Opuscolo Escursioni – Autunno25

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Escursioni – autunno 2025

10 escursioni letterarie autunnali

Questo opuscolo vi invita a scoprire paesaggi attraverso gli occhi di autrici e autori, famosi o meno conosciuti. I dieci itinerari conducono nei luoghi dei romanzi citati. Così, ad esempio, potrete passeggiare lungo la riva occidentale del Lago di Bienne, dove Friedrich Dürrenmatt ha ambientato la storia del suo celebre libro Il giudice e il suo boia. Oppure seguire, lungo la Verzasca, un racconto toccante basato su fatti storici. Non è indispensabile leggere le opere prima di intraprendere le escursioni, ma la loro lettura rappresenta un valore aggiunto.

L'opuscolo è disponibile in tedesco e francese. 

10 proposte escursionistiche

Durch Rebberge und über eine Hängebrücke Nr. 2273
Chamoson-St-Pierre-de-Clages — Saillon, Collombeyres • VS

Durch Rebberge und über eine Hängebrücke

Im 19. Jahrhundert verbreitete Joseph-Samuel Farinet gefälschte 20-Räppler und andere Münzen im Wallis. Der Falschmünzer war bei den Einheimischen beliebt, da er das Geld an Bedürftige verteilte. 1880 wurde Farinet bei Saillon von der Polizei gestellt und starb dabei unter ungeklärten Umständen in der Schlucht der Salentse. In «Farinet oder das falsche Geld» erzählt Charles Ferdinand Ramuz die abenteuerliche Geschichte dieses Mannes, der noch heute als Volksheld verehrt wird Die Wanderung zu den Schauplätzen des Romans führt durch den Winzerort St-Pierre-de-Clages und weiter durch goldgelbe Rebberge, hinter denen sich die eindrücklichen Felswände des Haut de Cry erheben. Schon vor Leytron ist in der Ferne der Burghügel von Saillon sichtbar. Nach einem steilen, kurzen Aufstieg durch Produit und Montagnon führt die Wanderung über die Hängebrücke Passerelle à Farinet, welche die eindrückliche Schlucht der Salentse überspannt. An den Felswänden verläuft die Via Farinetta, ein Klettersteig. Von Weitem wirken die kraxelnden Menschen wie Ameisen am Fels. Nach dem Abstieg durch Saillon, das zu den ältesten mittelalterlichen Städtchen der Schweiz zählt, laden unten im Talboden Thermalbäder zum Hinauszögern der Heimreise ein.
Inspirierende Weite am Genfersee Nr. 2274
Pully, Chenaulaz — Cully • VD

Inspirierende Weite am Genfersee

Im Roman «Lieblingstochter» von Sarah Jollien-Fardel spielt die Region um Lausanne eine wichtige Rolle. Hier fühlt sich die Protagonistin Jeanne frei und voller Lebensfreude und kann sich von ihrer bedrückenden Vergangenheit in einem Walliser Bergdorf lösen – wenn auch nicht ganz. Diese Wanderung führt zunächst durch den herbstlich verfärbten Wald Bois de la Chenaula mit eindrücklichen Felsblöcken von einem Bergsturz und dann durch grüne Villenquartiere weiter hinunter ans Ufer des Genfersees. Bei hohem Wellengang spritzt die Gischt stellenweise bis zum wassernahen Wanderweg. Nach Lutry führt die Route weg vom See und hoch zu den Rebbergen. Der folgende Abschnitt verläuft hauptsächlich auf Hartbelag. Unterwegs ist die milde Wärme der «drei Sonnen» spürbar, welche die Trauben in der Region Lavaux reifen lassen. Mit «drei Sonnen» sind die direkte Sonneneinstrahlung, ihre Rückstrahlung vom Genfersee und die gespeicherte Sonnenwärme in den Steinmauern gemeint. Im Herbst ziehen eindrückliche Starenschwärme durch die Rebberge auf der Suche nach übrig gelassenen Trauben. Die Aussicht zu den Savoyer und Walliser Alpen, die gelb leuchtenden Reben, das weiche Herbstlicht und die Weite des Genfersees geben Energie für neblige Herbsttage.
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Höhenwanderung im Saanenland Nr. 2275
Abländschen, Mittelberg — Saanen • BE

Höhenwanderung im Saanenland

In «Eurotrash», einer autofiktionalen Geschichte von Christian Kracht, unternimmt ein Sohn mit seiner sterbenskranken, dementen Mutter eine letzte Reise, die sie kreuz und quer durch die Schweiz und auch ins Saanenland führt, wo der Autor aufgewachsen ist. Komplizierte Familienverhältnisse sorgen für eine konfliktreiche Ausfahrt mit Momenten des Fremdschämens und der Komik. Von Mai bis Ende Oktober verkehrt das Postauto zwischen Saanen und Jaun und bringt einen zum Startpunkt der Wanderung bei Mittelberg. Aussichtsreich führt die Route in leichtem Auf und Ab am Fuss des Schneitgrats und des Planihubels entlang und über die breiten Rücken von Hugeligrat und Rellerligrat. Rundum erheben sich Gipfel, die zwar nicht hoch, aber eigenwillig geformt sind. Im Herbst sind die Weiden abgefressen, die Alpen verlassen und die Tiere zurück im Tal. In den Käsekellern reift der Käse der vergangenen Alpsaison. Auf dem abschnittsweise steilen Abstieg vom Rellerli hinunter nach Saanen ist von oben das Flugfeld von Saanen sichtbar, wo der Ich-Erzähler und seine Mutter um ein paar Hunderttausend Franken bestohlen werden. An der Kirche und dem sehenswerten Dorfkern von Saanen vorbei leitet der Wanderweg zum Bahnhof.
Durch die Twannbachschlucht am Bielersee Nr. 2276
Twann, Bahnhof — Twann • BE

Durch die Twannbachschlucht am Bielersee

Als Friedrich Dürrenmatt seinen ersten Kriminalroman «Der Richter und sein Henker» schrieb, fand er in seiner Wohnregion am Bielersee die passenden Schauplätze dazu. Zwischen Twann, Lamboing und Ligerz kommt es in Dürrenmatts Werk zu dramatischen Szenen zwischen Kommissar Bärlacher und seinem Widersacher Gastmann. Dabei verwischen die Grenzen zwischen Gut und Böse. Die Wanderung beginnt in Twann und führt durch die malerische Twannbachschlucht mit eindrücklichen Felsformationen, kleinen Wasserfällen und moosbehangenen Bäumen. Für den Unterhalt des Wanderwegs durch die Schlucht erhebt die Gemeinde eine Gebühr von zwei Franken, die am Eingang der Schlucht bezahlt werden kann. Nach dem Aufstieg ist auf der Hochebene am Fuss des Mont Sujet das Dorf Lamboing sichtbar, wo der Kommissar bei seinen Nachforschungen von einem Wachhund gebissen wurde. Nach Prêles geht es wieder in den Wald und am legendenumrankten Brunnen Fontaine de Velou vorbei hinunter Richtung La Neuveville. Mit schönem Blick über den Bielersee bis zu den Alpen folgt der Wanderweg dem Jakobsweg durch die goldgelben Rebberge und an der beliebten Hochzeitskirche von Ligerz vorbei zurück nach Twann.
Farbige Herbstwälder und Sandsteinfelsen Nr. 2277
Hindelbank, Post — Schönbühl • BE

Farbige Herbstwälder und Sandsteinfelsen

In Christine Brands Roman «Kalte Seelen» lässt sich eine Journalistin für eine Reportage in die Justizvollzugsanstalt Hindelbank einschliessen. Dort stösst sie beim Recherchieren auf dunkle Geheimnisse, die auch mit ihrer eigenen Vergangenheit zu tun haben. Kurz nach dem Start in Hindelbank führt der Wanderweg unmittelbar an den Abschrankungen der Justizvollzugsanstalt vorbei, dem einzigen Gefängnis für Frauen in der deutschsprachigen Schweiz. Jedes Jahr findet hier im barocken Schlosshof am Freitag und Samstag vor dem ersten Advent ein stimmungsvoller, öffentlich zugänglicher Weihnachtsmarkt statt. Vorbei an Feldern und durch den Wald geht es weiter auf den Mooshubel. Vor den Alpengipfeln in der Ferne thront auf der gegenüberliegenden Talseite weithin sichtbar die Strafanstalt für Männer, der Thorberg. Bei Krauchthal, schön gelegen im Tal des Chrouchtalbachs, erheben sich markante Sandsteinfelsen. Aus den Sandsteinbrüchen der Gegend stammt das Baumaterial für das Berner Münster. Wer genug von Hartbelag hat, kann die Wanderung in Krauchthal oder Hub beenden oder aber durch kleine, eiszeitlich geprägte Täler farbigen Waldrändern entlang weiter nach Schönbühl wandern.
Bei mystischer Stimmung über die Homberglücke Nr. 2278
Hauenstein, Löwen — Olten • SO

Bei mystischer Stimmung über die Homberglücke

Mit seiner Kurzgeschichtensammlung «Der König von Olten» machte Alex Capus seinem Wohnort eine Liebeserklärung. Sein Buch über hübsche Ecken der Stadt, Schokoladendüfte, liebenswerte und schrullige Mitbürger und nicht zuletzt über den König von Olten – einen schwarzen Kater – stand wochenlang auf den Bestsellerlisten. Die Wanderroute verläuft von Hauenstein aus in einem aussichtsreichen Bogen über die Challhöchi, die Homberglücke und die Rumpelhöchi, bevor sie zum Schauplatz der Geschichten hinunter nach Olten führt. Vor der Wanderung muss unbedingt abgeklärt werden, ob beim Schiessplatz Spittelberg der Wanderweg passierbar ist. Beim Abstieg durch den Wald ist wegen des Falllaubs Trittsicherheit und Vorsicht geboten. Durch grüne Quartiere führt der Wanderweg in die Altstadt von Olten, wo sich der König hofieren liess, Restaurants besuchte und in Buchhandlungen und Büros erholsame Nickerchen abhielt. Die Untertanen setzten dem inzwischen verstorbenen Kater gar ein Denkmal in der Altstadt. Um es nicht zu verpassen, weicht die Wanderroute deshalb kurz vom offiziellen Wanderweg ab. Über eine alte Holzbrücke ist nach wenigen Minuten der Bahnhof erreicht.
Aussichtsreich vom Napfgebiet ins Entlebuch Nr. 2279
Trub, Löwenplatz — Escholzmatt • BE

Aussichtsreich vom Napfgebiet ins Entlebuch

Paul Wittwers «Giftnapf», dessen Handlung im Napfbergland spielt, ist Kriminal- und Heimatroman in einem. Als der Dorfarzt von Trub unerwartet stirbt, meldet sich ein Assistenzarzt aus Bern als Ersatz. Nach einigen anstrengenden Arbeitsjahren hofft er im Emmental auf ruhigere Zeiten. Doch eigenartige Vorkommnisse und mysteriöse Todesfälle wecken Sutters Spürsinn, und mit seiner Neugier bringt er sich bald selbst in Gefahr. Die Wanderung beginnt mitten auf dem Dorfplatz in Trub. Wer die beiden in der Umgebung gedrehten Filme «Verdingbub» und «Herbstzeitlosen» kennt, wird den Eindruck haben, schon einmal hier gewesen zu sein. Die Route führt kurz der Trueb entlang und steigt dann über den Risiseggknubel an bis auf einen aussichtsreichen, breiten Rücken. Die Höfe liegen hier in der Gegend weit auseinander, was während der Täuferverfolgung ein Vorteil war. Auf dem Gemeindegebiet von Trub versteckten viele Bauernfamilien Täufer in ihren Häusern. Kurz vor dem Bock, dem höchsten Punkt der Wanderung, führt der Wanderweg vom Kanton Bern in den Kanton Luzern. Mit Blick zu den Alpen und zur nahe gelegenen Beichle folgt der Abstieg hinunter nach Escholzmatt.
Durchs Naherholungsgebiet bei Zürich Nr. 2280
Zollikerberg — Stettbach • ZH

Durchs Naherholungsgebiet bei Zürich

«Fremde Hände» ist Petra Ivanovs Debüt und der Beginn einer Buchserie mit dem Ermittlerpaar Flint und Cavalli. Im ersten Band ermitteln die beiden im Zürcher Rotlichtmilieu, wobei die komplexe Beziehung zwischen der Bezirksanwältin und dem Kriminalkommissar der Geschichte eine zusätzliche Ebene verleiht. Die Wanderung beginnt am Zollikerberg am Rand von Zürich. Schon nach ein paar Schritten durch das Quartier hinunter zum Wehrenbach scheint die Stadt weit weg zu sein. Unerwartet gibt es im Stöckentobel eine Begegnung mit einem Elefanten. Ende des 19. Jahrhunderts liess der Verschönerungsverein Zürich diese Elefantenskulptur im Bachbett errichten. Am Ufer lädt eine Feuerstelle mit wettergeschützten Sitzgelegenheiten zum Verweilen ein. An den Sportanlagen von Witikon vorbei steigt der Wanderweg hoch zum Lorenchopf. Der Aussichtsturm mit Alpen-, Vogesen- und Schwarzwaldsicht ist ebenfalls ein Werk des Verschönerungsvereins Zürich. Auch hier gibt es einladende Feuer- und Picknickstellen. Der Abstieg führt durch den Wald hinunter nach Gockhausen, dem Rückzugsort des Ermittlerpaars Flint und Cavalli, und weiter hinunter nach Stettbach.
Seenwanderung mit leuchtenden Lärchen Nr. 2281
Pontresina — Sils/Segl Maria • GR

Seenwanderung mit leuchtenden Lärchen

1929 schrieb Annemarie Schwarzenbach als 21-Jährige von ihren Gefühlen für eine andere Frau, in die sie sich während der Ferien in einem Hotel in St. Moritz verliebt hatte. Ihr literarisches Coming-out, mit dem sich Schwarzenbach über gesellschaftliche Normen hinwegsetzte, wurde erst 2008, lange nach ihrem Tod, unter dem Titel «Eine Frau zu sehen» publiziert. Nach ausgedehnten Reisen liess sich Schwarzenbach im Engadin in Sils Baselgia nieder, wo sie mit 34 Jahren an den Folgen eines Fahrradunfalls starb. Vom Bahnhof Pontresina führt die Wanderung durch den Stazerwald zum beinahe unwirklich schönen Lej da Staz, in dessen ruhigem Wasser sich die farbigen Lärchen und umliegenden Berggipfel spiegeln. Unterwegs machen immer wieder Tannen- und Haubenmeisen auf sich aufmerksam, die mit Haselnüssen gefüttert werden möchten. Schon seit Vogelgenerationen sind sie es gewöhnt, in diesem Gebiet von Menschen gefüttert zu werden. An herbstlich verfärbten Moorlandschaften und am Rand von St. Moritz entlang geht es auf Wegen weiter, die Annemarie Schwarzenbach sicher auch gekannt hat. Von den Ufern des Lej da Champfèr und des Silvaplanersees ist Sils schon in der Ferne zu sehen.
Sulle tracce dei frati neri nella Valle Verzasca Nr. 2282
Sonogno — Lavertezzo • TI

Sulle tracce dei frati neri nella Valle Verzasca

Il libro «Die schwarzen Brüder» (I fratelli neri) di Lisa Tetzner racconta la storia di Giorgio di Sonogno nella Valle Verzasca e si basa su fatti realmente accaduti. Fino alla metà del XIX secolo, i ragazzi delle valli ticinesi venivano venduti a Milano per motivi economici, per lavorare come spazzacamini: è quello che succede anche a Giorgio. Ma il ragazzo riesce a fuggire da quella situazione di sfruttamento e, anni dopo, torna in Ticino come insegnante. L'escursione da Sonogno lungo la Verzasca segue i percorsi fatidici dei ragazzini spazzacamini verso Milano. Gli imponenti massi levigati dall'acqua sulla riva e nel letto del torrente si trovano ancora negli stessi punti di allora. Alcuni tratti rocciosi coperti di foglie richiedono passo sicuro e attenzione. A Lavertezzo, meta dell'escursione, il sentiero attraversa il famoso ponte ad arco in pietra. I suoi muri laterali sono insolitamente bassi. Sono stati costruiti appositamente all'altezza delle ginocchia, in modo che gli zaini degli asini avessero spazio sufficiente. L'acqua cristallina sotto il ponte e le spettacolari formazioni rocciose sono soggetti fotografici molto apprezzati.

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