Wanderwege und Klimawandel

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Wanderwege und Klimawandel

Wanderwege im (Klima-) Wandel

Heisse Sommer, schneearme Winter – auch an den Wandernden und an der Wanderweginfrastruktur geht der Klimawandel nicht spurlos vorbei. So wirken sich die veränderten Umweltbedingungen auf das Wandern in der Schweiz aus:

Niederschläge und Temperatur

  • Die Sommer  sollen langfristig trockener werden.
  • Es sind intensivere Niederschläge zu erwarten.
  • Es soll mehr Hitzetage geben.
  • Die Winter sollen schneeärmer sein.

Naturgefahren

  • Langanhaltende und starke Regenfälle begünstigen mancherorts Steinschläge, Wildbäche oder Rutschungen.
  • Steinschläge und Felsstürze nehmen vor allem im alpinen Raum zu, wo sich der Permafrost aufgrund der steigenden Temperaturen zunehmend auflöst.
  • Rutschungen können sich auch in den Voralpen und im Jura häufen.

Informationen zur Gefahrenprävention und zum Umgang mit Naturgefahren im Zusammenhang mit Wanderwegen finden Sie hier.

Chancen und Risiken für das Wandern

Stärkere Belastung der Infrastruktur

  • Ist der Sommer trockener, sind die Frequenzen auf den Wanderwegen oft höher. Dies führt zu einer höheren Belastung der Infrastruktur führen.
  • Mehr Hitzetage bedeuten, dass mehr Personen Gunsträume (höhere Lagen, Wälder, Gewässer) aufsuchen und dort die Infrastruktur stärker belastet wird.
  • Durch extreme Wetterereignisse und das Auftauen des Permafrostes wird die Erosion der Wegoberfläche beschleunigt
  • Schneearme Winter bedeuten eine Verlängerung der Wandersaison in immer höhere Lagen hinauf. Damit müssen die aufwändigen Kontrollen über eine längere Zeitperiode erfolgen und die Infrastruktur in diesen Lagen wird stärker belastet als früher.

Sperrungen, Umleitungen, Verlegungen

  • Durch extreme Wetterereignisse und das Auftauen des Permafrostes wird nicht nur die Erosion der Wegoberfläche beschleunigt, sondern auch das Eintreten von Naturgefahren begünstigt.
  • Damit wird punktuell auch die Sicherheit auf dem Wanderwegnetz beeinflusst. Es können vorübergehende Sperrungen oder Umleitungen sowie auch langfristige Verlegungen von Wanderwegen aus Gefahrenzonen notwendig werden.

Informationen zum Umgang mit Sperrungen und Umleitungen finden Sie hier.

Mehr Wandernde = mehr Wertschöpfung

  • Auf der positiven Seite sind in trockeneren und heissen Sommern mehr Wandernde unterwegs, und schneearme Winter verlängern die Wandersaison.
  • Daraus können sich insbesondere für Tourismusregionen neue Möglichkeiten zur Wertschöpfung und zur Gestaltung hochwertiger Lebensräume ergeben.

Handlungsmöglichkeiten für das Wanderwegwesen

Die Anpassung an die Auswirkungen des Klimawandels wird immer wichtiger. Zur Unterstützung der Kantone, Regionen und Gemeinden beim Umgang mit den neuen Herausforderungen haben Schweizer Wanderwege, Schwyzer Wanderwege und die Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften ZHAW im Rahmen des BAFU-Pilotprogramms «Anpassung an den Klimawandel» Grundlagen zusammengestellt und Arbeitsinstrumente entwickelt.

Die Projektergebnisse sollen dazu beitragen, vor Ort die Klimarisiken zu verringern, allfällige Chancen zu nutzen und die Anpassungsfähigkeit zu steigern. Die Sensibilität der Betroffenen für die Anpassung soll erhöht und die Zusammenarbeit zwischen den Akteuren gefördert werden.

Insbesondere regelmässigere Kontrollen der Weginfrastruktur und eine erhöhte Widerstandsfähigkeit derselben gewinnen künftig an Bedeutung. Ebenfalls ist es wichtig klar definierte Prozesse und Zuständigkeiten für die Sperrung und Umleitung von Wanderwegen zu haben.

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Weiterführende Dokumente

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Pressedossier Wandern im Klimawandel

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Kontakt

Daniela Rommel

  • Beratung Kantone: AI, AR, SG, BL, BS
  • Koordination und Beratung: Winterwanderwege und Schneeschuhrouten
  • Beratungsthemen: Klimawandel, Wald, Jagd, Gesundheit

Tel. 031 370 10 28

E-Mail daniela.rommel@schweizer-wanderwege.ch

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