• Inspirierte einst Cuno Amiet beim Malen: sanfte Hügellandschaft mit Obstbäumen rund um Oschwand.
Bilder: Susanne Frauenfelder

    Inspirierte einst Cuno Amiet beim Malen: sanfte Hügellandschaft mit Obstbäumen rund um Oschwand. Bilder: Susanne Frauenfelder.

    Herzogenbuchsee — Wynigen • BE

    Aussichtsreiche Buchsi- und Wynigenberge

    Nachdem man die Aussenquartiere von Herzogenbuchsee hinter sich gelassen hat, gelangt man durch den Lööliwald zu den offenen Matten und Ackerlandschaften von Bollodingen. Der Anstieg des Humbergs ist teilweise mit Stufen versehen und führt parallel zum historischen Hohlwegsystem steil durch den Wald. Durch die offene Hügellandschaft führt der Weg weiter entlang von Höfen mit prächtigen Gemüse- und Blumengärten, bis man die Wanntalhöchi und damit den höchsten Punkt dieser Wanderung erreicht. Hier eröffnet sich ein herrlicher Ausblick zu den Jurahöhen und über Oschwand, dem einstigen Wohn- und Arbeitsort Cuno Amiets. Er und sein Malerlehrling Bruno Hesse, der Sohn von Hermann Hesse, hatten hier einst ihre Staffeleien aufgestellt und liessen sich von dieser lieblichen Hügellandschaft inspirieren. Angenehm kühl schlängelt sich nun ein Waldweg hinunter zum stillen Täli im Mutzgrabe. Der kurze Abstecher zum 14 Meter hohen Mutzbachfall lohnt sich unbedingt. Von der Anhöhe Rüedisbach Richtung Leggiswil und Riedern wird die Rundsicht nun immer weiter und schöner. Die letzten zwei Kilometer zum Endpunkt der Wanderung verlaufen auf einem in die Sandsteinfluh gehauenen Weg.

    Information

    Erreichbar sind Herzogenbuchsee und Wynigen mit dem Zug von Bern oder Olten.

    Amiet-Hesse-Weg, www.amiet-hesse-weg.ch
    Hotel, Restaurant & Kultur Kreuz, 062 531 52 30, www.kreuz-herzogenbuchsee.ch
    Landgasthof zur Linde, 034 415 12 80, www.landgasthof-linde.ch

    Wanderung Nr. 1664

    Publiziert 2020 ‒ Präsentiert von Schweizer Wanderwege

    Susanne Frauenfelder

    Herzogenbuchsee
    0:00
    0:00
    Bollodingen
    0:45
    0:45
    Humberg
    1:20
    0:35
    fireplace
    Spych
    1:45
    0:25
    Mutzgrabe
    3:00
    1:15
    Mutzbachfall
    3:05
    0:05
    Rüedisbach
    3:45
    0:40
    Wynigen
    4:50
    1:05
    Details zu Wegoberfläche und Kategorie auf dem Höhenprofil

    Wandervorschläge

    Runde zwischen Olten und Hauenstein Nr. 2045
    Olten • SO

    Runde zwischen Olten und Hauenstein

    Von der Oltner Altstadt gibt der Bummel auf dem Amthausquai der Aare entlang ein gemütliches Entrée. Nach der Bahnhofbrücke biegt man links in die Belchenstrasse, durchquert dann den Stadtpark. Bald wird es steiler und rauer werden. Mal waldig, mal offen. Mal typischer Jura, mal exotischer Götterkult. Immer abwechslungsreich. Oberhalb des Pflegeheims Stadtpark biegt der Walderlebnispfad Bannwald ab. Man passiert die prähistorische Wehranlage Dickenbännli und fädelt in den teils etwas exponierten Kretenpfad ein. Am Felstörli (P. 634) trifft man wieder auf den Wanderweg und folgt rechts dem Forstweg zur Rumpelhöchi. Um für eine Einkehr zum Naturfreundehaus zu gelangen wählt man am Wegschild Rumpelhöchi, wo auch die Öffnungszeiten des Lokals stehen, die rechte Route. Vom Naturfreundehaus steigt der Weg zur Homberglücke auf. Weht dort eine Fahne, bedeutet das: Es gibt Schiessübungen am Spittelberg. Dann steht jemand von der Schweizer Armee am Weg und klärt auf, wann man passieren darf. Die Route führt am General-Wille-Haus vorbei zur Challhöchi mit der Panzersperre aus dem Ersten Weltkrieg. Über Ifenthal steigt man zum Rankbrünneli ab und biegt in einen Waldweg. Es geht am Grabenbach, später den Gleisen entlang am Cheibenloch, am Hauenstein-Basistunnel und am Hindutempel Sri Manonmani Ampal vorbei. Beim Meierhof biegt die Route links ab, quert die Gleise und trifft am Restaurant Isebähnli auf die Landstrasse. Nur wenig abwärts fädelt man links in den Bahnlehrpfad nach Trimbach, wandert vom Bahnhof dann südöstlich zur Aare hinunter bis nach Olten.
    Von Solothurn zum Schloss Buchegg Nr. 0756
    Solothurn — Kyburg-Buchegg • SO

    Von Solothurn zum Schloss Buchegg

    Ausgangspunkt dieser Wanderung ist der Bahnhof Solothurn. Dieser wird auf der Südseite bei der RBS‑Station verlassen. Die ersten paar Hundert Meter verlaufen auf der Hauptstrasse, dann auf Nebenstrassen. Kurz nach der Strafanstalt Schöngrüen biegt die Route rechts, wenig später links ab und mündet bald in den Wildmannwald. Auf Waldwegen gehts nun Richtung Lüterkofen. Nach dem Waldaustritt erreicht man das hübsche Dorf in rund einer Viertelstunde. Gemeinsam mit Ichertswil bildet Lüterkofen eine Doppelgemeinde mit knapp 750 Einwohnern. Über schöne Wiesen und einen Wald entlang führt der Weg südwärts weiter nach Küttigkofen. Gleich nach dem Dorfzentrum biegt der Weg rechts ab. Aufgepasst – ab hier wird der bekannten Wanderwegmarkierung vorläufig keine Beachtung geschenkt. Der Weitermarsch führt nun auf der Route der 3. Solothurner Waldwanderung, der «Buechibärger Rundwanderung» Richtung Mühledorf. Sie ist mit grün‑gelb‑roter Beschilderung gut markiert und führt zuerst zwischen dem Wald und dem Mülibach durch, dann an einer Kuhweide vorbei, bevor sich Wald, Feld und Wiese erneut abwechseln. Am Weg befinden sich hier Informationstafeln mit Wissenswertem zur Region und deren Geschichte. Ab Mühledorf ist die Route Richtung Wolftürli wiederum mit den gewohnt gelben Wegweisern markiert. Der letzte Streckenabschnitt bis nach Kyburg‑Buchegg führt erneut auf der «Buechibärger Rundwanderung» durch schönen Wald. Einmal vor Ort lohnt es sich, das «Buechischlössli» zu besichtigen. Das Schloss Buchegg und seine Herren haben der Region Bucheggberg ihren Namen geliehen. Von Kyburg‑Buchegg fährt das Postauto zum Bahnhof Lohn‑Lüterkofen, und von da verkehren die RBS‑Züge nach Solothurn und nach Bern.
    Mittelland Nr. 0488
    Aeschi SO • SO

    Mittelland

    Wo vor 20 000 Jahren die kalte Zunge des eiszeitlichen Rhonegletschers lagerte, führt heute eine abwechslungsreiche Rundtour durch Wald und Feld im Frühlingsflor, ideal zum Einlaufen bei Saisonbeginn. Die Wanderung im solothurnisch‑bernischen Grenzgebiet startet in Aeschi an der Buslinie Solothurn-Herzogenbuchsee und führt schon bald zum idyllischen Burgäschisee. Das Moorgewässer, während des Sommers ein beliebtes Ausflugsziel für Badegäste, war zur Jungsteinzeit Heimat einer Pfahlbauersippe. Reste ihrer Ufersiedlung geben Hinweise auf das naturnahe Leben dieser ersten Landwirte: Sie pflanzten Getreide an, züchteten Vieh und ernährten sich überdies von Jagd und Fischfang. Die nächste Etappe führt nach kurzer Steigung auf das Plateau von Steinhof, einer solothurnischen Gebietsinsel (Exklave) im Bernerland. Noch winterlich kühl ist es im katholischen Gotteshaus, während fürs Picknick draussen bei der mächtigen Blockgruppe bereits angenehme Temperaturen herrschen. Jene Sonne, deren Strahlen die drei Findlinge Grosse Fluh, Kilchlifluh und Menhir liebkosen, setzte damals am Ende der Eiszeit dem Gletscher dermassen zu, dass er sich in die Alpen zurückzog und seine Gesteinsfracht aus dem Wallis hier im Mittelland liegen liess. Die Grosse Fluh gab nicht nur dem nahen Gasthaus den Namen, sondern gilt auch, wie seine beiden Nachbarn, als Kindlistein - gemäss Volkskunde Lieferant von Säuglingen in Vertretung des populären Klapperstorchs. Von Steinhof senkt sich die durchgehend markierte Wanderroute ins Tal der Önz bei Riedtwil (mit vorzeitiger Rückfahrmöglichkeit per Bus), gewinnt die Anhöhe des ebenfalls findlingsblockreichen Steinenbergs und quert dann die Bauerndöfer Grasswil und Seeberg, bis sie am Burgäschisee vorbei das Tagesziel Aeschi erreicht.
    Kanton Solothurn Nr. 0280
    Balsthal — Bushaltestelle Wolfsschlucht • SO

    Kanton Solothurn

    Hinter der Klus in der vordersten Jurakette bei Oensingen öffnet sich weit gegen Westen das Tal der Dünnern, schlicht Thal genannt. Balsthal, Bezirkshauptort und in vergangenen Zeiten von wirtschaftlicher Bedeutung wegen seiner Lange an der Handelsroute über den Oberen Hauenstein, präsentiert sich heute als Tor zum gleichnamigen Naturpark Thal. 2009 wird dieser voraussichtlich als einer der Ersten vom Bund als Naturpark von nationaler Bedeutung ausgezeichnet. Der Weg steigt zunächst durch einen bunten Mischwald auf den Rücken des Sunnenbergs. Von Ost nach West zieht sich die streckenweise asphaltierte Route über den Grat, sie belohnt den Aufstieg mit einnehmenden Bergwirtschaften und wunderbaren Ausblicken: Bald linkerhand über Basel hinaus zu Vogesen und Schwarzwald, bald südwärts über das Mittelland zu den Schneebergen von Glarner, Urner und Berner Alpen spannt sich hoch und weit der Himmel. Grosszügig liegen die Juramatten auf dem Hügelzug - rechtzeitig hat die bereits in den 1940er‑Jahren errichtete Juraschutzzone planloser Zersiedelung einen Riegel vorgeschoben. Nachhaltige Raumplanung ist heute neben der Aufwertung der Natur, Angeboten für sanften Tourismus und der Förderung von regionalen Produkten eines der Hauptziele des Naturparks. Einen reizvollen Kontrast zum Höhenweg bietet der Abstieg durch die wild‑romantische Wolfsschlucht. Abenteuerlustige können bereits ab Tannmatt statt der Strasse den unmarkierten, eingewachsenen Feldweg wählen. Tief in das Kalkgestein geschnitten, verzückt die verwunschene Schlucht mit moosbewachsenen Baumstämmen, überhängenden Kalkfelsen, Höhlen und Unterschlüpfen, manche davon mit improvisierten Feuerstellen.

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