C Staffelbach Schlangen Wanderung _1002359
Videos

Wanderung und Schlangensuche rund um die Mettmenalp GL

Alpine Rundwanderung im Herzen des Glarnerlands
27.05.2026
Im Wildbeobachtungsturm kann man wunderbar eine Pause machen. Im Hintergrund der Glärnisch mit dem kleinen Guppenfiren-Gletscher.

Reportage und Wanderung zum Video

C Staffelbach Schlangen _1002117
Wanderreportagen ABO

Diva im Schuppenkleid

Giftig, aber vor allem scheu: Die Kreuzotter verschwindet meist, bevor man sie überhaupt bemerkt. Hilft es, mit einem Schlangenexperten unterwegs zu sein? Eine Exkursion im Glarnerland zeigt es.
29.05.2026 • Text und Bilder: Heinz Staffelbach 
Alpine Rundwanderung im Herzen des Glarnerlandes Nr. 2343
Mettmen • GL

Alpine Rundwanderung im Herzen des Glarnerlandes

Zwischen den beiden Glarner Haupttälern, die von Schwanden Richtung Linthal und Elm ziehen, liegt eine fein ziselierte Berglandschaft mit dem Gross Kärpf (2794 m) als höchstem Gipfel. Zusammen mit der Matzlenstock- und der Gandstockkette bildet sich eine grosse, u-förmige Gipfelkette um den Stausee Garichti im Herzen des Gebietes. Das Gebiet ist das älteste erhaltene Wildschutzgebiet in Europa und wurde besonders zum Schutz von Gämsen, Rothirschen und Steinböcken eingerichtet. Weniger bekannt ist, dass es auch für Kreuzottern gute Lebensräume bietet. Die Tiere brauchen sowohl Höhlen und Spalten als Versteck als auch ein gutes Angebot von kleinen Nagern als Beute. Beides finden sie an Plätzen mit reichlich Steinen und einer guten Kraut- und Strauchschicht. Eine lohnende, etwa dreieinhalbstündige Rundwanderung führt in einem grossen Bogen von der Bergstation Mettmen zum Seebödeli, unter dem Gandstock durch und zurück zum Ausgangspunkt. Die Route verläuft meistens durch locker mit Bäumen oder Wäldchen durchsetzte Alpweiden und in den höheren Bereichen durch freie Wiesen und Weiden; damit hat man fast immer einen tollen Blick hinüber zum Glärnisch oder südlich ins Kärpf-Gebiet und weiter in die Glarner Alpen bis zum Tödi. Ein wunderbares Pausenplätzchen bietet sich beim Seebödeli, beim nördlichsten Punkt der Wanderung, an; hier öffnet sich der Blick auch kurz nach Norden und Osten Richtung Schilt und Spitzmeilen. Die Traverse unter dem Gandstock ist eine weiss-blaue-weisse, alpine Route. Der Weg ist manchmal nicht sichtbar, und im Gebiet Breitrus geht es durch steile Abhänge – die Route sollte man nur bei trockenen Bedingungen angehen. Kurz vor Widerstein steht ein hölzerner Wildbeobachtungsturm, dann geht es hinab zum Stausee Garichti und zurück zur Bergstation der Luftseilbahn.
Cover_d
DAS WANDERN 3/2026

Aktuelle Ausgabe

Artikel wurde dem Warenkorb hinzugefügt.