Rundhöcker im Südtessin
Eiszeitliche Gletscher formten die Hochebene bei Gola di Lago und hinterliessen eine abwechslungsreiche Landschaft mit gerundeten Felsenhügeln, zwischen denen sich heute Moorlandschaften und Birkenwälder ausbreiten, die man eher in Skandinavien als im Südtessin erwartet würden. Von Corticiasca mit seinen hübschen Steinhäusern führt der Wanderweg durch Wald und an mannshohen Ginsterbüschen vorbei in die Höhe und als Panoramaweg mit grossartiger Aussicht bis zum grossen Kreuz bei Motto della Croce. Bei Davrosio sind von oben bereits die Rundhöcker von Gola di Lago zu sehen. Kurz vor dieser Hochebene kreuzt der Wanderweg den Monte Ceneri-Basistunnel tief unten im Bergesinnern. Mit diesem 15 Kilometer langen Bahntunnel zwischen Camorino und Vezia wurde die Gotthardachse der NEAT weiter abgeflacht, sodass der höchste Punkt nur noch auf 550 Meter über Meer liegt und die Fahrt von bis zu 4000 Tonnen schweren Güterzügen ermöglicht. Etwa acht Minuten westlich des Passübergangs vom Val Capriasca ins Val d’Isone gibt es auf der Alpe Santa Maria Gelegenheit, einzukehren, Käseköstlichkeiten und Getränke zu kaufen. Auf dem Abstieg nach Lelgio verstecken Kastanienblätter Unebenheiten und loses Geröll am Boden, sodass Aufmerksamkeit und Konzentration gefordert sind.
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