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Aus der Wanderwelt ABO

Vom Wachsen der Worte

Genau hinsehen, sammeln und nachdenken – unsere Autorin nähert sich der literarischen Praxis des Nature Writings. Das Schreiben über die Natur gewinnt angesichts von Klimakrise und Artensterben eine neue Dringlichkeit; auch in der Schweiz.
27.02.2026 • Text: Ava Slappnig, Bilder: Raja Läubli

«es ist jetzt still und kühl unter den gewitterbäumen, der schnee hat sich ungefragt übers erste grün gelegt, wie ein keimling steh ich schon seit märz im frost, nichts als schmelzwasser im kragen.»

Simone Lappert, «längst fällige verwilderung. gedichte und gespinste» Diogenes, 2022, S.16

Aus meinem Fenster blicke ich direkt in die Zweige eines grossen Buschs. Aktuell ist er eher ein Buschskelett, beim genauen Hinschauen finde ich drei kleine, gelbe Blüten, die aus den Knochen brechen. Haben Büsche Knochen…? Und was bedeutet es eigentlich, über die Natur zu schreiben?

Der Begriff «Nature Writing» umfasst die literarische Erkundung von Natur und Landschaft. Dabei steht eine genaue Schilderung von Naturphänomenen oft im Vordergrund. Häufig geht die Erkundung mit einer Reflexion der schreibenden Person einher. Seit einigen Jahren erhält Nature Writing auch im deutschsprachigen Raum Zuwachs.

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