führt diese Wanderung durch den Breccaschlund. Steil und geröllig geht es zur Alp Combi und weiter am Fuss von Fochsen- und Spitzflue entlang dem Breccaschlund hinaus bis zur Alp Stierenberg. Die Landschaft wird nun sanfter. Man durchwandert sie ab der Alp Stierenberg via die Alp Untere Euschels bis hinüber zur Riggisalp. Vom Bärghuus Riggisalp fährt eine Sesselbahn zum Schwarzsee hinunter, was 400 Höhenmeter Abstieg erspart.
In typischer Greyerzer Landschaft Nr. 1971
La Valsainte, Couvent — Charmey (Gruyère), village • FR

In typischer Greyerzer Landschaft

Klöster wurden oft an einsamen, entlegenen Orten gebaut. Auch die Kartause La Valsainte ist so ein Ort. Zumindest muss er es gewesen sein, als sich die Mönche 1295 dort niederliessen, das Kloster gründeten und das Javrotal erschlossen. So wurde mit der Zeit auch dieses Tal zur typischen Greyerzer Landschaft – mit Weiden und Alphütten mit dem offenen Kamin und dem Dach mit den grauen Schindeln, die in der Sonne schimmern. Von La Valsainte führt diese Wanderung erst über die Strasse bis kurz nach dem mit Kochhüten gekrönten Feinschmeckerrestaurant La Pinte des Mossettes. Dann führt der Weg nicht mehr über Asphalt. Er zweigt links ab und steigt hinauf zur Alp L’Auta Chia d’Amont. Von dort geht es über die Krete bis zum Gipfel von La Berra, der von weither sichtbar ist und darum einen Triangulationspunkt erster Güte für die Landesvermessung darstellt. Der Abstieg erfolgt mit prächtiger Aussicht auf die Greyerzer Berge Richtung Südwest an der Gîte d’Allières vorbei. Hier nimmt man den Weg links und steigt über Les Botteys hinunter zu La Valsainte. Damit ist der Kreis geschlossen. Die Wanderung aber führt weiter nach Charmey, hinaus aus dem Tal ins Jauntal. Dazu überquert man den Javro auf der Höhe von La Valsainte, folgt auf 200 Metern der Strasse talauswärts und nimmt dann links den schmalen Feldweg, der dem Moléson, der Dent de Broc und manchmal der schon untergehenden Sonne entgegen direkt nach Charmey führt.
Rundwanderung von Boltigen zum Walopsee BE Nr. 1587
Reidenbach • BE

Rundwanderung von Boltigen zum Walopsee BE

Wer kleine, idyllische Bergseen abseits von Touristenströmen sucht, wird auf der Alp Walop fündig. Umgeben von Alpweiden liegt der Walopsee in einer Art Hochtal und lässt einen in ein magisches Reich eintauchen. Der abflusslose See misst rund 300 auf 200 Meter und weist im Herbst oftmals eine intensive Farbgebung auf. Die Alp Walop, wo im nahegelegenen Ranggiloch steinzeitliche Siedlungsspuren gefunden wurden, wird heute insbesondere im Sommer bewirtschaftet (Aufgepasst: In der Umgebung gibt es zu der Zeit entsprechend viele Alpweiden mit Herdenschutzhunden). Die Rundwanderung für sportliche Wandernde beginnt in Reidenbach bei Boltigen und führt im ersten Teil noch über asphaltierte Strassen. Nach etwas mehr als einer Stunde erreicht man den eindrücklichen Talkessel Chlus, wo der erste steile Aufstieg entlang der Rockschwarteflue wartet. Die rund eineinhalbstündige Anstrengung auf dem gerölligen Weg wird nach 500 Höhenmetern mit einem fantastischen Blick auf den Walopsee belohnt. Nach einem kurzen Flachstück dem Walopsee entlang gelangt man zur Abzweigung Vordere Walop, wo bereits die nächsten knapp 400 Höhenmeter warten. Der Aufstieg via Luchere zum Garte auf über 2000 Metern wird mit einem fantastischen Ausblick auf das Berner Alpenpanorama belohnt. In Südöstlicher Richtung kann gar der Mont Blanc erblickt werden. Von jetzt an geht es nur noch bergab. Bei Rohrbode und Rieneschli biegt man jeweils links ab und folgt dann einem wunderschönen Weg über Weide und durch Wald zum letzten steilen Abstieg zurück nach Chlus. Nun heisst es auf die Zähne beissen, denn die letzte gute Stunde führt über denselben Weg zurück nach Reidenbach, am Schluss über den asphaltierten Strassenabschnitt. Mit den schönen Erinnerungen von dieser idyllischen Rundwanderung im Kopf meistert man aber auch diesen Endspurt mühelos.
Durch den Muscherenschlund Nr. 1199
Sangerboden — Riggisalp • BE

Durch den Muscherenschlund

In Sangernboden führt eine Brücke über das breite Bachbett der Kalten Sense und hinein in den Muscherenschlund. Beim Blick zurück sieht man bald nur noch das erhöht über dem Dorf thronende Hochzeitskirchlein. Entgegen seinem Namen ist der Muscherenschlund ein liebliches, bewaldetes Tälchen. Der Wanderweg führt an den Alpen Gantrischli, Schönenboden und Salzmatt vorbei, auf denen Wandernde gerne und gut bewirtet werden. Bei der Salzmatt schweift der Blick hinunter zum Schwarzsee und vom Breccaschlund über die La Berra bis zu den Jurahöhen. Einer Legende zufolge wusch sich ein Riese im Schwarzsee die Füsse, worauf sich das Wasser so dunkel verfärbt habe. Doch wie man leicht feststellen kann, verändert auch der Schwarzsee je nach Lichteinfall seine Farbe. Im Winter ist dieser stille See oft gefroren und wird zum einladenden Schlittschuhfeld. Der Flanke der Kaiseregg entlang steigt der immer steilere Weg hoch zum Kaisereggpass und von dort wieder flacher zum Gipfel der weithin sichtbaren Kaiseregg. Richtung Simmental leuchten der Hintere und Vordere Walopsee, dahinter erheben sich die Berner Alpen. Auf dem gleichen Weg wie beim Aufstieg wandert man zurück und biegt kurz vor der Salzmatt ab Richtung Riggisalp. Der Sessellift bringt die müden Wandernden in wenigen Minuten hinunter zum Schwarzsee. Wem diese Bergwanderung zu lange ist, der startet von der Riggisalp mit demselben Hin- und Rückweg oder lässt die Kaiseregg aus.

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Freiburg Westschweiz Alpinwanderung Sommer für schwindelfreie Menschen hoch

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