• Vogelblick von der Passerelle à Farinet über das Rhonetal.

    Vogelblick von der Passerelle à Farinet über das Rhonetal.. Bild: Sabine Joss

  • Chamoson am Fuss des Haut de Cry

    Chamoson am Fuss des Haut de Cry. Bild: Sabine Joss

  • Blick zurück das Rhonetal aufwärts

    Blick zurück das Rhonetal aufwärts. Bild: Sabine Joss

  • Kurz vor der Hängebrücke, die über die Schlucht der Salentse führt.

    Kurz vor der Hängebrücke, die über die Schlucht der Salentse führt.. Bild: Sabine Joss

  • Unter der Vogelskulptur sind auf dem Klettersteig Farinetta ganz klein Menschen zu sehen.

    Unter der Vogelskulptur sind auf dem Klettersteig Farinetta ganz klein Menschen zu sehen.. Bild: Sabine Joss

  • Kurz vor Saillon

    Kurz vor Saillon. Bild: Sabine Joss

  • Burghügel von Saillon mit dem Tour Bayart

    Burghügel von Saillon mit dem Tour Bayart. Bild: Sabine Joss

  • Im alten Dorfkern von Saillon

    Im alten Dorfkern von Saillon. Bild: Sabine Joss

    Chamoson-St-Pierre-de-Clages — Saillon, Collombeyres • VS

    Durch Rebberge und über eine Hängebrücke

    Im 19. Jahrhundert verbreitete Joseph-Samuel Farinet gefälschte 20-Räppler und andere Münzen im Wallis. Der Falschmünzer war bei den Einheimischen beliebt, da er das Geld an Bedürftige verteilte. 1880 wurde Farinet bei Saillon von der Polizei gestellt und starb dabei unter ungeklärten Umständen in der Schlucht der Salentse. In «Farinet oder das falsche Geld» erzählt Charles Ferdinand Ramuz die abenteuerliche Geschichte dieses Mannes, der noch heute als Volksheld verehrt wird Die Wanderung zu den Schauplätzen des Romans führt durch den Winzerort St-Pierre-de-Clages und weiter durch goldgelbe Rebberge, hinter denen sich die eindrücklichen Felswände des Haut de Cry erheben. Schon vor Leytron ist in der Ferne der Burghügel von Saillon sichtbar. Nach einem steilen, kurzen Aufstieg durch Produit und Montagnon führt die Wanderung über die Hängebrücke Passerelle à Farinet, welche die eindrückliche Schlucht der Salentse überspannt. An den Felswänden verläuft die Via Farinetta, ein Klettersteig. Von Weitem wirken die kraxelnden Menschen wie Ameisen am Fels. Nach dem Abstieg durch Saillon, das zu den ältesten mittelalterlichen Städtchen der Schweiz zählt, laden unten im Talboden Thermalbäder zum Hinauszögern der Heimreise ein.

    Information

    Café Restaurant Caveau chez Hubert, Produit (Leytron), 079 447 37 57

    Café des Mayens, Montagnon (Leytron), 027 306 21 16

    Bains de Saillon, 027 602 11 11, bainsdesaillon.ch

    Wanderung Nr. 2273

    Publiziert 2025 ‒ Präsentiert von Schweizer Wanderwege

    Sabine Joss

    Chamoson-St-Pierre-de-Clages
    0:00
    0:00
    St-Pierre-de-Clages
    0:10
    0:10
    Pt. 596
    0:45
    0:35
    Produit
    1:45
    1:00
    Montagnon
    2:05
    0:20
    Passerelle à Farinet
    2:35
    0:30
    Saillon, Collombeyres
    3:25
    0:50

    Wandervorschläge

    Panoramawanderung auf den Mont Rouge Nr. 2211
    Thyon • VS

    Panoramawanderung auf den Mont Rouge

    Wanderbegeisterte Eltern warten sehnsüchtig auf diesen einen Moment: Wenn ihr Kind nach Jahren des Wanderns im flachen Gelände entschlossen verkündet: «Wandern im Flachen ist für Babys. Ich will auf Gipfel und Kreten.» Der Plan eines Ausflugs entlang einer Suone wird verworfen und rasch steht eine Alternative fest – eine Wanderung auf den Mont Rouge. Diese Route erfüllt nicht nur alle Anforderungen des Wandernachwuchses, sondern bietet auch noch weitere Highlights: einen Panoramaweg mit Blick auf die Walliser Viertausender und die imposante Staumauer Grande Dixence, die sogenannten «Gouilles»–Teiche, in denen man die Füsse baden und Amphibien beobachten kann, sowie mehrere gemütliche Terrassen, welche die Gelegenheit bieten, sich eine Glace zu gönnen. Nicht zu vergessen die Seilbahn, mit der die fast 800 Höhenmeter zwischen Veysonnaz und Thyon ganz bequem, ohne anstrengenden Auf- oder Abstieg, zurückgelegt werden können. Kurzum, es ist die perfekte Familienwanderung – vorausgesetzt, dass die Kinder bereits trittsicher sind. Der Wanderweg beginnt bei der Seilbahnstation. Ab da folgt man den Wegweisern in Richtung «Gouilles d’Essertze». Nach einem ersten, wenig ansprechenden Wegstück, das mitten durch eine Wintersportanlage führt, erreicht man den wunderschönen Panoramaweg, der zu den kleinen Seen führt. Sowohl die Flora als auch die Aussicht lassen die Wanderherzen höherschlagen. Der Nachteil ist, dass man auf diesem Teil der Wanderung selten allein unterwegs ist. Es lohnt sich, die Picknickpause bei den «Gouilles», einer Reihe aufeinander folgender Teiche, einzulegen. Hier tummeln sich Dutzende von Molchen und kleinen Fröschen. Nach der Pause folgt der anstrengende Teil der Wanderung – der kurze, aber steile Aufstieg zum Gipfel des Mont Rouge. Dieser Wegabschnitt ist auf der Karte nicht als markierter Wanderweg angegeben, im Gelände ist er jedoch markiert. Ein kurzes Familien-Selfie auf dem Gipfel, dann geht es weiter auf dem schönen, aber schmalen Grat, der über den Mont Carré und La Tsermetta zurück zur Bergstation der Seilbahn führt. Der letzte Abstieg, der direkt zu den beiden Restaurants in Thyon hinunterführt, ist leider nicht sehr angenehm.
    Entlang der höchsten Suone von Nendaz Nr. 1807
    Combatzeline — Siviez (Super-Nendaz) • VS

    Entlang der höchsten Suone von Nendaz

    In der Gemeinde Nendaz befinden sich acht Suonen, historische Bewässerungskanäle des Wallis, denen allesamt entlanggewandert werden kann. Die höchstgelegene dieser acht Suonen ist die Bisse de Chervé bei Siviez, Super-Nendaz. Sie führt heute kein Wasser mehr, doch der Weg entlang dieser Suone bietet eine wunderschöne Höhenwanderung von Combatzeline bis zum türkisfarbenen Stausee Lac de Cleuson. Mit dem Sessellift «Novelli» geht es luftig hinauf bis nach Combatzeline. Nach einem stärkenden Kaffee im Restaurant Combatseline mit Aussicht auf das Rhonetalstartet die Wanderung. Hoch über dem Tal folgt man der Suone. Mit Blick auf den strahlenden, türkisfarbenen Lac de Cleuson wandert es sich viel leichter, während im Rücken das wunderbare Rhonetal liegt. Stets hoch oben gelangt man tiefer in das Tal hinein während die mächtigen Walliser Berge näherrücken. Am Ende der Bisse de Chervé beginnt dann der Abstieg zum Stausee. Wer Glück hat, kann hier die imposanten, für das Wallis typischen, schwarzen Eringerkühe sichten. Am Ufer angelangt, folgt man diesem direkt entlang bis zur Staumauer. Unterwegs kann man am Ufer eine Pause einlegen und die Füsse im kalten Wasser abkühlen. Die Staumauer des Sees gilt es dann zu überqueren, bevor ein enger und steiler Zickzack-Weg den Abstieg einläutet. Kurz danach fühlt man sich in eine andere Welt versetzt, denn der Wanderweg verläuft durch ein dschungelähnliches Dickicht aus einheimischen Pflanzen. Die Landschaft verändert sich auf dem Weg dem Ziel entgegen und statt dem Dickicht durchwandert man nun Moorlandschaften. Müde erreicht man schon bald wieder den Ausgangspunkt Siviez, wo auf einer der Terrassen der Restaurants auf die gelungene Wanderung angestossen werden kann.
    Winterliche Tour im Tal der Salentse Nr. 1864
    Morthey, centre • VS

    Winterliche Tour im Tal der Salentse

    Auf dieser Winterwanderung wechseln sich Abschnitte im Wald mit Passagen im Siedlungsgebiet ab. Man wandert auf dem kleinen, aber interessanten Netz von Winterwanderrouten der Skistation Ovronnaz. Auf diesem lassen sich verschiedene Abschnitte zu dieser leichten Tour rund um das Unterwalliser Bergdorf zusammenfügen. Aufgepasst: Im ausgedehnten Dorfgebiet ist die Markierung gelb, erst wenn man das Siedlungsgebiet verlässt, ist sie pink. Vom etwas tiefer gelegenen Ortsteil Morthey folgt man zunächst auf dem Trottoir der Route des Bains, schwenkt nach der nächsten Kurve in den Chemin Bellevue ein und gelangt auf diesem zügig zum Waldrand. Weiterhin sanft ansteigend, geht es ins Nachbardorf Mayens-de-Chamoson und von dort durch den Wald nach Patiers hinauf. Oberhalb des Weilers ist eine Langlaufloipe angelegt, parallel zu ihr verläuft der Winterwanderweg. Ohne nennenswerte Höhendifferenzen führt er am Parkplatz und Langlaufzentrum Tourbillon vorüber nach Lui Teise. Die Wanderung verläuft auf diesem Abschnitt meist im Wald, doch Lichtungen und Lücken zwischen den Bäumen sorgen immer wieder für schöne Ausblicke zum Rhonetal und zu den darüber aufragenden Drei- und Viertausendern des Unterwallis. Besonders markant ist die nahe, mehrere Hundert Meter hohe und fast senkrechte Fluh der Ardève. Beim Weiler Lui Teise steigt man zur Strasse ab, die vom Dorf zur Sesselbahn-Talstation führt, folgt dieser einige Schritte talauswärts und zweigt dann ins Tobel des Bergbachs Salentse ab. Der nun folgende Abstieg dem Wasserlauf entlang ist ein besonders reizvoller Abschnitt der Tour. Der Bach wird zweimal überquert. Nach der zweiten Brücke geht es zurück ins Dorfzentrum von Morthey.
    Den murmelnden Wassern entlang Nr. 0476
    Haute-Nendaz • VS

    Den murmelnden Wassern entlang

    «Panta rhei», so sprach einst schon Heraklit. «Alles fliesst» könnte man auch in Nendaz sagen. Hoch über dem Rhonetal plätschern hier entlang den Wanderwegen kleine Bäche, auf Französisch heissen sie Bisses auf Deutsch Suonen. Deren Ursprung geht weit zurück: Um ihre Wiesen und Äcker mit Wasser zu versorgen, haben die Walliser Bauern vor Jahrhunderten ein spezielles Bewässerungssystem erschaffen. Gletscherbäche wurden angezapft und über ein kunstvoll angelegtes Netz an Wasserleitungen wurde und wird das lebensspendende Element auf die bewirtschafteten Hänge geleitet. Suonenwanderungen sind von Frühling bis Herbst möglich, sie führen meist durch wenig steiles Gelände mit geringen Höhenunterschieden, damit sind sie bestens für Familien mit Kindern geeignet. Rund um Nendaz sind noch viele Suonen in Betrieb und führen Wasser, so werden die Erdbeer- und Himbeerkulturen in unmittelbarer Dorfnähe von der Bisse Vieux und der Bisse du Milieu bewässert. Beide Suonen können auf einem schönen Rundweg erwandert werden. Hierzu folgt man von Haute Nendaz zunächst der Bisse du Milieu bis Planchouet. Das dortige Restaurant heisst passenderweise Les Bisses. Das Val de Nendaz und namentlich die Gegend um Planchouet ist für Familien ein Paradies. Mehrere Suonen haben hier, beim Bergbach Printse, ihren Ursprung. Eine prächtige Flora entwickelt sich entlang den Kanälen, und das Murmeln des Wassers hat auf Kinder und Erwachsene eine vitalisierende, entspannende Wirkung. Über Le Lavantier geht es abwechselnd durch Wald, über Wiesen und Weideland immer am offenen Wasserlauf der Bisse Vieux entlang zurück nach Nendaz. Eine Wanderung für alle Sinne.

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    272T St-Maurice

    CHF 22.50

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