Niederrickenbach — Klewenalp • NW

Aussichtsreich vom Kraft- zum Tourismusort

Die Legende erzählt, dass während der Reformationszeit ein Hirtenbub eine Marienstatue rettete und auf der Alp in einem hohlen Ahornbaum versteckte. Am Ende des Alpsommers liess sich die Statue nicht mehr entfernen. Da beschloss man, neben dem Baum eine Kapelle zu errichten. Danach konnte die Statue wieder aus dem hohlen Stamm geborgen und in die Kapelle getragen werden. Die Kapelle zur Heiligen Maria im Ahorn, wie sie nach dieser Begebenheit genannt wird, wurde bald zum viel besuchten Wallfahrtsort. Im 19. Jahrhundert entstand zudem das Benediktinerinnenkloster Maria-Rickenbach. Der Kraftort lebt aber nicht nur von den Sakralbauten, sondern auch von der aussichtsreichen Lage hoch über dem Engelbergertal. Der Bergwanderweg steigt gemächlich an zur Alp Ahorn. Danach geht es immer steiler über Weiden, durch Wald und eine ruppige Geröllhalde. Nach weiteren Kehren überrascht die flache Untere Musenalp mit prächtiger Aussicht zur Bergkette von Brisen, Risetenstock und Schwalmis. Der folgende steile Abschnitt über die Bärenfallen hinunter ist dank Treppen und Geländern sicher begehbar. Nach der Bärenfallen bereitet der Weg keinerlei Schwierigkeiten mehr. Entlang von Weidehängen, hin und wieder beobachtet von ein paar Kühen, wandert man zum Tannibüel und wieder sanft bergan zur Klewenalp mit mehreren Restaurants, Spielplätzen und natürlich auch wunderbarer Weitsicht über den Vierwaldstättersee, zum Rigi, zu den Mythen und vielen anderen Gipfeln.

Informazione

Erreichbar ist Niederrickenbach Dorf mit dem Zug von Luzern bis Niederrickenbach Station, dann mit der Luftseilbahn. Von der Klewenalp mit der Luftseilbahn hinunter nach Beckenried, ab Beckenried, Post mit dem Bus nach Stans.

Pilgerhaus Maria-Rickenbach: Tel. 041 611 02 78, www.pilgerhaus-maria-rickenbach.ch

Bergrestaurant Tannibüel, Tel. 041 620 12 18, www.tannibuel.ch

Mehrere Hotels und Restaurants auf der Klewenalp, www.klewenalp.ch

Escursione Nr. 1627

Pubblicato 2020 ‒ Presentato da Sentieri Svizzeri

Fredy Joss

Percorso dell'escursione

Niederrickenbach
0:00
0:00
Pilgerhaus
0:05
0:05
restaurant
accommodation
Ahorn
0:39
0:34
Unter Musenalp
1:26
0:47
Bärenfallen
1:38
0:12
Tannibüel
2:14
0:36
restaurant
accommodation
Klewenalp
2:41
0:27
Dettagli sulla superficie del percorso e sulla categoria sul profilo altimetrico

Proposte escursionistiche

Seilbahnen, Bergwiesen und Flechtenwälder Nr. 2350
Schmiedsboden — Niederrickenbach • NW

Seilbahnen, Bergwiesen und Flechtenwälder

Nidwalden ist ein «Seilbähnli»-Eldorado. Knapp zwei Dutzend öffentlich genutzte Kleinseilbahnen gibt es in diesem Kanton. Oft sind sie für Bergbäuerinnen und -bauern die einzige Möglichkeit, Güter und landwirtschaftliche Produkte auf Höfe oder Alpen zu transportieren. Doch auch Wandernde und Ausflugsgäste nutzen die Kleinseilbahnen gern. Die Wanderung startet mit einer kurzen Fahrt in der Vierer-Luftseilbahn von Oberrickenbach zum Hof Schmiedsboden. Von dort führt der Weg zuerst hoch über Alpwiesen bis in den Haldiwald. Immer leicht ansteigend, geht es weiter bis zu Ober Sack, wo sich ein eindrücklicher Blick über das Engelbergertal bietet. Nun verläuft der Weg auf einem Grat dem Waldrand entlang und steigt zuweilen etwas ruppiger an. Nach 300 Höhenmetern ist bei der Alp Gigi der höchste Punkt der Wanderung erreicht. Hier würde auch ein Weg Richtung Haldigrat abzweigen, von wo eine Sesselbahn bis Alpboden kurz vor Niederrickenbach hinunterfährt. Denn der folgende Abstieg hat es in sich: Steil geht es über wunderbar blühende Bergwiesen bis Wasserboden und von dort auf einem Feldweg bis zur Oberst Hütti, einem Hof. Nach einem weiteren Abstieg zur Mittlist Hütti biegt der Weg ein in den Steinalper Wald. Dieses Waldreservat ist ein Paradies für Flechten – über 150 Arten wurden hier schon nachgewiesen. Wer genau hinschaut, entdeckt auf Schritt und Tritt solche Mischwesen aus Pilz und Alge. Sie dekorieren die Baumstämme und Äste mit aparten Mustern in weissen, grauen, braunen oder gar gelblichen Farbtönen. Das Waldstück endet auf dem Alpboden, der Talstation der Haldigrat-Sesselbahn. Von hier aus führt ein asphaltierter Weg flach über Weiden, auf denen einige mächtige Ahornbäume dem Vieh im Sommer Schatten spenden. In Niederrickenbach wartet die Wallfahrtskirche – und gleich dahinter das Pilgerhaus mit seinem empfehlenswerten Kuchenbuffet.
Am Wellenberg im Engelbergertal Nr. 1681
Oberrickenbach, alte Post — Grafenort • NW

Am Wellenberg im Engelbergertal

Der unscheinbare Wellenberg wurde 1987 berühmt, als er für ein Endlager für radioaktive Abfälle infrage kam. Politische Tumulte und acht Abstimmungen später – zuletzt 2018 – kann das Dossier ad acta gelegt werden. Damit scheint auch die Zukunft des Wellenbergs als Wanderberg gesichert. Der erste Aufstieg zum Eggeligrat durchquert Flachmoore von nationaler Bedeutung und geschützte Trockenwiesen. Auf den gemähten Wiesen wird das Heu noch traditionell auf Tristen getrocknet. Der kurze Abstecher zum Gipfel des Wellenbergs lohnt sich. Dieser wird durch seine Südflanke erreicht, die etwas ausgesetzt und mit Stufen und Halteketten ausgerüstet ist. Wem es dabei auf einmal nicht mehr wohl ist, kann jederzeit umdrehen. Am Ende dieser Flanke führt der Weg aus dem Wald auf eine Kuppe mit einem Kreuz und Sitzgelegenheiten und mit ausgezeichneter Weitsicht über das Engelbergertal. Es folgt der gleiche Weg zurück zum Eggeligrat, dann kurz etwas steil durch den Wald und wieder flacher durch offenes Gelände und weitere Moorgebiete zur Kapelle St. Joder, die aus dem 15. Jahrhundert stammt. Danach führt der Weg nochmals durch Wald, über Grasland und auch über ein paar Strassenabschnitte nach Grafenort. Hier lohnt sich ein Gang in die achteckige Kapelle Heilig Kreuz aus dem Jahr 1689, die als starker Kraftort gilt – auch ohne radioaktive Strahlung.
Von der Klewenalp NW ins Grosstal UR Nr. 1498
Klewenalp — Gitschenen • NW

Von der Klewenalp NW ins Grosstal UR

Bei der Bergstation auf der Klewenalp lohnt sich noch ein Blick zurück auf den Vierwaldstättersee, hinüber zur Rigi oder weiter ostwärts zu den Mythen, bevor man in die andere Richtung loswandert. Bald hat man die Ferienhäuser auf der Klewenalp hinter sich gelassen und folgt einem Alpsträsschen durch abwechslungsreiche Alplandschaft. Nach Tannibüel wird der Wanderweg zum kleinen Pfad, der dem Sessellift in Sommerpause entlang hoch zur Chälenegg führt. Der schon von weitem auffällige Schinberg wirkt von nahem noch eindrücklicher und schroffer. Über kurze Geröllfelder steigt man weiter hoch zum Hinter Jochli, dem höchsten Punkt der Wanderung. Dieser Übergang ist beliebt für eine Pause, denn von hier aus hat man eine lohnende Aussicht, etwa zum Pilatus im Westen oder zum leuchtend weissen Blüemlisalpfirn über dem Grosstal. Auf dem Abstieg wandert man den mit Felsbändern durchsetzten Hängen des Schwalmis entlang. Dies ist eines der weltweit wenigen Gebiete, in denen die seltene Nidwaldner Haarschnecke lebt. Wegen der steigenden Temperaturen als Folge des Klimawandels versucht die kälteliebende Schnecke immer höher zu steigen, doch weil hier die Berge nicht sehr hoch sind, wird sie den steigenden Temperaturen bald nicht mehr ausweichen können. Bei den «Seelenen» blinken mehrere, in die hügelige Weidelandschaft eingebettete Seen in der Sonne. Im wenig tiefen Wasser spiegeln sich Urirotstock, Brunnistock und Blackenstock. Der Wanderweg führt an den Alpen Ober und Unter Bolgen vorbei immer tiefer hinunter nach Gitschenen. Dabei merkt man selber, wie es immer wärmer wird, je weiter man absteigt. In der Nähe der Seilbahnstation kann man gleich zwischen zwei gemütlichen Gasthäusern auswählen, wo man sich vor der Heimreise noch die Zeit vertreiben kann.
Auf dem Nidwaldner Wildbeobachtungspfad Nr. 1038
Stn. Klewenalp — Stn. Niederbauen • NW

Auf dem Nidwaldner Wildbeobachtungspfad

Die Klewenalp, im Winter ein beliebtes Skigebiet, empfängt die Seilbahnpassagiere mit Bergrestaurants, Spielplätzen, einem Murmeltiergehege und Themenpfaden. Wer unterwegs nach Niederbauen einkehren will, hat in der ersten halben Stunde nicht weniger als fünf Gelegenheiten dazu. Das wars dann aber, bis zum Ziel kommt Speis und Trank nur noch aus dem Rucksack. Wer in der Blütezeit der Alpenblumen unterwegs ist - also zwischen Anfang Juni und Ende August - sollte den Umweg über den sorgfältig präparierten Alpenblumenweg wählen, der nach wenigen Minuten vom Fahrweg abzweigt und den Klewenstock umrundet. Bis Ronen verläuft der Weg auf einer breiten Naturstrasse durch das Skigebiet. Hier beginnt der Wildbeobachtungspfad, der zuerst dem Hang entlang durch lichten Bergwald führt. Infotafeln orientieren über die Tiere, die hier leben und mit etwas Glück gesichtet werden können. Besonders gute Chancen haben Frühaufsteher, denn die Tiere sind eher in den kühlen Morgenstunden unterwegs. Beim Wandeli befindet sich bei einer Hütte ein schöner Picknickplatz. Schon bald verlässt man den Wald, und der Weg führt über offene Alpweiden, vorbei an mehreren Sennhütten. Eine davon heisst «Plattenschutz». Der Name kommt von «Plattenschuss» und stammt aus einer Zeit, in der die Sennen während des ganzen Sommers die Alp nicht verlassen konnten und weder Smartphone noch Fernsehen hatten. Mangels solcher Unterhaltungsangebote sollen die Sennen früher zum Zeitvertreib Zielwurf-Wettkämpfe mit Schieferplatten gemacht haben. Der Abstieg vom Fulberg hinunter auf die Alpstrasse ist steil und führt über Stufen mit hohen Tritten. Bei Nässe kann diese Stelle heikel sein. Und dann ist schon bald Niederbauen erreicht, wo man auf der schönen Terrasse des Berggasthauses die tolle Aussicht auf den Vierwaldstättersee und die Rigi geniessen kann.

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245T Stans

CHF 22.50

Tag

Nidvaldo Svizzera centrale Escursione in montagna Estate per le famiglie Media T2

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