Noch liegt Schnee in den Bergen

Bild: Rémy Kappeler

Das üppige Grün im Flachland und die wärmeren Temperaturen locken im Frühling nach draussen. Die Lust aufs Wandern ist geweckt und man freut sich auf einen Wandertag in den Alpen. Oftmals geht vergessen, dass im Frühling in den Bergen viele (Berg-)Wanderwege noch nicht begehbar sind, weil zum Beispiel Schnee liegt oder Infrastruktur, wie Brücken oder Seile, noch nicht montiert oder kontrolliert wurde.

Unsere Tipps

  • Gut geplant ist halb gewandert. Nehmen Sie sich Zeit und planen Sie Ihre Wanderung sorgfältig, zum Beispiel mit unseren Wandervorschlägen.
  • Beobachten Sie den Wetterbericht im gewünschten Wandergebiet über mehrere Tage im Voraus und erkundigen Sie sich bei Bergbahnen oder Tourismusbüros über die Lage Ihrer Wanderroute und die Schneefallgrenze.
  • Erkundigen Sie sich vor Ort, ob die geplante Wanderung frei von Eis und Schnee ist. Wenn nicht, wählen Sie besser eine andere Route.
  • Tragen Sie feste Wanderschuhe mit Profilsohle.
  • Bleiben Sie auf signalisierten Wanderwegen. Sind diese gesperrt, kehren Sie um.
  • Bei Nässe, Schnee oder Eis können die Wege, insbesondere Steine, Flechten, Holzbalken, Wurzeln usw. viel rutschiger sein. Konzentrieren Sie sich aufs Wandern und schauen Sie auf den Weg. Machen Sie möglichst kleine Schritte.
  • Kehren Sie im Zweifelsfall um oder wählen Sie eine im Vorfeld geplante Alternativroute, wenn Sie sich bei einer rutschigen Stelle unsicher fühlen.

 

Vereiste Passagen und Altschneefelder meiden

Einer geht vor, der zweite wahrt Distanz. So kann man sich im Notfall helfen. Bild: Rémy Kappeler

Altschneefelder können oft bis in den Sommer hinein Bergwanderwege überdecken. Wenn sie hart gefroren sind, kann ein Abrutschen kaum gebremst werden und tödlich enden. Im Herbst sind viele Wege in Schattenlagen den ganzen Tag über vereist. Schneefelder können einbrechen. Meiden Sie harte steile Altschneefelder nach Möglichkeit: umgehen Sie diese oder kehren Sie ohne entsprechende Ausrüstung (Pickel, Steigeisen, Schuhkrallen) besser um.

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