• Immer wieder zeigt sich das grüne Tal des Doubs.    Bild: Sabine Joss

    Immer wieder zeigt sich das grüne Tal des Doubs. Bild: Sabine Joss.

    Damvant — Rocourt • JU

    Auf den Spuren der Urzeit im Jura

    Nichts erinnert in Damvant mehr an die Zeiten, als in der Ajoje das Klima tropisch war. Damals erschütterten Schritte von Dinosaurierherden den Boden, wuchsen riesige Farne und andere Urpflanzen, und war es nicht weit bis zum Meer. Heute führt der Wanderweg an Wiesen und Feldern vorbei, und die grössten Tiere, denen der Wanderer unterwegs begegnet, sind Kühe. Nach einem kurzen Abschnitt durch angenehm schattigen Wald erreicht er bei den Häusern von Réclère eine betriebsame Welt, in der es nur so wimmelt von anderen Besuchern. Auf einem Rundweg durch den Wald begegnen einen immer wieder lebensecht gestaltete Dinosaurier und andere Urtiere. Kinder posieren mit den Urechsen für ihre Eltern mit den Kameras. Farne auf dem Waldboden sind noch letzte Nachkommen der einstigen Riesenfarne, die es zu den Zeiten der Dinosaurier gab. Unterwegs lädt ein kleiner Aussichtsturm mit einer Wendeltreppe nahe an der Grenze zu Frankreich zum Besteigen ein. Auch die Grotten mit ihren faszinierenden Tropfsteinen sind einen Besuch wert. Im Gegensatz zum Dinosaurierpark dürfen sie nur mit einer Führung besichtigen werden. Auf dem weiteren Weg durch den Wald sind die Besucher wieder alleine unterwegs. Im kleinen Dorf Roche‑d’Or leben nur noch etwas mehr als dreissig Einwohner. Von hier sieht man auf der einen Seite nach Frankreich hinüber in das bewaldete, grüne Tal des Doubs, auf der anderen Seite auf den Flickenteppich von Wäldern, Feldern und Wiesen der Ajoje. Rocourt, das Tagesziel, liegt greifbar nahe.

    Informazione

    Préhisto-Park und Grotten
    sind vom Palmsonntag an geöffnet,
    Tel. 032 476 61 55, www.prehisto.ch.

    Escursione Nr. 0771

    Pubblicato 2013 ‒ Presentato da Sentieri Svizzeri

    Sabine Joss

    Percorso dell'escursione

    Damvant
    0:00
    0:00
    Les Grottes de Réclère
    0:35
    0:35
    Roche-d'Or
    1:35
    1:00
    restaurant
    Les Borbets
    2:10
    0:35
    Rocourt
    2:45
    0:35
    Dettagli sulla superficie del percorso e sulla categoria sul profilo altimetrico

    Proposte escursionistiche

    Dal borgo monastico al Montbautier Nr. 2135
    Bellelay, Le Domaine — Tramelan • BE

    Dal borgo monastico al Montbautier

    Bellelay si trova nell’angolo più a nord del Cantone di Berna. L’ex monastero barocco dell’XI secolo continua a contraddistinguere fino ad oggi questa piccola e tranquilla località. Oggi gli edifici dell’antica abbazia ospitano una clinica psichiatrica. Si dice che il «Tête de Moine», un formaggio a pasta semidura, che a tutt’oggi viene raschiato a strati così sottili da arricciarsi a mo’ di rosette, sia stato prodotto per la prima volta dai monaci. Ad ogni modo, è consigliabile fare provviste per rifocillarsi lungo il cammino presso la «Maison de la Tête de Moine», punto di partenza dell’escursione. L’escursione verso Tramelan è anche la prima delle 20 tappe della Via Berna, la quale conduce fino al Passo del Susten attraversando l’intero Cantone. Il sentiero parte dal monastero e si snoda dapprima lungo pascoli e prati fino a una torbiera alta nascosta nel bosco. Continua per pascoli verdeggianti dove non è escluso si possano incontrare le mucche autoctone. La salita sul Montbauthier, che nei caldi mesi primaverili può fare sudare un po’, è ricompensata dalla magnifica veduta sul circostante paesaggio collinare. Un’area barbecue invita a fare una breve sosta per rifocillarsi mentre ci si gode il panorama sullo Chasseral. Dall’altopiano il sentiero riprende a snodarsi attraverso numerosi prati in fiore e boschi sulla dorsale collinare dei Prés de la Montagne fino ad arrivare a Tramelan.
    Den Grenzsteinen in der Ajoie nach Nr. 2064
    Damvant, église — Réclère, Les Grottes • JU

    Den Grenzsteinen in der Ajoie nach

    Schon mal bemerkt, dass es auf der Landeskarte der Grenze entlang violette Punkte hat? Zwischen Damvant und Réclère sind es um die 100 – und sie stehen für Grenzsteine. Auch in der Natur gibt es auf dieser Familienwanderung viel zu entdecken. Man streift durch den Wald, in dem ein Bärlauchteppich ausgelegt ist. Bei Pré du Faila klettern die Kinder moosige Felsen hoch, dazwischen treffen sie vielleicht sogar auf den verlorenen Ritter: Irgendjemand hat hier vor langer Zeit eine weisse Statue aufgestellt. Auch die eine oder andere dunkle Felsspalte lädt zur Mutprobe ein. Daneben passiert man eine Lichtung mit Tausenden Gänseblümchen, wandert einen bewaldeten Grat entlang mit Aussicht auf den Doubs oder balanciert auf umgestürzten Bäumen, die eine Doline überspannen. Und immer wieder begegnet man alten Steinen, auf denen abwechselnd entweder eine Fleur de Lys oder ein «RF» für République Française oder ein «CS» für Confédération Suisse oder ein Bär für den alten Kanton Bern auszumachen sind. Sie spiegeln die politischen Zugehörigkeiten der Ajoie in verschiedenen historischen Epochen wider. Die Wanderung beginnt in Damvant. Sie führt erst über die Strasse zur Grenze bei Les Bornes. Ab hier signalisieren gelb-blaue französische Wegweiser und -marken den Weg, er folgt in einem grossen Bogen der Grenze. An zwei Stellen muss man aufpassen, damit man den richtigen Weg findet: Kurz vor dem Grenzstein Nr. 452 folgt man dem Schild «Sentier historique des bornes de la principauté de Montbéliard», und etwas vor dem Grenzstein mit der Nr. 467 dem Wegweiser «Grottes de Réclère».
    Narzissentour durch die Haute-Ajoie Nr. 1858
    Réclère — Chevenez, place la Grangette • JU

    Narzissentour durch die Haute-Ajoie

    Auf den Wiesen der Haute-Ajoie blühen meist ab der zweiten Märzhälfte zu Tausenden die wilden Osterglocken. Die Wanderung von Réclère nach Chevenez ist aber auch ein Gang durch die Geschichte. Besonders deutlich wird dies auf dem Abschnitt, der direkt der Grenze zu Frankreich entlangführt. Alle paar Hundert Meter stehen hier handgemeisselte Grenzsteine aus verschiedenen Epochen. Auf einigen ist die Lilie als Zeichen der französischen Monarchie und der Berner Bär als Wappentier des einst grössten Stadtstaates nördlich der Alpen eingemeisselt. Auf anderen steht schlicht RF für République française und CS für Confédération suisse. Der Ausgangspunkt der Wanderung befindet sich beim Schulhaus von Réclère. Von dort führt der Weg gegen Süden zunächst über die Felder und dann durch den Wald in Richtung Roche-d’Or, wo man die Osterglocken antrifft. Im winzigen Weiler gibt es eine kleine Kapelle mit farbigen Fenstern zu bewundern. Ihr Innenraum wird von der tiefen Frühlingssonne geheimnisvoll verzaubert. Danach folgen noch knapp 100 Höhenmeter bis zum Aussichtsturm bei La Faux d’Enson. Von hier überblickt man bei guten Bedingungen nicht nur einen grossen Teil des Juras, sondern auch die Berner Alpen, den Schwarzwald, die Vogesen und die Franche-Comté. Nach dem Abstecher geht es weiter in Richtung La Vacherie Dessus, des letzten Gehöfts vor der französischen Grenze. Die Familienkapelle ist einst von Schweizer Soldaten während des Aktiv- diensts renoviert worden. Anschliessend führt der Weg oberhalb des Felsenkessels Sous les Roches teilweise direkt der Grenze entlang und dann durch den Wald hinab ins Dorf Chevenez.
    Gemütliche Wanderung durch den Regionalpark Aargau Nr. 2208
    Zeihen, Stauftel — Schinznach Dorf, Oberdorf • AG

    Gemütliche Wanderung durch den Regionalpark Aargau

    Kaum aus dem Dorf Zeihen heraus, rattert ein Güterzug vorbei, Laster und Autos verschwinden lärmend im Bözbergtunnel. Keine Minute später jedoch umfasst die Wandernden Ruhe. Die junge Sissle fliesst leise gurgelnd. Etwas weiter oben fällt das Wasser über eine 5,4 Meter hohe Felsstufe. Es ist der höchste Wasserfall im Kanton Aargau. Der Einstieg in diese Wanderung überrascht, und abwechslungsreich geht es weiter. Da ist das eingassige Strassendorf Linn, Geschäftsstelle des Juraparks Aargau. Da verwundert es nicht, dass man hier auf Teiche, Holz-, Lesesteinhaufen, Hochstammbäume und Hecken trifft, alles Strukturen, die von einem sorgfältigen Umgang mit der Natur zeugen. Höhepunkt in Linn aber ist die 800-jährige Linner Linde. Weiter geht es zum Linnerberg, von wo aus das industrielle Aargau beeindruckt. Bei der Waldlichtung Möösere schweift der Blick auf die mit Buchenwäldern bestockten Hügel, aus denen mittelalterliche Burgruinen ragen. Und schliesslich führt ein mit Mauern aus Jurakalk gestützter Weg entlang von Rebbergen ins Dorf Schinznach und zur Busstation. Ein Rundgang durchs Dorf vor der Heimreise lohnt sich.

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